Ortsprojekte Teil 4


Juli 2013 - Sommerfrische am Kripper  Fintenbrunnen




Fintefische beleben Brunnen in Kripp

Brunnenfest am Rheinufer

Der Bürger- und Heimatverein Kripp lud am vergangenen Samstag zum Brunnenfest am Rheinufer.

Aus dem Springbrunnen an der Kripper Fähre ist durch die Installation von drei Fintefischen aus Metallguss ein richtiges Schmuckstück geworden. Der Bildhauer Dieter Heuft aus Mendig hat die 1,20 Meter großen Fintefische gestaltet, die sich jetzt im Brunnen tummeln und in natura eine Größe von 40 bis 60 Zentimetern erreichen. Der Künstler ist in Kripp bekannt durch die Modellierung der beiden Schönstattschwestern vor der katholischen Pfarrkirche.
Vereinsvorsitzender Harry Sander begrüßte den Stadtbeigeordneten Dr. Finger, den stellvertretenden Ortsvorsteher Dieter Breuer und freute sich am 27. April mit vielen Festgästen über das gelungene Werk.
Spenden von Kreissparkasse und Volksbank sowie von weiteren Firmen und von anderen Spendern hatten dazu beigetragen, das Brunnenfisch-Projekt durchziehen zu können.



Der Bürger- und Heimatverein Kripp e.V. installierte den Brunnen 1973 unter dem damaligen Vorsitzenden Theo Kluth zur Verschönerung der Kripper Rheinpromenade. Irgendwann gab es die Idee, ihm durch gegossene Fintefische neuen Glanz zu verleihen. Das ist zum 40-jährigen Bestehen des Vereins 2012/13 nun auch geschehen.
Das Umfeld des Brunnens wurde umgestaltet, damit auch die Info-Stele einen schönen Platz findet und Gebrüder-Grimm-Rosen werden bald orange-gelb-rosa erblühen. In den Stadtrundgang der Stadt Remagen ist der Brunnen unter der Nummer 26 eingegliedert.
Mit der Installation wird an eine alte Kripper Tradition erinnert und das Bewusstsein für eine saubere Natur wachgehalten. Die Finte gibt es als Salz- und Süßwasserfisch, es handelt sich um eine Heringsart, die u.a. im nördlichen Atlantik und in der Nordsee vorkommt.
Zum Laichen schwimmen die Fische die Flüsse hinauf; die Ahrmündung ist dabei der südlichste bekannte Laichgrund am Rhein. In früheren Zeiten war dieses Ereignis ein willkommenes Zubrot für die Kripper Bevölkerung. Die Fintefische waren so zahlreich, dass nach der Überlieferung mit Körben und Kohlengabeln gefischt werden konnte.
Durch die Industrialisierung und die steigende Verschmutzung des Rheins im 20. Jahrhundert wurde die Kripper Finte erst ungenießbar und verschwand schließlich um 1935 ganz aus unserer Region.
Die Finte ist heute eine geschützte Fischart und vom Aussterben bedroht. Man weiß nicht, ob die Anstrengungen um saubere Gewässer ausreichen, um die Finte nach Kripp zurückkehren zu lassen. Im Volksmund ist jedenfalls der Begriff "Kripper Finte" für die Bewohner von Kripp erhalten.
Da man keine echten Finte mehr an die Angel bekommt, lud der Bürger- und Heimatverein Kripp die Kinder beim Brunnenfest zum lustigen Ballangelspiel ein, wobei kleine Preise auf die jungen Angler warteten. Bei leckeren Fischspezialitäten, Salaten und netter Unterhaltung vertrieben sich die Besucher des Fintefestes die Zeit und erfreuten sich am Anblick der Fintefische im munter plätschernden Springbrunnen.


