Kripper Fente


Kripper Fente ab 1998

Am 13. Juli 1998 gründeten 19 am Karneval Interessierte die Karnevalsge­sellschaft Kripper Fente e.V.. Versammlungs- und Wahlleiter war hierbei das leider viel zu früh verstorbene Mitglied Thomas Bayer. Die Anwesenden wählten aus ihrer Runde heraus den über die Ortsgrenzen bekannten „Erz­karnevalist“ Wilfried Brüssel als ersten Vorsitzenden, Michael Schunk als Geschäftsführer und Manuela Laux (geb. Ludwig) als Schatzmeisterin.

                                                         

Wahlspruch und Ziel der neu gegründeten Karnevalsgesellschaft sind die Fortsetzung der Tradition der damaligen Kripper Fente als belebendes Ele­ment des Kripper Karnevals. Neben der heimatlichen Brauchtumspflege wird natürlich auch die Geselligkeit als unverzichtbares Element im rheini­schen Karneval großgeschrieben.

2002 „Leichtmatrosen“ Tanzgruppe der KGEiner der Schwerpunkte in der Arbeit einer Karnevalsgesellschaft ist sicher­lich das Abhalten einer eigenen Karnevalssitzung. Am 6.2.1999 um 19.11 Uhr begrüßte der Vorsitzende der KG, Wilfried Brüssel, die Besucher im Saal des Gasthauses Rhein-Ahr unter dem Motto, „die Kripper Fente sind widder do“, zur ersten Karnevalssitzung der KG. Diese erlebten anschlie­ßend Willi Kramer als Eisbrecher in der Rolle des "schönsten Mann von Kripp“.

Die Frauen der KG begeistern in wechselnder Besetzung jedes Jahr aufs Neue mit flotten, themen- bzw. mottobezogenen Showtänzen; ob als Leichtmatrosen, Südseeschön­heiten, Zigeunerinnen, oder in 2005 mit dem Thema Eisverkäufer(innen). So manches KG-Mitglied oder der KG Nahe­stehende standen in den letzten Jahren allein oder in einer Gruppe auf der Bühne. Außerdem wird auf Nachwuchs­kräfte gesetzt, die z.T. das erste Mal die Bühne betreten; so z.B. Tim Seger als „Radler“(2000), Alexander Bravo als „Figaro“ (2001) und Bianca Brüssel (2003), welche bei ihrem Bühnendebüt von den Erfahrung als Kind karnevalsverrückter Eltern be­richtete.



Entgegen dem allgemeinen Trend werden die Sitzungen gut besucht und sind auf eine angenehme Art auch etwas anders. Dies hat bis heute dazu geführt, dass die Veranstaltung nicht nur bei Insidern einen guten Ruf ge­nießt.

Die Organisatoren versuchen natürlich, trotz des begrenzten Kostenrah­mens, den Besuchern auch Highlights zu bieten. Jedes Jahr sind die Pla­nung, Vorbereitung und Realisierung der Veranstaltung durch Kreativität und un­kon­ventionelles Vorgehen geprägt.

Oberstes Prinzip der Sitzungen sind „Spaß an der Freud“ für Besucher und Mitwirkende. Ein Vorteil für die KG ist, dass sie keine großen finanziellen Überschüsse erzielen will und muss, weil der Fixkostenblock und damit das finanzielle Risiko überschaubar gestaltet wird. Dabei ist auch die vertrau­ensvolle Zusammenarbeit mit dem Hause Schremmer (Gasthaus Rhein-Ahr) herauszustellen.



Ein weiteres Highlight für jeden Karnevalisten ist sicherlich die Mitwirkung an den Karnevalsumzügen. Seit der Session 1999 nimmt die KG auch mit eigenem Wagen und Fußgruppe am Strohbärtreiben des Junggesellenver­eins am Karnevalssamstag teil. Seit 2000 bereichert sie, wie andere Grup­pen aus Kripp, auch den Karnevalszug in Remagen.

Das Vereinsgeschehen beschränkt sich natürlich nicht nur auf die närri­schen Tage. Für den Zusammenhalt der Mitglieder und auch, um das Inter­esse am Karneval zu wecken, werden von der KG diverse sonstige Veran­staltungen angeboten (Wanderungen zu bekannten Zielen in der Umge­bung, Tagestouren und mehrtägige Reisen mit Führungen, Info-Veranstal­tungen mit diversen Programminhalten, Zeltlager für Groß und Klein, Grillabende und sonstige Treffen, Begleitung sportlicher Aktivitäten, wie z.B. die Teilnahme am Rhein-Ahr-Triathlon. Besonders zu erwähnen wäre noch der „KG-Stammtisch“ jeweils am 1. Freitag im Monat.

Seit neuestem veranstaltet die KG im September für die Bevölkerung in der Ortsmitte den Erntedankmarkt. Dort werden selbst gemachte Produkte und Leckereien der heimischen Küche, Dekorationen etc. angeboten. Kleine Ausstellungen und eine kostenlose Pflanzentauschbörse bereichern das Geschehen. Für das leibliche Wohl ist der Besucher ist ebenfalls gesorgt, so laden u.a. Kaffee und Kuchen zum Verweilen ein.

