Presse


 
 Blick Aktuell vom 03/06/2005
Eine intensive Vorbereitung auf die 300-Jahrfeier von Kripp erleben derzeit auch die Kripper Kindergartenkinder. Unter dem Motto "Handwerker, Bauern und Zigeunerschar - leben in Kripp wie vor 300 Jahr" bereiten die Erzieherinnen der beiden Kindergärten, des katholischen Kindergartens Johannes-Nepomuk und des städtischen Kindergartens "Pusteblume", die Kinder auf dieses große Ereignis vor, das Kripp vom 17. bis zum 19. Juni feiert.
(interne Anmerkung: einen detaillierten Bericht über den Kripper Kindergarten "Pusteblume" gibt es im "Kripper Kurier" hier auf dieser Homepage)

 
 vom 06/06/2005 .......... begeht Kripp seinen 300. Geburtstag. Die Feierlichkeiten im Festzelt in der Ortsmitte beginnen am Freitag, 17. Juni, um 19.30 Uhr mit einem Festkommers. Um 21.30 Uhr findet auf dem Platz in der Ortsmitte ein Großer Zapfenstreich statt. Danach geht's im Festzelt weiter. Nach dem Festkommers spielt die Blaskapelle Fidelio Brohl zum Tanz auf. Am Samstag, 18. Juni, geht's ganz sportlich weiter. Die Organisatoren haben einen Wettbewerb im Treideln am Rheinufer vorbereitet. Treideln wie es früher war, können Besucher um 15 Uhr erleben. Danach geht's wieder im Festzelt hoch her. Nach dem ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, findet von 11 Uhr bis 18 Uhr ein Handwerkermarkt auf dem alten Schulhof in Kripp statt.

  vom 02/06/2005

Kripp 18./19. Juni. 300 Jahre Kripp - Historisches Treideln auf dem Rhein Samstag.
Handwerker- und Schlemmermarkt Sonntag Weitere infos unter www.kripp.de.

  vom 9/06/2005

Kripp feiert 300. Geburtstag
Vom 17. bis 19. Juni steht der Rheinort im Zeichen des Jubiläums

KRIPP. 300 Jahre Kripp - wenn das kein Grund zum Feiern ist. Von Freitag, 17. Juni, bis Sonntag, 19. Juni, ist der Rheinort geprägt von Festivitäten. Mit einem Festkommers im Zelt beginnen die Feierlichkeiten am Freitag ............

 
 vom 15/06/2005

Treideln am Rhein und ein Großer Zapfenstreich FESTAKT Kripp ist 300 Jahre alt REMAGEN-KRIPP. Der Hafenort Kripp feiert von Freitag bis Sonntag, 17. bis 19. Juni sein 300-jähriges Bestehen. Das Fest beginnt am Freitagabend mit den Festansprachen und dem Festkommers.
Die Blaskapelle "Fidelio" Brohl und der Kirchenchor "Cäcilia" Kripp umrahmen den Abend musikalisch. Humorvolle "Kripper Verzällscher" lockern das Programm auf, bei dem  ..........

 
 vom 17/06/2005

Drei Tage volles Programm in Kripp
Remagener Stadtteil feiert sein 300-jähriges Bestehen - Großer Zapfenstreich zum Auftakt
KRIPP. 300 Jahre Kripp. Das gibt an diesem Wochenende den gut 3000 Einwohnern des kleinen Ortes am Rhein viel mehr als nur Grund für ein Drei-Tage-Jubiläumsfest.

 Blick Aktuell vom 17/06/2005

  300-Jahr-Feier in Kripp Ein volles Programm zum Jubiläum
Kripp. Vom 17. Juni bis 19. Juni findet in Kripp die Feier zum 300jährigen Bestehen des Ortes statt. Begonnen wird das Fest am Freitagabend mit einem Festkommers im Festzelt, bei dem der Schirmherr der Veranstaltung, Herr Bürgermeister Herbert Georgi, die Festansprache halten wird. Musikalisch umrahmt wird der Abend von der Blaskapelle "Fidelio Brohl" und einem Vortrag des Kirchenchores "Cäcilia Kripp". Humorvolle "Kripper Verzällsche" lockern das Programm auf, das für die Aufführung des "Großen Zapfenstreiches" auf dem Ortsmittenplatz zwischendurch unterbrochen wird. Danach erfolgt der Auftritt der Kripper "Magic Dancers". Nach dem offiziellen Ende des Festaktes spielt die Blasmusik zum Tanz und zur Unterhaltung auf. Samstagsnachmittags sind die Feierlichkeiten zunächst am Rheinufer zwischen der Fähre und der Quellenstraße. Dort findet ein Vereinswettkampf statt, bei dem ein beladener Eisennachen mit Muskelkraft rheinaufwärts getreidelt werden muss. Eine besondere Vorführung erfolgt um 15 Uhr. Mit Pferden wird dann ein historischer Aalschocker rheinaufwärts getreidelt. Nach einem Festzug erfolgt ab 19 Uhr das weitere Programm des Tages wieder im Festzelt und auf dem Alten Schulhof. Ein bunter Abend mit Showeinlagen verschiedener Kripper Vereine, der Schul- und Kindergartenkinder und des Bauchredners Jens Meyers wird umrahmt von der Tanzmusik der Kapelle "Peanuts". Sonntags findet in der katholischen Pfarrkirche um 10.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Um 11 Uhr öffnet in der südlichen Mittelstraße ein Handwerkermarkt, bei dem Kripper Betriebe und andere Anbieter von nah und fern sich vorstellen. Neben einer Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte erfolgt auch eine Traktorenschau. Auch eine internationale Schlemmerküche wird eingerichtet und im Festzelt ein Kuchenbuffer angeboten. Auf dem Ortsmittenplatz wird ein buntes Rahmenprogramm dargeboten, bevor die Veranstaltung um 18 Uhr mit einem Open Air Konzert mit der Band "Room to Move" endet. Der Ausschuss bittet alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Häuser zum Fest zu schmücken. Über viele Gäste aus dem Ort und aus anderen Gemeinden würden sich die Veranstalter sehr freuen.


  Kripper eröffneten mit einem großem Zapfenstreich die 300-Jahr-Feier des Stadtteils
Ein großer Zapfenstreich auf dem Dorfplatz krönte gestern Abend um 21.30 Uhr die feierliche Eröffnung der 300-Jahr-Feier von Kripp. Hunderte Menschen strömten zur Eröffnung der Feierlichkeiten auf den Ortsmittenplatz ........

   vom 18/06/2005 Unbeugsame Germanen" feiern Geburtstag

JUBILÄUM Festkommers und Zapfenstreich zum Auftakt von 300 Jahre Kripp.