Einweihung des Kripper Fintebrunnens am Samstag, den 27.April.2013


Der Bürger-und Heimatverein e.V. Kripp installierte 1973 unter dem damaligen Vorsitzenden Theo Kluth diesen Springbrunnen zur Verschönerung der Kripper Rheinpromenade. Rechtzeitig zum 40-jährigen Bestehen im Jahr 2013, verlieh der jetzige Vorstand unter dem Vorsitzenden Harry Sander dem Brunnen durch drei aus Metall gegossene Fintefische neuen Glanz. Hergestellt wurden diese von dem Bildhauer Dieter Heuft aus Mendig, der sich schon mit den Schönstatt- Schwestern vor der Kripper Kirche einen Namen hier im Ort gemacht hatten. Mit dieser Installation wird an eine alte Kripper Tradition erinnert und gleichzeitig das Bewusstsein für eine saubere Natur wachgehalten. Die Finte gibt es als Salz-u. Süßwasserfisch. Es handelt sich um eine Heringsart,die u.a im nördl. Atlantik und in der Nordsee verbreitet ist. Zum Laichen steigen die marinen Arten zwischen Mai und Juli die Flüsse hinauf. Die Ahrmündung ist dabei der südlichste bekannte Laichgrund am Rhein.



In früheren Zeiten war dieses Ereignis ein willkommenes Zubrot für die Kripper Bevölkerung. Die Finte war so zahlreich, dass nach der Überlieferung mit Körben und Kohlengabeln gefischt werden konnte. Durch die Industrialisierung und steigende Verschmutzung des Rheines im 20. Jhd. wurde die Kripper Finte erst ungenießbar und verschwand schließlich um 1935 ganz aus unserer Heimat. Die Finte ist heute allgemein eine geschützte Fischart und vom Aussterben bedroht. Ob die Finten mit Zunehmen des sauberen Rheinwassers nach Kripp zurückkehrt, steht in den Sternen. Geblieben ist im Volksmund der Begriff der „Kripper Finten“ für die Bewohner unseres Ortes Kripp am Rhein.  Nach dem offiziellen Teil der Einweihung wird dann auf den Rheinwiesen erstmals ein kleines Finte-Fest gefeiert, wo die Familie Jasmin Dolff die Gäste aufs Beste bewirtet. Hierzu sind alle recht herzlich willkommen.

 Umbau des zukünftigen Fintenbrunnens am Rhein




Mitte Januar 2013 begann der Umbau des Kripper Rheinbrunnens in Vorbereitung der Einweihung des Fintenbrunnen, die Mitte April stattfinden wird. Mithelfer waren der Städt.Bauhof , unser Vorstandsmitglied Ingo Gäb, Hans-Toni Haenscheid und Harry Sander. Die Basaltsteine sind von der Monteklamott.




Am Freitag,den 09.11.2012 habe ich mit Ingo Gäb und Hans Toni Haenscheid die Vorinstallation der Fintenfische im Brunnen vorgenommen. Die Umbaumaßnahmen um den Brunnen herum sollen auch noch in diesem Jahr erledigt werden.

Herstellung der Fintenfische fertiggestellt

Oktober 2012 Die 3 metallenen Fintenfische haben nunmehr ihren letzten Schliff bekommen und freuen sich, am Samstag, den 27.April 2013 um 14.oo Uhr ihre ersten Runden im Kripper Fintenbrunnen schwimmen zu dürfen.





Entwurf der Informationssäule fertiggestellt

August 2012 Die Informationssäule für den Kripper Fintenbrunnen wurde im Entwurf fertiggestellt. Der Text wurde zweisprachig gestaltet. Auf dem Touristenportal der Stadt Remagen wird der Fintenbrunnen die Nummer 25 erhalten.

                                                                                                   ... auf Bild klicken
 

Prototyp eines Fintefisches begutachtet

Brunnen an der Fähre wird verschönert

August 2012  Auf der Vorstandsitzung am 23.06.2012 wurde die Anordnung der Fintenschiffe für den Fintenbrunnen am Rhein vorgestellt. Die Untergestelle werden jetzt bei der Firma Vito Irmen angefertigt.


