Karneval 1958-1964

 
Motto 1958: Lass mer uns noch was freuen, se kütt, die Erdbeersteuer

      

Prinzenpaar 1958 Walter II (Delord) und Renate (Kriegskorte)  Willi Krebs und links Sitzungspräsident Helmut Schmidt  

 


1958 das erste Tanzcorps des Kripper Karnevals.


 
                      

Auf der Sitzung musste der Schuster Bürgermeister Josef       Tanzpaar 1958   Marlies Betzing und Hans Friedrich Überbach
Syberz den Stiefel eines der Mädchen der Prinzengarde
reparieren. Der Absatz war beim Tanzen abgebrochen.


 
Motto 1959: All Jecke stonn om Kopp. beim Karneval onn Hulla Hopp



1959 Prinzenpaar Klaus I. und Else (Hirsch) 
Links Sitzungspräsident Hans Klock,
rechts Herr Syberz mit dem Proklamationsstempel und Willi Krebs



 


1959: Hulla Hupp Tanz auf der Sitzung: Willi, Ludwig und Walter


 


Büttenredner Willi


 

Motto 1960: Aus ist der Traum vom Bad, die Zukunft gehört der Gartenstadt.



1960: Prinz Josef I (Roenneper) und Prinzessin Paula (Rüth)


 


Die erste uniformierte Prinzengarde der Karnevalsgesellschaft


 
Motto 1961: Zehn Jahre Kripper Fente



1961 Prinz Mathias I (Foehr) und Prinzessin Elfie (Ulrich)
Links Sitzungspräsident Hans Klock




Motto 1962: Kripper Fernsehen Jahresschau 



1962 Prinz Helmuth und Prinzessin Marianne (Schmitt)

                                                                                       Sitzung 1962 in der Presse

Im Saal "Rhein-Ahr" veranstaltete die Karnevalsgesellschaft "Kreppe Fente" vor fast 400 Besucher die Prunk und Proklamationssitzung als "Kripper Fernseh-Jahresschau. Bei zahlreichen guten Darbietungen erhielt die Damen-Prinzengarde unter Leitung von Christel Schumacher den größten Beifall. Das neue Prinzenpaar, Prinz Helmut I. und Prinzessin Marianne I (Ehepaar Schmitt) wurden stürmisch gefeiert.

Nach der Ansage von frau Else Hirsch zog der Elferrat als "Aufnahmestab" in das Kripper Filmstudio auf der von Friedel Valentin ausgezeichnet hergerichteten Bühne. Mit herzlichen worten begrüßte Sitzungspräsident Hans Klock die Besucher, und Helmut Schmitt ging in seinem Protokoll auf die einzelnen Elferratsmitglieder ein.

Friedel Valentin erhielt bereits für seinen Einleitungsvortrag, womit er Übertragungen des Fernsehens kritisch beleuchtete, die erste Rakete des Abends. Ausgezeichnet führte sich auch der junge Karnevalist Helmut Blumenstein als "Schwarzarbeiter" ein.
Eine besondere Note brachte wieder Marita Lenz mit ihrer Tanzvorführung in die Sitzung. Der Fernsehreporter Paul Hartmann wusste aus dem lokalen Geschehen Interessantes zu berichten. Als "zurückgestellte Schulkinder" kamen Helmut schmitt und Günter Möller gut an.

Die schmucke Prinzengarde erhielt vor der Pause für den Tanz "Petersburger Schlittenfahrt" und später für den "Radetzkymarsch" stärksten Beifall. Eine Rakete gab es auch für die "Kripper Dorfschwalben", besetzt mit Friedel Valentin, Hans Klock, Ludwig Rüth und Heinz Überbach. Volker Schmidt kam als Radfahrer in einer originellen Art. Altkarnevalist Willy Krebs gefiel als "Sportler des Jahres". Günter Möller strapazierte als "Paragraph 51" wieder die Lachmuskeln der besucher. Ihm folgten noch Gerd Deusen als "Entlaufener Sträfling" und der "Laternenmann" Hans Klock.

Nach der Verabschiedung des bewährten Prinzenpaares, Matthias I. (Föhr) und Elfi I. (Ulrich), wartete man gespannt auf den Einzug des neuen Herrschers.



Prinz Helmuth mit den Prinzenorden in Empfang
Auf dem Boden sitzt der Hoeppendizz Walter Schmitt


Als dann Prinz Helmut I. und Marianne I. mit Elferrat, Stadtsoldaten und Prinzengarde einzogen, gab es stürmischen Beifall. Das Paar wurde von dem KG Vorsitzenden Günter Möller mit lustigen Worten proklamiert. Das Tanzpaar Gertrud Überbach und Wilfried Schmitz, die Stadtsoldaten unter der Leitung von Paul Hartmann und die Prinzengarde traten zu Ehren von Prinz und Prinzessin an.