Heute geht es mit dem Treideln weiter. Morgen ist Handwerksmarkt

REMAGEN-KRIPP. "Kripp als jüngster Stadtteil von Remagen ist auch nach 300 Jahren ein junger und dynamischer Ort geblieben, der sich aber auch der Tradition eng verbunden fühlt", sagte Landrat Jürgen Pföhler. Und auch Herbert Georgi sprach als von der Bedeutung des Hafenorts, in dem er seit seiner Wahl zum Bürgermeister von Remagen mit der Familie ein neues Zuhause gefunden hat. Zusammen mit vielen anderen waren die beiden Politiker gestern Abend gekommen, um einen besonderen Geburtstag zu feiern: 300 Jahre Kripp.

Im Festzelt in der Ortsmitte eröffneten sie mit einem Festkommers die Feierlichkeiten. Und das durchaus auf sehr launige Weise. "Es ist das Jahr 2005. Ganz Germanien ist von Römern besetzt, doch es gibt noch einen weißen Fleck auf der Landkarte, wo ein aufmüpfiges Völkchen unbeugsamer Germanen lebt und ihrem Präfekten Georgius Maximus Widerstand leistet", berichtete etwa Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer in Asterix und Obelix-Manier.

Auch Gaius Phölerus, in anderen Worten der Landrat, fand neben Remagens Bürgermeister Erwähnung in seinem Vortrag. Und ausdrücklich dankte Hammer Jürgen Blüher, der sein Vorgänger im Amt war und den Vorsitz über den Traditionsverein, der für die Feierlichkeiten verantwortlich zeichnet, übernommen hatte.

Die Redner blickten zurück auf "drei Jahrhunderte gelebte Dorfgeschichte", so Pföhler. Er zitierte eine Eingabe des damaligen Remagener Stadtrates an die Landesregierung in Düsseldorf zu Beginn des 18. Jahrhunderts, wonach Kripp ein "höchst verdächtiger Ort, in dem hoch verbotenes Kartenspiel betrieben wird" sei. Immer wieder war auch vom Fährbetrieb in Kripp die Rede und vom Treideln, das als Wettkampf der starken Männer am heutigen Samstag wiederbelebt wird, während morgen ein Handwerkermarkt an alte Kunstfertigkeiten erinnert. Jede Menge "Kripper Verzählche" hatte Helma Laux zum Amüsement ihres Publikums zur Festeröffnung parat, und mit Musik unterhielten die Blaskapelle Fidelio Brohl, der Kirchenchor Cäcilia Kripp und das Fanfarencorps der Karnevalsgesellschaft Kripper Fente. Beim Großen Zapfenstreich präsentierten sich außerdem der Spielmannszug Rheinklänge Remagen und die Feuerwehren und die Ortsvereine von Kripp. "In Kripp besteht eine lebendige und unermüdliche Dorfgemeinschaft, von der sich sehr beeindruckt bin. Rund 20 Vereine und deren Mitglieder gestalten das dörfliche Leben aktiv mit", hatte schon der Landrat zuvor gesagt. Und nach dem Zapfenstreich trugen dann auch noch weitere Vereine, wie die "Magic Dancers" mit ihren Darbietungen zur abendlichen Unterhaltung bei.
(Andrea Simons)

  300-Jahrfeier in Kripp Blick Aktuell vom 25/06/2005

Vereine ließen das Treideln wieder aufleben

... und gaben vor fast 2000 Zuschauern und bei hochsommerlichen Temperaturen ihr Bestes. Die alte Tradition der Kripper Treidelschifffahrt ließen die Organisatoren der Kripper 300-Jahrfeier am Samstag bei strahlend blauem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen wieder aufleben. Fast 2000 Zuschauer waren gekommen, um sich das traditionelle Spektakel anzusehen. Die Organisatoren, die neben Kaffee und zig Kuchen auch für herzhafte Genüsse und kalte Getränke gesorgt hatten, hatten alle Mühe und alle Hände voll zu tun, um Nachschub heranzuschaffen, denn mit soviel Gästen und soviel Begeisterung hatten sie einfach nicht gerechnet. Den Auftakt zum historischen Geschehen an der Rheinpromenade gegenüber dem romantischen Linz machten die Vereine mit einem Treidelwettbewerb. Die Moderation oblag Helmut Blumenstein, der das Geschehen auf dem Rhein von erhöhter Position fest im Blick hatte. Einen Probelauf zum Treideln lieferten die Mannen der Feuerwehr. Es galt zwei Ballen Stroh, 20 Ziegelsteine und zwei Fässer auf ein vorbereitetes Boot zu laden. Ein Teilnehmer stieg dann auf das beladene Boot, um es zu steuern und fünf Teilnehmer zogen das Boot an einem Seil rund 150 Meter entlang der Rheinpromenade. In der Nähe des Kripper Ahrmündungsufer angekommen, musste das Boot wieder entladen und die Ladung an den Ursprungsort zurückgekarrt werden. Nach dem Probelauf der Feuerwehr gingen mit den Stadtsoldaten/Prinzengarde, der Betriebsmannschaft von Vito Irmen, dem amtierenden Prinzenpaar mit Hofstaat, den Kripper Jugendtrainern des SVK, einem Team der Anwohner des Veilchenweges, den Kripper Fente, der Kripper Ententanzgruppe, der aktiven Junggesellenmannschaft und dem inaktiven Junggesellenteam neun Mannschaften an den Start. Alle Mannschaften wurden von den Zuschauermengen lautstark angefeuert und es herrschte beste Stimmung an der Kripper Rheinpromenade. Auch die vorbeifahrenden Schiffsbesatzungen staunten nicht schlecht ob des Spektakels am Kripper Rheinufer. Für den nötigen Sicherheitsabstand zur Schifffahrt und das Zurückbringen des getreidelten Bootes an den Start sorgten Feuerwehrleute mit Einsatzbooten.Ein noch tolleres Spektakel kam anschließend, als der 1919 gebaute historische Aalschocker "Aranka", der immerhin 28 Tonnen schwer war, von den beiden Kaltblütern Rosi und Luisa die gleiche Strecke getreidelt wurde, wie vorher der leichte Kahn mit fünf Menschen. Die Moderation dieses Events lag an Dieter Breuer, der eine Menge von der historischen Treidelei in Kripp zu erzählen wusste. Noch bis in den frühen Abend feierten die Menschen am Rhein die Renaissance der Kripper Treidelschifffahrt, der Haupteinnahmequelle der ersten Kripper Bürgerscharen.

   vom 21/06/2005

300-JAHR-FEIER Kripper Vereine messen sich zum Traditionsfest im Treideln.