Session 2001 „50 Jahre Karneval in Kripp“

Dieter Breuer (KG-Sitzungspräsident), der Prinz von 1951 Albert I. (Wilhelm), Bianca I. Prinzessin 2001 (Schmidt), Wilfried Brüssel (KG-Vorsitzender)Da sich die KG Kripper Fente e.V. auch der Brauch­tumspflege verschrie­ben hat, war das in der Session 2001 anstehende 50-jährige Jubiläum mehr als nur ein Grund zu feiern. Die Historie der letzten 50 Jahre wurde im Gasthaus Rhein-Ahr in einem gebührenden Rah-men gewürdigt. Im Vorfeld trugen die Mitglieder eine Fülle von Erinnerungs-stücken aus den letzten 50 Jahren zusammen. Eine Auswahl hiervon wurde der Bevölkerung im Rahmen des “Karnevalistischen Frühschoppen“ am 21. Januar 2001 in den Räumen des Gasthauses Rhein-Ahr präsentiert.



In einer Galerie konnten die Besucher u.a. Orden, Ehrenzeichen, Prinzenfotos und Logos, sowie Erinnerungsstücke wie Prinzenmützen, Möhnekostüme und Tonauf­zeich­nungen alter Sitzungen bewundern. Die Ausstellung fand bei den Krippern reges Interesse. Besonders erfreulich war, dass neben den Aktiven auch viele ehemalige Prinzen und Prinzessinnen, Förderer und Freunde des Kripper Karnevals es sich nicht nehmen ließen, persönlich zu erscheinen. Im Verlauf der Veranstaltung ließ der Sitzungspräsident der KG, Dieter Breuer, in gewohnt souveräner Weise 50 Jahre Karneval Revue passieren. Wie nicht anders zu erwarten, konnte auch so mancher der Anwesenden noch die eine oder andere heitere Episode beitragen


Der Fanfarenzug der KG

Die ersten Überlegungen in der KG Fente eine Musikgruppe zu gründen, gab es schon im August 2001. Der erste ernsthafte Versuch wurde aber erst am 23. Februar 2002 nach dem Fischessen der Fente Kinder unter­nommen.

Für diesen Tag hatte Fente Aktivist Dieter Breuer Miriam Bauer eingeladen, die seit neun Jahren Fanfare und Flöte spielt. Da die Fanfare mit von der Partie war, konnte jedes Kind probieren ihr Töne zu entlocken. Es machte allen sichtlich viel Spaß und so wurde für den nächsten Samstag 11.00 Uhr die erste Übungsstunde in der Aula der Grundschule angesetzt. Es began­nen fünf Mädchen, drei Jungs und ein Erwachsener als Fanfarenspieler sowie ein Junge und zwei Erwachsene als Trommler. Als Übungsleiter für die Trommler konnte Stefan Bauer gewonnen werden. Nun begann die Suche nach gebrauchten Instrumenten, sprich Fanfaren und Landsknecht­trommeln.

Die erste Fanfare war ein ca. 40 Jahre altes Instrument eines Kripper Bür­gers. Mit dem Erwerb von Trommeln war man weniger erfolgreich, so dass neben einer Marsch-trommel unter anderem Eimer und Tischplatten herhalten mussten.

Als Miriam Bauer im Mai aus beruflichen Gründen aufhörte die Gruppe zu trainieren, fand man schließlich in Ferdinand Bauer, Eh­rentambourmajor aus Unkelbach, einen neuen Übungsleiter.



Durch den weiteren Zuwachs der Gruppe entschloss sich der Verein sukzessive Instrumente anzuschaffen. Dies war jedoch nur möglich, weil Geschäftsleute und Privatpersonen mit Spenden halfen.Den ersten öffentlichen Auftritt hatte die Musik­gruppe auf der KG-Fentesitzung am 22. Februar 2003 im Gasthaus „Rhein-Ahr“. Auch wenn einigen Spielern die Beine zitterten und nicht jeder Ton richtig getroffen wurde, so war dies nach knapp einem halben Jahr Übungszeit für die Anfänger ein großer Augen­blick und ein toller Erfolg.

Mit den Auftritten bei der Schlüsselübergabe in Remagen sowie nach dem Umzug „Strohbärtreiben“ in Kripp beim Schremmer folgten weitere Auftritte.
Im Juni schloss sich mit Dirk Twesten aus Neuwied ein aktiver Fan­farenspieler und Trommler der Gruppe an. Er ist seit August 2003 Übungsleiter, bringt seitdem mit seiner Erfahrung und seinem Kön­nen den Fanfarenzug der KG Fente weiter voran.

Seit der Session 2004 spielte man neben den Veranstaltungen der KG Fente auch in der Karnevalsumzügen von Kripp und Remagen, sowie in der karnevalslosen Zeit auf privaten und öffentlichen Veranstaltungen.