Lebenslauf der katholischen Frauengemeinschaft

Die Frauengemeinschaft wurde am 10.April 1973, auf Anregung von Herrn Dechant Hammes und dem damaligen Vikar Hermann Holl, in der Aula der Grundschule gegründet.

In den neu gegründeten Verein, der sich zunächst Frauen- und Müttergemeinschaft nannte, traten spontan 35 Frauen ein. Wenig später schon schloß man sich dem Diözesanverband der Kath. Frauengemeinschaften in Trier an, und fortan nannte sich der Verein „Katholische Frauengemeinschaft Kripp“ .
Schon im ersten Jahr plante man Ausflüge und ein Oktoberfest. Anneliese Grams hatte als gelernte Fotolaborantin eine Menge Diamaterial gesammelt und brachte an einem gemütlichen Abend diese Fotos, für viele unbekannten Flecken von Deutschland, in die gute Stube des Vereins. Noch im selben Jahr fand der erste Weihnachtsbasar in der Aula der Grundschule statt. Der Erlös kam dem kath. Kindergarten zu Gute.

Im Februar 1974 wurde im damaligen alten Kindergarten zum ersten mal ein Seniorenkarneval veranstaltet. Ab Oktober1974 trafen sich auf Initiative der Frau­engemeinschaft jede Woche die Senioren zur einer gemütlichen Kaffeestunde, die sich nach kurzer Zeit zu einem Spiel- und Er­zählnachmittag ausdehnte. Diese Nachmittage wurden schnell zu einer festen Einrichtung in Kripp, bei denen die allseits beliebten und verehrten Marienschwestern Eleonore und Bonvita gern gesehene Gäste waren. Schnell fanden sich 14 Frauen, die im Wechsel diese Nachmittage vorbereiteten und die anwesenden Senioren bestens versorgten.

Weiterhin wurden die ersten Bastel-, Batik und Backkurse durchgeführt, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuten. Später kamen Kurse für Kosmetik, Weihnachtsgestecke, Weihnachtsbäckerei und zur Herstellung von Pralinen dazu.

Im Jahre 1978 hatte sich die Zahl der Mitglieder bereits verdoppelt. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Verein Mitglied im Bundesverband der „Katholischen Frauen Deutschlands“ mit dem Logo „Kfd“. Jedoch wurden noch nicht alle Mitglieder gemeldet und so war der Vorstand auf höherer Ebene nicht wahlberechtigt.

Ab Juni 1980 wurde zunächst alle zwei Wochen , später wöchentlich, ein Müttertreff im alten Kindergarten angeboten, der nach Fertigstellung des neuen Pfarrheims in der Voßstraße nach dort verlegt wurde und auch heute noch dort stattfindet.

1981 bildete sich ein Arbeitskreis, der einen Besuchsdienst für ältere Mitglieder im Ort organisierte. Vor einigen Jahren hat es sich dann die Frauengemeinschaft zusätzlich zur Aufgabe gemacht, alle Mitbürger von Kripp, gleich welcher Konfession, die in den umliegenden Senioren- und Pflegeheimen wohnen, vor Ostern und vor Weihnachten zu besuchen.

Im Laufe der Zeit wurde dann der Wunsch laut, regelmäßige Wanderungen durchzuführen. So trifft sich seit vielen Jahren eine lockere Gruppe (mal mehr, mal weniger, je nach Wetterlage und Jahreszeit) zu einer, über etliche Jahre von Anneliese Grams und nun von Vera Blumenstein geführten und stets gut organisierten Wanderung.

Der Jahreszeit entsprechend werden die Ziele ausgesucht. So führt die erste Wander= ung im Jahr stets zu einer besonderen Krippe. Wenn die Wildorchideen blühen, ist das Ziel die Lohrsdorfer Wiesen, wo viele dieser herrlichen Gewächse bewundert werden können, und zur Weinlese geht es sicherlich mehr als einmal durch die Wein= berge im wun­derschönen Ahrtal. Auch steht ab und zu der Besuch eines Heimat= museums auf dem Program. In jedem Fall weiß die Organisatorin immer, wo es guten Kaffee und Kuchen gibt. In diesem Zusammenhang muß erwähnt werden, das das Ziel der Wanderung im Monat August stets die Grillhütte auf dem Viktoriaberg ist, wo die Mitglieder des Vorstands mit Kaffee, Kuchen, belegten Brötchen und Getränken auf die Wanderfreundinnen warten. Zu diesem Picknick werden auch gerne die Mitglieder gebracht, die an den Wanderungen aus gesundheitlichen oder altersbedingten Gründen nicht mehr teilnehmen können. Alt und Jung verbringen hier stets einen wunderschönen Nachmittag.