Zwei kräftige Kaltblüter ziehen den Aalschocker "Aranka" rheinaufwärts. Festzug durch den Fährort

Von Andrea Simons

REMAGEN-KRIPP. Tauschen wollte keiner. Wie schwer es ihre Vorfahren am Rhein hatten, erfuhren die Kripper am Samstag am eigenen Leibe. Zur 300-Jahr-Feier von Kripp maßen sich mehrere Ortsvereine in der Betätigung, die die Entwicklung des Hafenortes begründete, im Treideln. Eigentlich wurden im 17. und 18. Jahrhundert schwer beladene Schiffe vom Ufer aus mit Pferden flussaufwärts gezogen und dort, wo sie eine Futterkrippe fanden, entstand später Kripp. Doch zum Geburtstag übten sich die Bewohner erstmals selbst als Zugpferde, wie Moderator Helmut Blumenstein immer wieder scherzte.

Dabei brachten viele Akteure unter der Anstrengung erstmal nur mühsam ein Lächeln zustande. Ein schweres Fass im Nacken, ein weiteres vor der Brust, zwei Strohballen auf einer Schubkarre und 20 Ziegel auf einer anderen schleppten die sechs Mitglieder eines Teams vom Startpunkt aus zu einem Eisennachen am Ufer. Den beluden sie mit den Gütern, die allesamt etwas mit Kripp zu tun haben, da dort unter anderem einst Wein angebaut und in Fässern gelagert wurde und auch in Kripp gebrannte Ziegelsteine in alle Welt gingen. Dann war der rund 400 Kilogramm schwere Nachen mit Last rund 150 Meter weit an einem Seil am Ufer entlang zu ziehen. Fünf Männer stemmten sich gegen die Strömung und gegen das Gewicht am anderen Seilende. Der sechste versuchte, am Ruder des Nachens zu vermeiden, dass das Gefährt in zu flaches Gewässer und auf Land geriet.

Nach der Landung musste die Ladung gelöscht und wieder zum Ausgangspunkt zurückgebracht werden. Das gelang bei rund 30 Grad Hitze in der prallen Sonne und auf Zeit oft nur unter Auferbietung der letzten Kräfte. Mit den Worten "heftig" und "Hammer" oder einfach wort- und atemlos fielen die Wett-Treidler schließlich ins Gras und wollten nur eins: "Was zu trinken und unsere Zeit wissen."

Die Feuerwehrkameraden hatten zuvor sämtlichen Teams vorgemacht, wie es geht, denn geübt werden konnte und durfte im Vorfeld nicht. Noch eine kurze Strategiebesprechung - lieber die Fässer tragen oder besser auf die Karre damit? - und dann waren die Ortsvereine an der Reihe, von denen der Junggesellenverein und der Sportverein Kripp jeweils gleich zwei der acht Mannschaften stellten: "Hopp, hopp", riefen die vielen Zuschauer auf der Rheinwiese zwischen Fähranleger und Quellenstraße Stadtsoldaten und Garde des SV Kripp zu. Drei Minuten und 34 Sekunden legten sie vor. Das Team der Firma Vito Irmen konnte sie ebensowenig schlagen wie das Karnevalisten-Team mit Prinzessin Uschi Junge am Ruder und ihrem Prinz Helmut und dem Hofstaat "am Seil".

Der Jubel bei den Jugendtrainern des SV Kripp währte nur kurz, wurden sie doch gleich von der nächsten Mannschaft, den inaktiven Junggesellen, geschlagen. "Das ist härter als 90 Minuten Fußball. So schwer hatten wir uns das nicht vorgestellt", kommentierten die Sportler. Fünf Kripper Fente zogen da schon ganz schräg~liegend an einem Strang und arbeiteten sich durch den tiefen und rutschigen Kies und das Wasser am Ufer. Es reichte nicht. Aber die letzten beiden Mannschaften am Start wurden die ersten: Die Ententanz-Gruppe in jamaikanischen Fußballtrikots setzte sich noch vor die inaktiven Junggesellen. Und die aktiven Junggesellen, zugleich die altersmäßig jüngste Mannschaft, machte das Rennen. Zwei Minuten 56 Sekunden stoppte Frank Hille vom Festausschuss für den deutlichen Sieger, der sich den von Christoph Nies gestalteten Messing-Pokal in Form des Kripper Wasserturms sicherte.

"Damit dürft ihr euch nicht nur erster offizieller Treidelmeister, sondern sogar Weltrekordler im Treideln nennen", verhieß Blumenstein. Rekordverdächtig und ein prächtiger Anblick zudem war auch das historische Treideln mit zwei Pferden am Rheinufer.

"Bis sich im 19. Jahrhundert die Dampfschifffahrt verbreitete, haben manchmal 20 Pferde an die 120 Tonnen getreidelt", erklärte Dirk Breuer vom Festausschuss über das Mikrofon, nachdem Salutschüsse vom Feuerwehrschiff aus das Ereignis angekündigt hatten. Wie vor 300 Jahren waren es Kaltblüter, die den rund zehn Meter langen Aalschocker des Kur- und Verkehrsvereins Bad Honnef rheinaufwärts bewegten. Und Rosie und Luisa schnaubten ganz schön unter der Zuglast der "Aranka". Am 50-Meter-Seil standen die Nurika- und die Alt-Oldenburger-Stute beinah mit dem Hinterteil zum Fluss und quer zum Ufer, damit der Aalschocker nicht abdriftete. Der Kies unter ihren stampfenden Hufen flog auf, und manchmal gewährte ihnen ihr Besitzer und Führer Wilfried Kaspers eine kleine Verschnaufpause, denn schließlich waren sie solche Anstrengungen nicht gewöhnt und das unbefestigte Ufer kein haltgebender Treidelpfad.