Die Computergrafik zeigt die Anordnung der 3 Fische in Bezug der Azimuth- und Elevationswinkel

  
Darstellung in der Draufsicht.                                 Die Befestigungsrahmen der Fische werden von der Firma Vito in V2A Stahl gearbeitet

Mai 2012 Das Bild unten zeigt einen Entwurf, wie der Fintenbrunnen im nächsten Jahr aussehen wird. Das Konzept wurde am 30.April dem Bürgermeister von Remagen, Herr Georgi, zur Genehmigung  vorgelegt. Es besteht von allen Seiten der Wunsch, dass sich der neue Fintenbrunnen als ein erkennendes Erinnerungsmal an eine traditionsreiche Zeit erinnern läßt.



April 2012 Dies ist einer der drei Fintenfische, noch als Prototyp aus Styropur, vorgestellt von Bildhauer Heuft



April 2012  Der Bürger- und Heimatverein Kripp traf sich mit Sponsoren zur Vorbereitung einer Aktion, die im nächsten Jahr die Verschönerung des Springbrunnens an der Kripper Fähre vorsieht.
Aus dem lustig plätschernden Brunnen soll ein „Fintenbrunnen“ werden, und dies durch die Installation von drei Fintefischen aus Metall. Der Bildhauer Dieter Heuft aus Mendig ist mit der Gestaltung beauftragt. Er ist in Kripp bekannt durch die Modellierung der beiden Schönstattschwestern vor der katholischen Pfarrkirche.
Jetzt hat der Bürger- und Heimatverein ihn erneut engagiert und er hatte zum Fototermin den ersten Prototyp eines Fintefisches aus Styropor dabei (Größe 1,20 Meter), der bei den Anwesenden gut ankam. In Natura werden Fintefische ca. 40 bis 60 Zentimeter groß.



Vereinsvorsitzender Harry Sander, der 2. Vorsitzende Theo Verdegen, Kassierin Elke Geil und die Beisitzer Marlene Fuchs und Arno Matuszak fanden das Modell ebenso ansehnlich wie die Vertreter von Kreissparkasse und Volksbank, die das Projekt mit jeweils 1000 Euro fördern. Auch der Geschäftsführer der Fa. Vito-Irmen GmbH & Co.KG, Ralf Heiligtag, war anwesend; zum wiederholten Mal ist sein Unternehmen bereit, den Bürger- und Heimatverein durch seine Werkstatt tatkräftig zu unterstützen. Dort werden demnächst kostenfrei die notwendigen Untergestelle für die Finteskulpturen hergestellt. Der Bürger- und Heimatverein freut sich auch über die Zusage einer Spende durch die RWE-Deutschland AG in Höhe von 500 Euro.
„Die Finanzierung der Fintefische ist dank zahlreicher kleiner und großer Spenden nun gesichert“, freute sich Sander. Eine Tafel mit erklärendem Text ist bei dem Brunnenprojekt auch schon fest eingeplant.
Der Bürger- und Heimatverein Kripp e.V. installierte den Brunnen 1973 zur Verschönerung der Kripper Rheinpromenade. Irgendwann gab es die Idee, ihm durch gegossene Fintefische neuen Glanz zu verleihen. Das soll zum 40jährigen Bestehen des Vereins 2012/13 nun auch geschehen.
Mit der Installation wird an eine alte Kripper Tradition erinnert und das Bewusstsein für eine saubere Natur wachgehalten. Die Finte gibt es als Salz- und Süßwasserfisch, es handelt sich um eine Heringsart, die u.a. im nördlichen Atlantik und in der Nordsee vorkommt.
Zum Laichen schwimmen die Fische die Flüsse hinauf; die Ahrmündung ist dabei der südlichste bekannte Laichgrund am Rhein.
In früheren Zeiten war dieses Ereignis ein willkommenes Zubrot für die Kripper Bevölkerung. Die Fintefische waren so zahlreich, dass nach der Überlieferung mit Körben und Kohlengabeln gefischt werden konnte.
Durch die Industrialisierung und die steigende Verschmutzung des Rheins im 20. Jahrhundert wurde die Kripper Finte erst ungenießbar und verschwand schließlich um 1935 ganz aus unserer Region.
Die Finte ist heute eine geschützte Fischart und vom Aussterben bedroht. Man weiß nicht, ob die Anstrengungen um saubere Gewässer ausreichen, um die Finte nach Kripp zurückkehren zu lassen. Im Volksmund ist jedenfalls der Begriff „Kripper Finte“ für die Bewohner von Kripp erhalten.
Alles dies ist Grund genug, um aus der Styropor-Form von Dieter Heuft drei mehrfach gegossene Metallfische herstellen zu lassen, die an die Finte erinnern werden. Zur Einweihung des verschönerten Brunnens ist im nächsten Jahr dann ein Fintenfest geplant.