Für die Kath. Frauengemeinschaft in Kripp stand es sicherlich außer Frage, das sie bei den dringend notwendigen Anschaffungen für die Pfarrkirche stets ihr Scherflein einbrachte. Die wichtigsten von der Frauengemeinschaft finanzierten Anschaffungen seien hier kurz erwähnt: Kniepolster und Auflagen für Sitzbänke, Altardecken, Messdiener-Alben, Meßgewand sowie Infokasten im Außenbereich. Des weiteren beteiligte sich die Frauengemeinschaften an den Kosten für Ambo, Restaurierung von Hochaltar, Antoniusstatue und der Kanzel. Der soziale Bereich stand dabei keineswegs im Hintergrund, so gingen Spenden an die Aktion Menschen für Menschen, Welthungerhilfe, Rumänienhilfe, Hungerwinter Wolgograt, Altenhilfswerk, SOS Kinderdörfer, Bosnienhilfe, Suppenküche Sarajewo, um nur einiges zu nennen.
Seit ca 8 Jahren wird nun der Erlös des immer gut besuchten Weihnachtsbasars, bei dem neben Kaffee und Kuchen auch viele Bastel- und Handarbeiten angeboten werden, vor allem für Kinderprojekte zur Verfügung gestellt.
So erhalten regelmäßig Spenden der Förderkreis Tumor- und Leukämieerkrankte Kinder in Bonn, das Frauenhaus Bad Breisig, das Kinderhospiz in Olpe, die beiden Kindergärten in Kripp, die kath. Pfarrbücherei für Kinderbücher und Kassetten und die von Pastor Klaus Birtel ins Leben gerufene Philippinenhilfe. Erstmals erhielt in diesem Jahr eine Spende die Suppenküche der Johanniter, wo Kindern oftmals die einzige Mahlzeit des Tages gereicht wird.

Seit dem Bestehen der Frauengemeinschaft beteiligt sich diese selbstverständlich aktiv am Geschehen in der Pfarrgemeinde. So wurden stets Maiandachten oder Betstunden von den Frauen gestaltet. Seit Oktober 1995 findet jeden ersten Dienstag im Monat das Morgengebet der Frauenge­meinschaft statt, zu dem nicht nur Mitglieder herzlich willkommen sind. Auch nach nun fast zehn Jahren hat dieser Wortgottesdienst nicht an Inte­resse verloren. Frau Marianne Schmitt opferte so manche Stunde, um diese Gottesdienste vorzubereiten. Im Anschluß findet dann immer ein gemeinsames Frühstück im Pfarrheim statt. Nach 5 Jahren schrieb eine Morgengebetbesucherin folgenden Text:

5 Jahre Morgengebet , 60 mal Vorbereitungen treffen.

Es muß ja alles zusammen passen. Die Texte, die Lieder, die Fürbitten. Damit nicht genug, es muß ja alles geschrieben werden. Das kostet Zeit und Geduld. Ich kann mich nicht erinnern, das mich einmal ein Text gelangweilt hätte. Er gab mir immer etwas zu denken oder gab mir etwas tröstliches. Andere sammeln alte Töpfe oder Briefmarken, Christa sammelt Gebete, die sie hier oft beim Morgengebet oder bei der Wallfahrt betet oder beten lässt. Nicht genug mit dem Beten, das Frühstück kommt ja auch noch dazu. Es stehen nicht nur Brötchen oder der Belag auf dem Tisch, es ist immer ein mit Liebe gedeckter Tisch mit der passenden Dekoration. Die dies alles vorbereiten haben Verpflichtungen und sind immer da. Wir versäumen ab und zu das Morgengebet, weil wir wieder einmal etwas Wichtigeres vorhaben. Wir können uns das ja leisten und denken nicht daran, wieviel Zeit die Frauen für uns geopfert haben. Für dies alles will ich, stellvertretend aller Morgengebet besucher, danken. Wir freuen uns auf die nächsten 5 Jahre Morgengebet und natürlich auf das Frühstück.

Das Schmücken des Maialtares ist seit vielen Jahren eine Aufgabe der Frauengemeinschaft, die sie mit Freude übernommen hat. So findet dann gleich zu Beginn des Marienmonats eine Maiandacht statt und im Anschluß daran wird im Pfarrheim in gemütlicher Runde mit Singen und Ratespielen bei einem Gläschen Bowle gefeiert. Bei den Ratespielen wird dann die vereinseigene Maikönigin ermittelt. Erstmals in der Geschichte der Frauengemeinschaft konnte 2004 ein Mann die Maikönigswürde erringen. Es war natürlich der einzige männliche Gast des Abends, Präses Dr. Johannes Meyer.