Dann hörte man die Trommeln und Trompeten des Fanfarenzugs der Karnevalsgesellschaft, der nicht nur das Spektakel am Rheinufer untermalte, sondern auch den Festzug anführte, der anschließend mit rund 200 in alter Tracht gekleideten Kindern und Erwachsenen der beiden Kripper Kindergärten und der Grundschule zum Festzelt in der Ortsmitte führt. Dort sorgten Bauchredner Jens Meyers, die Peanuts, die "Magic Dancers" und die Band "Room to move" um die Kripper Frontfrau Daniela Nies am Samstag und Sonntag für Stimmung.

Beim Handwerkermarkt am Sonntag war außerdem buntes Treiben in den Straßen angesagt an 50 Ständen mit Vorführungen von Webern, Schmieden, Drechslern und Friseuren, einer Traktorenausstellung, Einlagen der Gruppe "Musical for you" und einer internationalen Schlemmerküche mit Kreationen aus 13 Nationen von Griechenland bis Portugal.


  vom 20.06.2005
Renaissance der Treidelschiffer300-Jahr-Feier in Kripp: Fest mit Liebe für Details lockte die Besucher

Am Rheinufer lebten die alten Zeiten wieder auf Die Geschichte ihres Dorfes, das Handwerk im Wandel der Zeit und die Tradition der Treidelschifffahrt kehrten am Wochenende zur 300-Jahr-Feier von Kripp an den Rhein zurück. In historischen Kostümen und mit unglaublichem Eifer erinnerten alle Kripper Vereine an "gute alte Zeiten" - bis zum Umfallen.

KRIPP. Acht Mannschaften waren zum ersten Sonnentag der 300-Jahr-Feier von Kripp angetreten, das historische Treideln am Rhein und einen Treidelwettbewerb der "Pädsknecht" zu zelebrieren.

Beinah alles war wie damals im 19. Jahrhundert, bevor die Dampfschifffahrt die für Mensch und Tier harte und gefährliche Arbeit übernahm. Luisa und Rosi, zwei mächtige Kaltblüter hingen "im Ham" auf dem alten Leinpfad. "Päddswääch" nennen die Rheinländer in Erinnerung an den Leinpfad eine lange schlechte Strecke, die kein Ende nehmen will.

Gleich neben diesen Wegen entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts Treidelstationen wie die in Kripp. Sie sollten den Schiffern die Fahrzeiten verkürzen, indem sie stets ausgeruhte Pferde bereit stellten, um die Schiffe stromaufwärts zu ziehen. Eine harte Arbeit für die "Päädsknächt", die die Kaltblüter führten. Denn waren die Wege aufgeweicht oder bei Hochwasser überschwemmt, rutschten die Pferde immer wieder aus. Oder sie drohten in den Strom gezogen zu werden, wenn bei schwierigen Strömungsverhältnissen oder durch Unachtsamkeit des Steuermanns das Schiff vom Ufer zur Strommitte getrieben wurde. Zur Rettung von Pferd und "Pädsdriever" hielten die Beile oder Messer bereit, um die bis zu zwei Zoll dicken Taue kappen zu können. Die harte Arbeit war ein guter Nebenverdienst der Bauern am Rhein. 1849 kostete ein Treidelpferd für eine Fahrt von Holland nach Neuss 16 Taler Ziehlohn.

Aber die Arbeit war eben auch schweißtreibend, was die "Treidelknechte" von Kripp am Samstag bei 30 Grad Hitze bewiesen. Einen mit 400 Kilo Fracht beladenen Nachen zogen sie im Wettbewerb 150 Meter stromaufwärts. Die Aktivenmannschaft des Junggesellenvereins schaffte die Strecke in zwei Minuten und 56 Sekunden. Die Ententanzgruppe folgte mit 3 Minuten 20. Ausgerechnet die Sportler unter den Vereinen hielten den Strapazen unter der Sonne nicht Stand. Die Jugendtrainer der Sportclubs klappten angesichts der Strapazen zusammen.

Auch Rosi und Luisa hatten ihre liebe Not, den 1919 gebauten und 28 Tonnen schweren Aalschokker "Aranka" durch den tiefen Kies zu ziehen. Eine Augenweide war das von dem Bad Honnefer Fiedhelm Berg liebevoll restaurierte Schiff.

Eine Augenweide waren auch die großen und kleinen Kripper, die in historischen Kostümen für das Fest warben, das gestern mit einem Handwerkermarkt und einer Riesen-Fete mit der Kripper Erfolgsband "Room to move" zu Ende ging.
Sylvia Mintgen

   vom 21.06.2005

Als Publikumsmagnet erwiesen sich beim Handwerkermarkt in Kripp auch die historischen Haushaltsgeräte, die Helmut Schuld ausstellte.


  300-Jahrfeier in Kripp  Blick Aktuell vom 25/06/2005

Handwerkermarkt als Sahnehäubchen

Die Besucher konnten bei herrlichem Wetter in aller Ruhe stöbern.Kripp. Kaum war der zweite Festabend am Samstag verklungen, zog es die Veranstalter und Kripper am Sonntagmorgen wieder hin in die Ortsmitte. Nach einer gemeinsam besuchten Festmesse setzten die Organisatoren der Kripper 300-Jahrfeier mit einem wunderschönen Handwerkermarkt bei strahlendem Sonnenschein der rundum gelungenen Festlichkeit mit tollen Events wirklich das Sahnehäubchen auf.

Schon am frühen Mittag zogen Menschenscharen durch den Ort und bewunderten die historische und auch die aktuelle Handwerkskunst. Mit dem Spruch "Ihr scheint ja wirklich den Papst in der Tasche zu haben" auf das tolle Gelingen und das herrliche Wetter angesprochen, zückte der Vorsitzende des Traditionsverein, Jürgen Blüher, tatsächlich aus der Hemdbrusttasche das Konterfei des obersten Kirchenherrn und zeigte sich mehr als begeistert vom guten Gelingen der 300-Jahrfeier und von den vielen, vielen Gästen, die mit der Kripper Bürgerschaft feierten.

Auch Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer war einfach nur restlos begeistert, ebenso wie der stellvertretende Ortsvorsteher Helmut Kremer, der meinte: "Mit soviel Gästen hätten wir nie gerechnet. Die Organisatoren hatten immer wieder alle Mühe für Nachschub zu sorgen". Es sei einfach super gewesen.

