Events und Fotos

 Treideln auf dem Rhein anlässlich der 300 Jahrfeier von Kripp am 18.06.05

Ein beladener Eisenkahn wird von 4 Menschen Fluss aufwärts gezogen bzw. getreidelt. Das Ladegut besteht aus Gegenständen, die im engen Bezug zu Kripp stehen.

Ziegelsteine Durch die Lehmvorkommen in Kripp stellte die Ziegelsteinherstellung über 150 Jahre (1800 bis 1959) eine der wichtigsten Einnahmequellen und Arbeitsplätze von Kripp dar.

Strohballen Das Gebiet zwischen Breisig, Bodendorf, Remagen und dem Rhein trägt auf Grund seines guten und fruchtbaren Bodens den Beinamen "Goldene Meile". Vor der Entstehung von Kripp hatten aus diesem Grund auch die Linzer Bürger ihre Äcker und Felder in der Gemarkung von Kripp.

Weinfässer Bereits um 755 gab es Weinanbau im Ahrmündungsbereich. Die Flächen lagen vermutlich in erster Linie zwischen Batterieweg und Sandweg sowie oberhalb des Badenackers. Nach den vorliegenden Unterlagen ist davon auszugehen, dass nach der Vernichtung der Weinflächen in 1891 durch die Reblaus kein größere Weinbau in Kripp mehr betrieben wurde.

Das Ladegut wird mit einer zur damaligen Zeit üblichen Schürreskar ans Ufer gebracht, dort in den Kahn verladen. Eine Person befindet sich als Steuermann im Kahn, 4 Personen ziehen / treideln den beladenen Kahn über eine Strecke von ca. 150m Fluss aufwärts. Dort wird der Kahn wieder entladen und das Ladegut mit einer Schürreskar an einen festgelegten Ort am Ufer gebracht.

 Historische Treideln um ca. 15:00 Uhr

Ein Schiff, in diesem Fall der Aaschokker "Aranka" (Länge 16m, Gewicht 28to, kein eigener Antrieb), wird von 4 Pferden ca. 250m Fluss aufwärts gezogen bzw. getreidelt. Auf dem Schiff befindet sich neben dem Steuermann, Schiffjungen die mit Staken verhindern, dass das Schiff zu weit in den Uferbereich gelangt und dort auf Grund aufläuft. Die Pferde werden geführt durch den Halfen.
Selbstverständlich muss die ganze Durchführung des Treideln abgesichert sein. Die Absicherung wird durch die örtliche und städtische Freiwillige Feuerwehr mit deren Booten sowie der Wasserschutzpolizei sichergestellt.


                                  

 Anmerkungen

Die Vorbereitungen für das historische Treideln laufen schon seit Monaten. Im August 2004 wurde nach langem Suchen, mit dem Aalschokker "Aranka" ein geeignetes Schiff gefunden. Das Schiff gehört dem Kur- und Verkehrsverein Honnef und ist als Denkmal in NRW registriert. Es gab mehrere Klärungsgespräche - insbesondere deshalb, da der Aalschokker keinen eigenen Antrieb hat und somit erst nach Kripp geschleppt werden muss - mit Vertreter aus Honnef, Stadt Remagen, Fährgesellschaft und Feuerwehr
· 25.11.2004; Antrag an Wasserschifffahrtsamt (WSA) Bingen
· 16.03.2005; Genehmigung WSA Bingen : Schifffahrtspolizeiliche Erlaubnis zum Treideln
· 24.03.2005; Genehmigung WSA Köln : Schifffahrtspolizeiliche Erlaubnis zum Schleppen


 Begleitprogramm

Darstellung des Fischfangs im Rhein - Rheinsalm, in Kripp die Finte - mit "Schaluppe" (flacher Eisennachen, vorn Trapezförmig gestaltet) und einer "Trötsch" - ca. 1qm großes Köchernetz, das an einer langen Stange befestigt war. Die Stange lag auf einem Pfosten, der sich am Bug des Bootes befand. Der Fischer stand am Heck und konnte so das Netz über die Wippe unter Wasser tauchen und das Ruder des Bootes bedienen.
- Ausstellung der Rheinfähre Linz-Kripp GmbH
- Ausstellung eines privaten Schiffsmuseums
- Handwerkermarkt
- Fotoausstellung zu sehen auf der Homepage www.Geschichte-Kripp.de