Es gab Orden und Raketen für den Protektor der Prinzengarde, Peter Gummersbach, den neuen Chef der Kripper Dampfwäscherei, Georg Herres, und die Hofschneider August Betzing und Kornelius Seifert. Es war eine saubere Karnevalssitzung, die von urwüchsigem Humor und den lokalen Begebenheiten des vergangenen Jahres getragen wurde.




Motto 1963: Manege frei, der Narretei 



1963 Prinz Fred I. mit seiner Prinzessin Renate (Dahm)
Proklamationsrede hält Günther Moeller und rechts vom Prinzen der Boss
der Stadtsoldaten Josef Schumacher
Auf dem Boden sitzt der Hofnarr Heinz Schmitz



 


Prinzengarde beim Prinzentanz


 1964 Die Bühne war hervorragend von Friedel Valentin als “Fentebus” entworfen und von den Bünenbauern Josef Schumacher und Hans Tempel hergerichtet worden.

Der Sturm der Begeisterung setzte schon ein, als der Elferrat und die Korps einzogen und Präsident Hans Klock auf seine bewährte lustige Art die Grußworte schmetterte und alle zur Reise einlud. Das vorjährige Prinzenpaar Fred und Renate Dahm holte sich zum Abschied noch einmal Beifallsbekundungen und wurde dankerfüllt wieder in den zivilen Lebensstand versetzt. Friedel Valentin war der richtige Mann, um als Büttenredner Reiseerlebnisse zum Besten zu geben und dem Abend die Note zu geben.

Horst Krebs als junger Nachwuchsredner hatte als Bäckerjunge ebenso Lacherfolg wie der Taxifahrer Stiehm. Das Gesangstrio Hans Klock, Friedel Valentin und Friedhelm Weigel besang eine lustige Reise, Helmut Blumenstein war ein fröhlicher Bub, Helmut Schmitt hatte als Urlauber gut in lokale Ecken geschaut und Willi Krebs senior konnte als moderne, vorwitzige Raumpflegerin manches Pikante erzählen.

Tünnes und Schäl sind nun einmal am Rhein zu Hause, so auch in Kripp durch Helmut Blumenstein und Volker Schmitt. Paul Hartmann hatte als Bus-Chauffeur an diesem reiselustigen abend allerhand Kapriolen erlebt und Günter Möller war mal wieder als Schütze Bumm eine Nummer für sich. Noch einmal kamen die drei Sänger mit lokalen Sächelchen. Jedem wurde der Beifall des begeisterten Volkes gespendet.

 
Motto 1964: Für jeden Narr ein Hochgenuss, eine Reise mem Fentebus.



1964 Einmarsch von Prinz Wilhelm I. (Hoffmann) und Prinzessin Rita (Becker)
Der Dekorationshintergrund für den Elferrat war der Fentebus.
Ganz rechts Stadtsoldat Paul Hempel.


Der Uhrzeiger war schon weit nach Mitternacht vorgerückt, als der Höhepunkt des Abends kam, die Prinzenproklamation.

Jubelnd begrüßt stellte Präsident Hans Klock die neue Tollität, Prinz Willi (Hoffmann) und seine Tochter Rita (Becker) als Prinzessin vor. Bezirksvorsteher und Beigeordneter Josef Syberz fand die treffenden Worte für den um das öffentliche Leben in Feuerwehr und Gesang verdienten Prinzen und übergab ihm den Schlüssel des Ortes.Als Protokollchef verlas Günter Möller die närrische Proklamation, eugen Jüssen gratulierte dem Prinzen, der aktiver Sänger und Kreisvorsitzender des Sängerkreises



 Die schmucke weibliche Prinzengarde tanzte unter Leitung von Christel Schumacher, das Stadtsoldatencorps hatte mit Paul Hartmann strammes Exerzieren vorgestellt.
Der Heimersheimer Prinz Peter Risch kam mit Gefolge zu Besuch und wurde herzlich besucht, und der MGV “Rheinperle” hob unter Stabführung von dirigent Konstantin Hilgers das neue Heimatlied von Hans Klock erfolgreich aus der Taufe. Die Worte waren gut gewählt, so im letzten Vers:

Ruft dich mal deine Arbeitspflicht
hin in ein fernes Land,
vergiss nicht deinen Heimatort,
wo deine Wiege stand.
Trittst du dann in den Ruhestand
und kehrst nach Kripp zurück,
verleb noch schöne Jahre hier,
das wär dein schönstes Glück”

                                                                                                                        (Hans Klock, Kripp, Januar 1964)


 
    

1964:
Der jüngste Büttenredner
der KG Horst Krebs mit
13 Jahren, hier als der Bäckerjunge, vorgestellt von Sitzungspräsident Günther Moeller

 

1964: Die Kripper Hofnarren auf einer Reise mit dem Fentebus
Von links: Willi Krebs, Friedel Valentin, Josef Schumacher, Willi Hoffmann Ganz rechts zu sehen ist Phillip Bauer. Der mit der Sonnenbrille ist vermutlich Eugen Betzing.