Viel zu sehen hatten die Gäste dann auch beim Handwerkermarkt. In historischen Kostümen präsentierten sich die Bäder- und Kräuterfrau, die Feen aus dem Feenreich, die Kinder, die Anhänger verkauften, und viele, viele mehr. Zu sehen war jede Menge Handwerkskunst. Ob Möbel Boes mit Tipps und Tricks aus der Möbelschreinerei, das Friseurgeschäft Hammer mit Kinderschminken, Make-up-Präsentationen oder schnell kreierte topmodische Frisuren, ob die Münzmeisterei mit der historischen Gedenkprägung oder die Drechslerei Ueberbach, die es 70 Jahre in Kripp gegeben hat, ob die Kunstschmiede aus Maria Laach, die Korbflechterei oder die Holzbrennerei, ob die Holzschnitzerei oder das Weben am original Webstuhl - die Vielfalt der dargebotenen Handwerke war überwältigend. Großen Anklang fand natürlich auch die Schlemmerecke, in der es Spezialitäten aus zahlreichen Landen zu genießen gab. Große Beachtung fanden aber auch die historische Trecker und Motorräder und die historischen Haushaltsgeräte. Ein farbenprächtiger Anblick waren die Blumenkreationen aus dem Hause Schittko. Zu sehen waren natürlich auch alte Kripper Feldziegel, sowie eine Ausstellung zur Kripper Treidelschifffahrt. Ob Schmuck, Keramik- oder Tonarbeiten, ob aktuelle Glaskunst, Imkerprodukte oder handgestrickte Jacken, alles fand dankbare Bewunderer und auch Abnehmer.

Und in der Kripper Ortsmitte konnte dann nach einem Rundgang über den Handwerkermarkt mit den Kripper Vereinen und Bürger so richtig gefeiert werden. Für die kulinarischen Genüsse und für ein Unterhaltungsprogramm war auf dem Ortsmittenplatz wieder bestens gesorgt. Und so zeigten die Kripper wieder einmal mehr, wie man ein hervorragendes Fest, das sicher nicht vergessen wird, mit Gemeinsamkeit bestens organisiert und durchführt.

  vom 21.06.2005

Ganz Kripp auf den Beinen Initiatoren der 300-Jahr-Feier sind zufrieden: Erfolg ist der schönste Lohn

KRIPP. Die Kripper haben sich ins Zeug gelegt. Man wird dort noch lange sprechen über eine 300-Jahr-Feier, die von einem Handwerkermarkt gekrönt wurde. Beim Helferessen gestern Abend ließ Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer drei Tage des Erfolgs Revue passieren.

"Toll, super, gigantisch. Alles hat gut geklappt, viele Kripper haben sich eingebracht. Ich bin begeistert, wie alles Hand in Hand lief, wie ganz Kripp auf den Beinen war und sämtliche Vereine gemeinsam für die gute Sache schafften", schwärmte Hammer. Auch der historische Handwerkermarkt am Sonntag gestaltete sich als "toller Erfolg." Origineller Treffpunkt war das Zelt der "Quacksalber", wie man im Mittelalter häufig die Vertreter der Medizin nannte. Die "Doctores Karin Klein und Alexander Schreiber" boten mit den "Knochenflickern" Thomas und Simone Pöhn "Therapien von anno dazumal" und vermittelten gleichzeitig höchst interessante Tipps für die homöopathische Behandlung zu Hause. Mit der Kraft der Steine wollte das "Feenreich" Gutes tun. Begeistert über das "Flair" äußerte sich Leopold aus Karlsruhe, der mit historischen Papierspielwaren beeindruckte: "Dieser Markt ist wirklich toll. Man spürt die unglaubliche Mühe, die die Kripper sich gemacht haben."

Alles hatten sie zusammengetragen. Historisches Haushaltsgerät, Werkzeug, einen uralten Erntewagen und sogar eine Kripper Feldbrand-Ziegelei. Es gab Korbflechtereien, Hobbykeramiker, Ideen aus Holz- Und es gab eine hervorragende internationale Küche. Die war so gut, dass schon um drei Uhr nichts mehr zu haben war. Die Kripper sind sich einig: "Der Erfolg ist unser schönster Lohn", sprach Heinz-Peter Hammer allen Beteilgten aus dem Herzen

  300-Jahrfeier in Kripp Blick Aktuell vom 25/06/2005

Festzug in historischen Gewändern

In historischen Gewändern zogen die Kripper durch die Straßen ihres Ortes zum Festzelt. Kaum war das große Spektakel des Treidelns an der Rheinpromenade vorbei und die Veranstalter hatten bereits alle Zelte wieder abgebrochen, sammelte sich an der Kripper Rheinpromenade das Kripper Volk zu einem tollen Festzug in historischen Kostümen. Ob die Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen in historischen und zu großen Teilen selbstgenähten Kostümen, die Schulkinder, die Kleinkinder mit ihren Eltern, alle zeigten Einigkeit und zogen gemeinsam zur Musik der Kripper Fente in das Festzelt auf dem Ortsmittenplatz, wo der zweite Festabend zur 300-Jahrfeier von Kripp ausgiebig gefeiert wurde. Im Festzelt lockte ein Tanzabend mit Showeinlagen und die Kinder der Kindergärten präsentierten dem gut gelaunten Publikum ihre fleißig einstudierten Volkstänze. Großen Beifall fand auch Bauchredner Jens Meyers und die "Peanuts" sorgten für stimmungsgeladene Musik. Doch nicht nur im Festzelt, sondern auf dem gesamten Ortsmittengelände knubbelten sich die Gäste regelrecht bei hochsommerlichen Temperaturen und genossen die dargebotenen gekühlten Getränke und die herzhaften Spezialitäten aus der Pfanne, vom Grill und aus der Fritteuse. Bis in die tiefe Nacht feierten die Kripper Bürgern mit zahlreichen Gästen aus den umliegenden Ortschaften den zweiten Festabend.

  vom 23/06/2005  Ziemlich planlose Planung
                                                         Sylvia Mintgen zum Mammut-Festwochenende in Remagen

Da gibt es 365 Tage im Jahr und 52 Wochenenden. Aber ausgerechnet am vergangenen starten gleich zwei Großveranstaltungen in Remagen. Wird wieder einmal von Remagener Seite aus das Kripp (Vor-)Urteil genährt, hier kämpfe David gegen Goliath. Allerdings ohne Erfolg. Der Termin der 300-Jahr-Feier von Kripp war schon seit zwei Jahren bekannt. Und trotzdem: "Die Franzosen konnten nur dieses Wochenende", entschuldigte am Samstag Marc Bors, Wirtschaftsförderer der Stadt, die Termin-Panne und hinterließ einige Skepsis. "Da hat einer gepennt", sagte nämlich ein anderer Insider der Stadtverwaltung. Sei"s drum. Der Kripper Ortsvorsteher nahm es angesichts des Erfolgs der 300 Jahr-Feier von Kripp gelassen. "Wir wollen jetzt nicht mehr nachkarten", wehrte er weiteres Öl im Feuer ab. Trotzdem: Sie wirkt schon ein wenig grotesk, so ne planlose Planung. Da wünscht man manchem einen besseren Überblick.