Entwurf einer Texttafel

März 2012  Für den Fintenbrunnen machte Arno Ockenfels einen Textentwurf. Die Tafel soll ihren Standort auf einer Metallkonstruktion finden, versehen mit dem Kripper Wappen.


  


Fintenbrunnen in Kripp am Rhein

Juni 2011 Drei Fische, nwenn auch aus Metall, sollen künftig im Kripper Brunnen an der Rheinpromenade "schwimmen". Diese  sogenannten Fintenfische, die bis 1935 die Ahrmündung bevölkerten, kamen jedes Jahr vom Meer, genau bis Kripp, da sie das Futter und die Strömung der Ahr in ansprung nahmen. Wer behauptet, die Fische seien auch weiter den Rhein hochgezogen, der verwechselt diese Fische mit den Maifischen, deren Unterscheidung nicht ganz einfach war.

Der Ortsbeirat stimmte einem entsprechenden Antrag des Bürger- und Heimatvereins zu.

Je 1.20 Meter groß sollen die aus der Heringsfamilie stammenden Wasser Wasserbewohner sein, die rund um die sprudelnde Fontäne fest installiert werden sollen. Der Verein will einen Künstler mit den Arbeiten beauftragen, sobald auch der Remagener Stadtrat grünes Licht für die Verschönerungsmaßnahme gegeben hat.





 Infotafeln für den Treidelort Kripp

Am 5. Mai 2011 der Pressebericht aus den Remagener Nachrichten:

                                                            Infotafeln für Kripp

Am Freitag, 29. April, übergab Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer die neuen "Kripper Info-Tafeln" an die Stadt Remagen, vertreten durch den Beigeordneten Hans-Joachim Bergmann. Die feierliche Übergabe mit Mitgliedern des Bürger- und Heimatvereins, des Ortsbeirates Kripp und Ralf Heiligtag von der Fa. Vito-Irmen fand an einer der Tafeln an der Ecke Rheinallee/Quellenstraße statt. Weitere Standorte sind unter anderem an der Rheinfähre, am alten Kurhaus, auf der Wiese am neuen Boule-Platz, in der Ortsmitte und an der Ecke zum Ahrtal/Badenacker.



Es wurden sechs Info-Tafeln gefertigt und aufgestellt. Sie sind nicht nur Wegweiser für Bürger und Touristen, sie zeigen auch Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten an.

Da auf Werbung verzichtet wurde, sind die Tafeln langlebig und müssen nicht geändert werden. Bei Hochwasser können die Tafeln entfernt werden.