Doch bereits im Mai 1998 fand noch unter Präses Pastor Klaus Birtel ein besonderer Maiabend statt, konnte man doch auf 25 Jahre nach der Vereinsgründung zurückschauen. Dieser Abend wurde natürlich mit einer ganz besonderen Maiandacht begonnen. Hierzu war ein Vereinsgebet erstellt worden in dem sich die Gemeinschaft unter den besonderen Schutz der Gottes Mutter stellte. Bei einem gemeinsamen Abendessen, zu dem auch zahlreiche Gäste aus Dekanats- und Regionalvorständen eingeladen waren, feierte die Gemeinschaft diesen besonderen Tag. Die Mitglieder der ersten Stunde wurden hierbei besonders geehrt. Die Zahl der Mitglieder hatte zu diesem Zeitpunkt die 100 überschritten.

Meist im Juni startet die Frauengemeinschaft zu ihrem Jahresausflug. Hier führten die Ziele u.a. nach Aachen, Frankfurt mit Besichtigung des Flughafens und des Palmengartens, zum ZDF in Mainz, nach Arcen/NL mit seinen herrlichen Gartenanlagen, nach Fulda mit Dombesichtigung und historischer Altstadt, nach Limburg/NL mit einer unvergessen Maasfahrt und viele mehr. Stets war man bemüht, rechtzeitig Stadt- bzw. Domführungen usw. zu organisieren. Auch wird immer eine Möglichkeit gesucht, noch eine kurze Zeit für einen Einkaufsbummel zu bieten.

Im Monat September findet dann die Wallfahrt ebenfalls mit wechselnden Zielen statt.

Gerne besucht wird auch die Adventsfeier der Frauengemeinschaft, bei der entweder der Nikolaus einen Besuch abstattet, oder auch mal eine Vertretung schickt. Es wird immer ein recht gemütlicher Abend.

Doch gleich nach Weihnachten laufen die Vorbereitungen für Karneval auf vollen Touren. Denn an Weiberdonnerstag findet die Möhnesitzung der Frauengemeinschaft statt. Diese Sitzung ist weit über die Grenzen unseres Ortes hinaus bekannt. Eintrittskarten sind meist in kürzester Zeit im Vorverkauf vergriffen. Ein Zeichen, welcher Beliebtheit sich diese Veranstaltung erfreut.

Wünschenswert wäre, dass noch mehr junge Frauen Interesse an der Frauengemeinschaft finden, um mit neuen Vorstellungen und Ideen das Vereinsleben in einer der Gruppen zu bereichern und mitzugestalten.

Vorstände der Kath. Frauengemeinschaft Kripp

1973 1. Vorsitzende:
Cilly Hagen, 2. Vorsitzende: Barbara Wißkirchen, Kassiererin: Johanna Tempel,
          Schriftführerin: Marianne Möller, Beisitzer: Anneliese Grams, Marianne Bauer, Rita Probst, Maria Palous


1977
1. Vorsitzende: Ilse Seifert, 2. Vorsitzende: Carola Überbach, Kassiererin: Susi Schmittl,
          Schriftführerin: Johanna Tempel, Beisitzer: Bernadette Wahl


1981 1. Vorsitzende: Ilse Seifert, 2. Vorsitzende: Carola Überbach, Kassiererin: Susi Schmittl,
          Schriftführerin: Johanna Tempel, Beisitzer: Bernadette Wahl, Henny Bockshecker

1985 1. Vorsitzende: Johanna Tempel, 2. Vorsitzende: Cilli Iven, Kassiererin: Erika Arenzl,
          Schriftführerin: Christa Lenz, Beisitzer: Henny Bockshecker

1989 Vorstand komplett wiedergewählt

1993 1. Vorsitzende: Johanna Tempel, 2. Vorsitzende: Christa Laux, Kassiererin: Ulrike Laschet,
          Schriftführerin: Christa Lenz, Beisitzer: Heidi Möller

1995 1. Vorsitzende: Christa Laux, 2. Vorsitzende: Johanna Tempel, Kassiererin: Ulrike Laschet,
          Schriftführerin: Marianne Schmitt, Beisitzer: Sybille Überbach, Monika Brüssel

1999 1. Vorsitzende: Christa Laux, 2. Vorsitzende: Johanna Tempel, Kassiererin: Ulrike Laschet,
          Schriftführerin: Marianne Schmitt, Beisitzer: Monika Brüssel, Doris Plath, Hilla Schäfer

2002 Vorsitzende: Christa Laux, Margret Wolf, Heidi Krajewski,Kassiererin: Doris Plath,
          Schriftführerin: Monika Brüssel, Beisitzer: Vera blumenstraße, Renate Schladt, Hilla Schäfer

seit 2004 Der bisherige Vorstand fungiert als Teamvorstand

Präses: Dechant Friedhelm Hammes, Pastor Klaus Birtel, Dechant Johannes-Georg Meyer, zwischenzeitlich die jeweiligen Vikare