 
 Blick Aktuell vom 25/06/2005
Kripp. Heinrich und Helma Laux sowie Michael Tempel haben für die 300-Jahrfeier von Kripp in gemeinsamer, akribischer Arbeit eine Fotoausstellung vorbereitet. Diese sicherlich für alle Kripper Bürgerinnen und Bürger sehr interessante Ausstellung kann ab Freitag, 17. Juni, ab 15 Uhr im Gasthaus Rhein-Ahr besichtigt werden. Neben dem Wasserturm und dem ersten Haus von Kripp sind zahlreiche Bilder mit Kripper Originalen und sehr alte
Motivbilder zu sehen.

     Blick Aktuell vom 02/07/2005

Helma Laux unterhielt mit Kripper Verzällcher.Kripp. Einen überwältigenden Zuspruch fand am Wochenende die 300-Jahrfeier von Kripp. Mit soviel Gästen an drei Feiertagen hatten selbst die Organisatoren, der Traditionsverein um Vorsitzenden Jürgen Blüher, in dem zahlreiche Kripper Vereine vertreten sind, nicht gerechnet.

Knubbelvoll war das Festzelt bereits am Freitagabend beim offiziellen Festkommers, der von Helmut Kremer moderiert wurde. Den Auftakt machten musikalisch die Musiker der Blaskapelle Fidelio Brohl, bevor Jürgen Blüher die Gäste begrüßte. Der besondere Gruß galt dem Schirmherrn und Kripper Bürger Bürgermeister Herbert Georgi, den Landtagsabgeordneten, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, dem Kripper Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer und den Ortsvorstehern der anderen Remagener Ortsteile, den Stadtrats- und Ortsbeiratsmitgliedern, dem ehemaligen Kripper Ortsvorsteher Christian Iven, der die Geschicke des Ortes maßgeblich mitgeprägt hat, Pfarrer Udo Grub und Dechant Dr. Johannes Meyer, den ehemaligen Kripper Vikaren Clemens Hombach und Hermann Engel, dem Domvikar und Kripper Jung Stefan Wahl, sowie den Ortsvereinen, die sich maßgeblich an der Planung, Organisation und Durchführung der 300-Jahrfeier beteiligt haben. Ein besonderer Leckerbissen für die Gäste waren die Kripper Verzällche, die Helma Laux dem stimmungsgeladenen Publikum nahebrachte. Immer wieder brachen die Gäste bei den Anekötchen von anno tubak in schallendes Gelächter aus. Laux lieferte herrlich lockere Einlagen beim offiziellen Festakt. Landrat Dr. Jürgen Pföhler lobte den inzwischen 3000 Seelen zählenden Ort und den Zusammenhalt in Bürgerschaft und Vereinen. Als nur ein Beispiel unter vielen für die enorme Tatkraft und den Zusammenhalt der Kripper nannte Pföhler den Bau der Hochwassernotkapelle. Auch die Feierlichkeiten zur 300-Jahrfeier würden zeigen, dass das Ehrenamt und der Gemeinsinn in Kripp großgeschrieben werde. Pföhler dankte der lebendigen und unermüdlichen Dorfgemeinschaft mit ihren rund 20 Vereinen dafür, dass sie aus ihrem Ort einen lebens- und liebenswerten Ort machen. Zum Abschluss überreichte er als Geburtstagsgeschenk einen Baum nebst Urkunde an Ortsvorsteher Hammer.

Hammer seinerseits ließ in seiner Ansprache Asterix und Obelix aufleben und beschrieb Georgius Maximus (Bürgermeister Georgi) und Gaius Phölerus (Landrat Pföhler) die Kripper als ein aufmüpfiges Völkchen unbeugsamer Germanen.

Mit viel Humor gespickt war auch die Rede des Schirmherrn und Kripper Bürgers Bürgermeister Herbert Georgi. Auch der Schirmherr lobte den großen Zusammenhalt des selbstbewussten Kripper Völkchens, dessen Ortsleben maßgeblich durch die 16 Vereine mit ihren 1494 Mitgliedern geprägt sei. Das im gegenseitigen Verhältnis zwischen der sogenannten Kernstadt und Kripp größte Sensibilität und ausgeprägtes Fingerspitzengefühl angesagt sei, habe seine Ursache auch schon im Jahre 1705, als die ersten Bewohner vom Kripp vom Landesherren 30 Jahre Steuerfreiheit zugesagt bekamen. Die Kripper hätten diese Steuerfreiheit auch auf die städtischen Abgaben bezogen, was wiederum den Remagenern wenig gefallen habe, denn Kripp sei damals kein eigener Stadtteil, sondern ein zu Remagen gehörender Flecken gewesen. Nach einem Rückblick auf die Kripper Vergangenheit warf Georgi auch einen Blick in die Zukunft. Durch das Zusammenwachsen der Kernstadt mit Kripp durch die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Remagen-Süd sei sichergestellt, dass Kripp ein lebendiger Stadtteil bleibe. Der Dank von Georgi galt dem Organisationsteam mit Jürgen Blüher, Helmut Kremer, Dieter Breuer, Ingo Wolf und Heinz-Peter Hammer an der Spitze, sowie Dr. Peter Ockenfels, der mit viel Liebe zum Detail die Festschrift gestaltet habe. "Kripp ist eine starke Gemeinschaft. Darauf kann man für die Zukunft bauen", betonte der Stadtchef abschließend.

Musikalische Einlagen lieferten neben Fidelio Brohl der Kripper Kirchenchor Cäcilia und das Fanfarenkorps der KG Kripper Fente, bevor das Ortsjubiläum mit dem "Großen Zapfenstreich", musiziert durch Fidelio Brohl und den Spielmannszug Rheinklänge Remagen, einen festlichen Anstrich bekam. Mit Tanz und Musik feierten die Kripper, bei einer tänzerischen Einlage der Magic Dancers des Sportverein Kripp, bis in den Morgen den Beginn der Ortsjubiläumsfeierlichkeiten.