Konzept und Entwurf der Tafeln stammen von den 1. und 2. Vorsitzenden des Bürger- und Heimatvereins Harry Sander und Theo Verdegen sowie den Ortsbeiratmitgliedern Ruth Doemen und Herbert Höck. Das Material stellte die Stadt. Da Eigenleistung bei den Vereinen in Kripp groß geschrieben wird, wurde sie auch hier wieder praktiziert. 2/3 der Kosten konnten durch Eigenleistung abgedeckt werden. Die Metallständer der Tafeln wurden von dem Vereinsmitglied Jochen Rüth in der Werkstatt der Firma Vito-Irmen gefertigt. Unterstützung durch die Firma gab es schon bei manch anderem Projekt.

Ortsvorsteher Hans-Peter Hammer bedankte sich bei Jochen Rüth mit einem Jahrbuch von Kripp. Ralf Heiligtag und Harry Sander erhielten als Dank eine Plakette der Schwarzen Madonna.
[MvH]

Ansicht aller Infotafeln in Kripp

 
                                              Ortsmitte                                                                                           Wiese am Boule Platz


 
             Ecke Quellenstrasse ( Radweg von Sinzig kommend)                                          Fähre ( Fahradunterstellhäuschen)

 
     Ecke Altes Kurhaus ( Radweg Rhein von Remagen kommend)                                Ecke Badenacker/Zum Ahrtal( Bittkreuz) 

Die erste Tafel im November 2010

Nachdem die Idee schon einige Jahre besteht Infotafeln zu erstellen, auf denen man Werbung für unseren Ort mit seinen Sehenswürdigkeiten, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten macht, stellte sich der Bürger – und Heimatverein e.V. Kripp dieses
zur Aufgabe. Am 10.06.2010 legte der Verein den ersten Entwurf dem Ortsbeirat in seiner Sitzung vor. Hier wurde der Vorschlag für gut befunden und ein positiver Beschluss gefasst.
Nun konnte in Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat Kripp, eine Arbeitsgemeinschaft gebildet werden. Dieser gehörten der 1. und 2. Vorsitzende des Bürger – und Heimatvereins e.V. Kripp: Harry Sander und Theo Verdegen, nebst 2 Mitglieder aus dem
Ortsbeirat Kripp: Ruth Doemen und Herbert Höck, an.

       

Dieses Gremium hat nun an dem Entwurf gemeinschaftlich gearbeitet, bis alle weiteren Vorschläge zusammen passten.
Das Ergebnis dieser Arbeit wurde dann am 19.08.2010 in der Sitzung des Ortsbeirates wieder vorgestellt und fand dort eine breite Zustimmung, sodass die Tafeln für 6 Standorte von Theo Verdegen angefertigt werden konnten. Nun mussten noch geeignete Ständer und Gestelle hierfür geschaffen werden. Diese Aufgabe übernahm Vereinsmitglied Jochen Rüth und die Schlosserwerkstatt der Firma Vito-Irmen mit ihrem Werkstattleiter Bruno Walbröl. Der Firma Vito-Irmen mit ihrem Geschäftsführer Herrn Ralf Heiligtag vielen Dank für die Bereitstellung der Schlosserwerkstatt.
Jetzt mussten nur noch die richtigen Standorte gefunden werden, welche bei einem gemeinsamen Rundgang auch schnell ermittelt waren.
Am 10. November 2010 konnte die 1. Info-Tafel im Beisein von Ortsbeiratsmitgliedern, Vereinsmitgliedern, sowie der Presse auf dem Ortsmittenplatz aufgestellt werden.
Hier können jetzt die Fremden und auch die Bürger von Kripp sich über alles informieren. Die weiteren Standorte werden auf der Rheinallee von Remagen und Sinzig kommend, an der Fähre, auf der Wiese am Boule-Platz und im Badenacker
am Bittkreuz erstellt werden.