  Großer Andrang kam überraschend (vom 9.7.2005)

Kripp. Eine Woche nach der 300 Jahr-Feier wurde die erfolgreiche Bilderausstellung geschlossen. Mit dem Ansturm der "Alten Kripper" hatte niemand gerechnet. Zu sehen waren Bilder vom Hochwasser 1922, 1926 und 1947, die alte Ziegelei, Schul- und Kindergartenbilder, die Gründer der Freiwilligen Feuerwehr, Schützenkönige des Schützenvereins und des Junggesellenvereins, der alte Turnverein, Sportverein, Kirchenchor, Männerchor und Knabenchor, alte Gebäude und viele mehr. Großes Interesse fanden die Totenzettel der Gefallenen im Zweiten Weltkrieg. Helma Laux hatte in der Brieftasche ihres Vaters den Totenzettel von Friedrich Breuer gefunden, der 1916 im Ersten Weltkrieg gefallen ist.

Es wird allen gedankt, die viele Bilder für die Ausstellung zur Verfügung stellten, vor allem der Familie Schremmer, die den Saal für die Ausstellung kostenlos zur Verfügung stellte sowie Michael Tempel und Heinrich Laux, die auch die Knochenarbeit tun mussten.

   Kripp. 16.Juli 2005 Hunderte Kripper Bürger feierten bei strahlendem Sonnenschein am vergangenen Wochenende das 300-jährige Bestehen ihrer Gemeinde. Auch die Junge Union Remagen war dabei, indem sie am Samstag unentgeltlich durch den Verkauf von Pommes Frittes, Currywurst und Co. für das leibliche Wohl der Besucher sorgte.



Trotz des anfänglich großen Andranges gelang es Manuela Mayer, Adrian Niessen, Anna-Maria Jonen und Marc-Philipp Gronau den großen Hunger der Kripper Bürger und der auswärtigen Gäste zu stillen. Bis in die Nacht waren die jungen Leute der JU Remagen damit beschäftigt, zum guten Gelingen der "300-Jahr-Feier" beizutragen. Pressemitteilung Junge Union Remagen

 
 Kripp 16.Juli 2005

Es war ein wirklich einmaliges Wochenende in Kripp. Alle Bürgerinnen und Bürger waren auf den Beinen. Es galt 300 Jahre Kripp zu feiern. Mitgefeiert hat auch der Tambourcorps Kripp des Junggesellenvereins, das schon seit über 50 Jahren mit seiner Musik die Bevölkerung des Ortes erfreut. Während die Erwachsenen gespannt auf den Rhein schauten und ihre Teams beim Vereinstreideln anfeuerten, kümmerte sich der Tambourcorps um die kleinen Gäste. Er hatte bunte Luftballons mit Helium gefüllt und verteilte sie an die Kinder. Diese freuten sich riesig über die farbige Pracht.
 
 Neben den Ballons verteilte der Tambourcorps auf der 300 Jahr Feier Einladungen zum "Tag der offenen Tür" des Tambourcorps am 11. September im Pfarrheim Kripp. An diesem Sonntag wird das Tambourcorps allen Krippern die Möglichkeit geben, das Corps etwas besser kennen zu lernen. Neben Getränken und Essen wird man auch einige Überraschungen für Groß und Klein vorbereiten. In Gesprächen mit den Spielleuten kann man sicherlich einige interessante Geschichten und Anekdötchen über das Tambourcorps erfahren. Der Tambourcorps Kripp, unter der Leitung des stellv. Tambourmajors Rudi Lange, freut sich jedenfalls schon sehr darauf, mit seinen Gästen ein paar lustige Stunden im Pfarrheim bei hoffentlich genauso gutem Wetter wie bei der 300 Jahrfeier zu verbringen

  Kripp. 23.Juli 2005.
Die 300-Jahr-Feier des Ortes Kripp war ein voller Erfolg. Dieses Resümee zogen jetzt die Vorstandsmitglieder des eigens für die Feier gegründeten Ausschusses "300 Jahre Kripp". Dies lag sicherlich an dem guten Wetter, aber auch an der großen Bereitschaft zur Mithilfe von vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus dem Ort und von außerhalb. Der Ausschussvorsitzende Jürgen Blüher dankt daher allen Helferinnen und Helfern, die zum guten Gelingen des Festes beigetragen haben. Ein ebenso herzlicher Dank geht an die Ausschussmitglieder, die in einer Zeit von fast drei Jahren das Fest vorbereitet und damit zum guten Gelingen einen erheblichen Anteil beigetragen haben. Besonders danken die Organisatoren aber allen Besuchern und Besucherinnen des Festes. Ohne sie wären die Feierlichkeiten nicht zu dem geworden, was sie letztendlich waren. Die Kripper haben mit diesem Fest den Ort überregional bekannt gemacht und bewiesen, dass eine gute Ortsgemeinschaft einiges bewegen kann. Dies sah auch der Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer so, der ebenfalls allen Beteiligten und allen Gästen herzlich dankte.

  Kripp 9.Dezember 2005
Beeindruckendes KonzerterlebnisVivaldi-Messe anlässlich des 300-jährigen Bestehens des Remagener Stadtteils begeisterte ZuhörerREMAGEN. Premiere in der Pfarrkirche St. Nepomuk in Remagen-Kripp: Zum ersten Mal seit mindestens 20 Jahren wurde dort ein geistliches Festkonzert mit Solisten, Chor und Orchester aufgeführt. Anlass für den organisatorischen wie finanziellen Kraftakt bot das 300-jährige Bestehen des heutigen Fährenorts.

Treibende Kraft war die neue Kirchenmusikerin der kleinen Gemeinde, Jutta Wendel. Neben dem "unermüdlichen Engagement und der hartnäckigen Probenarbeit" seiner Chorleiterin lobte Chorvorsitzender Oswald Illigen auch die übrigen Mitwirkenden, denen auch hier unbedingt die Ehre vollständiger Erwähnung gebühren muss: Paul Becker spielte klangsicher die "Sonate g-moll" von Jean Baptiste Loeillet, der aus Kripp stammende Tenor Horst Schäfer sang andachtsvoll das "Domine Deus" von Franz von Suppé sowie das "Santa Maria" von Pietro Mascagni. Kerstin Hövel, ein "Kripper Mädchen", das inzwischen Musik auf Lehramt in Köln studiert, sang - neben ihren Messe-Soli mit Chor und Orchester - mit schmelzendem Sopran das "Christkind" von Peter Cornelius sowie das "Ave Maria" von César Franck. Diese beiden Klassiker der romantischen Weihnachtsgesänge wurden ebenso wie die übrigen Instrumentalbeiträge von Michael Schmitz am Klavier sicher und sensibel begleitet.