In der Presse erschien am 19.November folgender Bericht:

Überblick über den Ortsteil
Neue Info-Tafel auf dem Platz in der Ortsmitte von Krippweist auf Sehenswürdigkeiten, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten hin

Kripp. Auf die Sehenswürdigkeiten, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten in Kripp weist die neue Info-Tafel hin, die im Verlauf der letzten Tage auf dem Platz in der Ortsmitte aufgestellt worden ist. Der Bürger- und Heimatverein um Vorsitzenden Harry Sander und dessen Stellvertreter Theo Verdegen hatte sich über mehrere Wochen hinweg mit Planung und Entwurf der Hinweisschilder beschäftigt. In enger Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat, Ruth Doemen und Herbert Höck, wurden Ideen ausgetauscht und über den passenden Standort der vier weiteren Schilder nachgedacht. Diese sollen in den kommenden Wochen auf der Rheinallee von Remagen aus kommend, an der Fähre, auf der Wiese am Boule-Platz sowie in der Nähe des Bittkreuzes am Badenacker aufgestellt werden.



Die komplett ohne Werbung finanzierte Hinweistafel zeigt einen Überblick über den Ortsteil Kripp und lädt zum Besuch des Remagener Stadtteils ein. Von der Qualität der Arbeit überzeugte sich der Kripper Ortsbeirat um Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer im Vorfeld der jüngsten Ortsbeiratssitzung. Deren kurzes, aber überaus deutliche Urteil: Daumen hoch, weiter so




 Halfenaufstand

Nun wird das zusammengeführt, was zusammengehört.
Der Böller, die Schiffsschraube, der Anker und ein Dampfschiff aus Kripper Ziegelsteinen werden in einer Einheit zusammengefasst und stellen in ihrer Gesamtheit den Halfenaufstand aus dem Jahr 1848 dar.

Im Juni 2008 war es dann soweit. Die Darstellung des Halfenaufstandes war fertiggestellt durch die Einbindung von vier Elementen, welche die Mitarbeiter des Bürger- und Heimatvereins im Laufe der Zeit schon als Einzeldarstellung aufgebaut hatten.



Das Denkmal der Schiffschraube entstand im Jahre 2005 und wurde damals von Dieter Hoffmann und Willi Vogt in Holland abgeholt. Das Denkmal des Ankers entstand in den 90igern und war erst im Besitz des Niederlützingers Mittnacht. Herr Mittnacht kaufte damals einige Einzelteile eines holländischen Schiffes, welches zur Verschrottung im Hafen von Andernach lag. Diese Schiffsteile benutze er als Dekoration für sein Hausgrundstück. Der Anker aber passte nicht als Emblem in die Dekorationskulisse.
So machten sich Norbert Kolossa, Willi Vogt und Jürgen Blüher auf den Weg, diesen Anker zu erwerben. Für 150 DM kam er dann nach Kripp.
Das dritte Element, der Kripper Böller wurde früher bei kirchlichen Prozessionen genutzt. In den 50er Jahren stand dieser Böller auf einem kleinen Handwagen, der von Herrn Werner Schäfer gezogen wurde. Immer wenn die Prozession an einem Altar stehen blieb und der Pfarrer die Zeremonien einleitete, knallte der Böller dreimal.
Das vierte und letzte Element entstand nun 2008, als man diese drei Elemente so veretzte, dass sie die Handlung der damaligen Kripper gegen die Einführung der Dampfschiffe darstellte und diese drei Elemente mit Kripper Ziegel verband, wie auf den fotos zu sehen ist.

Eine Gedenktafel wurde beim Bau des Böllerdenkmals in den 90ern angefertigt. Das Ende der Treidelzeit wurde durch die Dampfschifffahrt eingeleitet. Dadurch brauchten die Schiffe nicht mehr mit Pferden gezogen werden. Viele Kripper verloren dadurch ihre Arbeit und beschossen die Dampfschiffe, um die Konkurenz loszuwerden.



Hier stehen der Böller, der Anker und die Schraube schon an ihrem neuen Platz. Zwischen Anker und Schraube wird noch ein Dampfschiff aus Kripper Ziegelsteien gebaut.
Die Darstellung ergibt dann das Sinnbild des Dampfschiffes, der von dem Böller beschossen wird und damit den Halfenaufstand aus dem Jahre 1848 versinnbildet.