Hauptstück des Konzerts in der übervollen Pfarrkirche war jedoch eine D-Dur-Messe von Antonio Vivaldi, die in einer von Friedrich Limbacher eingerichteten Fassung zur Aufführung gelangte. Ein strahlendes Kyrie, untermalt von temperamentvollen Streicherfiguren des "Bonner Bachorchesters", wirkte als gesungener Jubel mit dem Untertext: "Endlich ist es soweit, und wir führen unser so lange geprobtes Stück auf".

Der Kirchenchor Kripp war für dieses Konzert durch Unterstützung aus zwei weiteren von Jutta Wendel geleiteten Chören auf eine stattliche Zahl von Sängerinnen und Sängern angewachsen: Deutlich mehr als siebzig Mitwirkende boten einen bemerkenswert ausgewogenen Gesamtklang, wobei es den Gastsängern vom Apollinarischor und vom Jungen Chor Remagen zugute kam, dass sie die Vivaldi-Messe sowie "Psalm 150" von César Franck bereits in Remagen aufgeführt hatten.

Kerstin Hövels Solo "Agnus Dei" wurde von Claudia Bergmann, Flöte, und Stephan Harffen, Cembalo, begleitet. Ein heiteres, fast übermütiges "Gloria", das zwei Mal in verschiedener Form eingebettete "Agnus Dei", das dialogische "Sanctus" sowie der hymnische "Psalm 150" vollendeten eine erstaunliche Chor- und Instrumentalleistung, die man in einem kleinen Ort wie Kripp nicht erwartet hätte. Die begeisterten Besucher bedankten sich für das erhebende Konzerterlebnis mit minutenlangen stehenden Ovationen und bekamen als Zugabe eine Wiederholung des Vivaldi-"Gloria" mit auf den Heimweg.

  Kripp Februar 2006  von Anne Lambertsen

Kripp ist ein Stadtteil von Remagen und liegt am Rhein. Zu dessen 300. Geburtstag ließen die Einwohner in diesem Jahr noch einmal die Tradition der Treidelschifffahrt aufleben. Einen mit 400 Kilo Fracht beladenen alten Nachen zogen Pferde, geführt von Treidelknechten, den Rhein stromaufwärts. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts schleppte man so die Schiffe, die Dampfschifffahrt verdrängte den Berufsstand der Treidler

Das Wahrzeichen von Kripp ist der Wasserturm von 1904. Er ist schon seit dreißig Jahren nicht mehr in Betrieb. Was viele Kripper bedauern, der Turm ist heute nicht mehr so gut aus der Ferne zu sehen wie früher, denn seine Spitze war marode und musste abgenommen werden.

                                                                 

Kripp war früher ein beliebter Kurort und durfte sich "Bad Kripp" nennen. 1926 wurde in dem Remagener Stadtteil durch Zufall die Marie-Louisen Quelle mit ihrem mineralhaltigen Heilwasser entdeckt. Daraufhin funktionierten die Kripper ihr "Rheinschlösschen" in ein Kurhaus mit Trinkhalle um. .
Auch der Saunapionier Dr. Karsten unterhielt ein Sanatorium im Ort. Der Mediziner eröffnete 1937 eine der ersten Saunen Deutschlands in Kripp. Einige Jahre später gründete er den deutschen Saunabund.

                                                          

Von den glanzvollen Zeiten des Kurortes ist heute wenig zu sehen - einige Ruinen gibt es noch - sie gelten als "Schandflecke" des Ortes.

Ein Schmuckstück hingegen ist die alte Kapelle "Johannes Nepomuk". Vor fast vierzig Jahren rettete Jeannette Rübbert mit ihrem Ehemann Fritz das Gotteshaus aus dem 18. Jahrhundert vor dem Abriss. Viel Arbeit, Zeit und Geld steckten sie in die Restaurierung - eine Entscheidung über die sich Jeannette Rübbert noch heute freut.


 Juli 2006 Kripper Kurier

Kripper Traditionsverein überreicht Spende

Groß war die Freude vor wenigen Tagen im Katholischen Pfarrheim in Kripp über großzügige Spenden des Kripper Traditionsvereins um Vorsitzenden Jürgen Blüher an die Kindergärten in Kripp und die Katholische Altenbegegnung. Vor rund einem Jahr war von der Bevölkerung unter der Beteiligung von allen Vereinen das 300-jährige Bestehen des Ortes Kripp mit einem riesigen mehrtägigen Fest in der Ortsmitte und dem einzigartigen Treideln mit zwei Pferden am Rheinufer gefeiert worden.

Die Festlichkeiten waren von Michael Funk, Markus Rüben und Heinz-Herbert Rüben gefilmt und anschließend zu einem fertigen Film zusammen geschnitten worden.
Weiterhin hatte Herbert Franzen die vielen damals aufgenommenen Fotografien geordnet und eine einzigartige Bildersammlung erstellt. Diese und auch den Film hat er auf je einer CD gebrannt. Diese wurde dann anschließend unter der Organisation von Dieter Breuer und Ingo Wolf mit der Unterstützung des Geschäftes "Presse am Turm" an interessierte Bürgerinnen und Bürger verkauft.
Da alle Beteiligten an der DVD die Arbeiten kostenlos erbracht hatten, konnte ein Verkaufserlös von 810 Euro erzielt werden. Dieser Erlös wurde dann vom Traditionsverein Kripp auf 900 Euro aufgestockt. Ziel war es von vornherein, mit dem Verkaufserlös soziale Einrichtungen in Kripp zu unterstützen. Der Vorstand des Traditionsvereins hat von daher beschlossen, den jüngsten und ältesten Bewohnern des Heimatortes eine Freude zu machen. Im katholischen Pfarrheim konnten somit Jürgen Blüher und Dieter Breuer an die Leiterinnen der Kindergärten Sankt Johannes Nepomuk und Pusteblume, Hubertine Klein und Brunhilde Franke und an Helma Laux von der katholischen Altenbewegung jeweils 300 Euro als Spende übergeben. "Wir wissen, dass sie das Geld gut gebrauchen können", betonte Blüher.
Der Dank der Kinder und Senioren ist dem Traditionsverein für diese großzügige Spende sicher.