Die Schraube wird von ihrem alten Platz entfernt und weiter unten platziert




Das gleiche geschieht mit dem Anker, unter Anleitung von Dieter Hofmann vom Bürger- und Heimatverein Kripp.


 Schönstadt-Schwestern

Juli 2010 Denkmal der Schönstattschwestern erstrahlt in neuem Licht

Illumination der Kripper Schönstattschwestern

Es ist noch kein Jahr her, als in der Ortsmitte von Kripp zwei steinerne Figuren der Schönstattschwestern enthüllt wurden. Jetzt erstrahlen sie in einem ganz neuen Glanz. Einige Mitglieder mit Ihrem Vorsitzenden des Kripper Bürger- und Heimatverein installierten zusätzlich eine Bodenlampe, damit das Denkmal auch im Dunkeln gut zur Geltung kommt. Hierzu musste erst eigens hierfür eine „E“-Zuleitung verlegt werden. Die fachmännische Anschließung des Bodenstrahlers erledigte Elektromeister Friedhelm Delord. Der Vorsitzende Harry Sander meinte dazu, dass der Winter mit seinen langen Abenden dazu den Ausschlag gegeben hätte. In der Dunkelheit hätte man die Skulpturen doch viel zu wenig wahrgenommen.



Die Schönstattschwestern stehen mitten auf dem Bürgersteig vor der katholischen Kirche. Dort traf man sie schon zu ihren Lebzeiten an, wenn sie auf dem Weg zum Schwesternhaus waren. Dieser Platz wurde gewählt, weil sie nach wie vor mitten im Kripper Leben stehen sollen. Wie man im Nachhinein bemerkte, ist der Bürgersteig aber nur dürftig ausgeleuchtet. Das Problem wurde erkannt und behoben. So dient die neue Beleuchtung nicht nur der Schönheit, sondern auch der Sicherheit. Die Kripper wird es freuen.

Blick aktuell - Remagen Nr.41/2009

Festmesse zu Ehren der beiden Schönstattschwestern

Einweihung und Einsegnung der Skulpturen der beiden Schönstattschwestern Bonvita und Eleonore unter großer Beteiligung der Kripper Bevölkerung

Unter riesiger Beteiligung aus der Kripper Bevölkerung wurde am Tag der Deutschen Einheit die Skulptur der Schönstattschwestern "Bonvita und Eleonora", die der Künstler Dieter Heuft aus Basaltlava geschaffen hat, eingeweiht und eingesegnet. Der Einweihung voraus ging eine Festmesse, die von Dechant Dr.Johannes Meyer, Koordinator Pfarrer Alfred Becker, sowie den ehemaligen Vikaren der Gemeinde zur Zeit des Wirkens der Schwestern, Dechant Clemens Hommbach und Pfarrer Hermann Engel in Konzelebration gehalten wurde. Mit dabei war auch der ehemalige Religionslehrer im Ruhestand, Hermann Holl.



Die feierliche musikalische Umrahmung des Festmesse oblag den Kripper Bläsern und den Schönstätter Marienschwestern um ihre Provinzoberin Schwester Heike Arend. Die Gesamt=
gestaltung des Festes mit der Einweihung oblag dem Kripper Bürger- und Heimatverein um Vorsitzenden Harry Sander. Der Verein hatte sich im Verlauf der letzten beiden Jahre sehr dafür eingesetzt, dass in Erinnerung an die beiden Schönstattschwestern Bonvita und Eleonora ein Denkmal geschaffen und vor dem Aufgang zur Kirche aufgestellt wird. Mit dem Künstler Dieter Heuft fand man wohl auch den richtigen Künstler. Kurz vor dem Schlusssegen in der Pfarrkirche hieß Harry Sander die Festgäste und die Kripper Gemeinde herzlich willkommen. Sein besonderer Gruß galt den Geistlichen, der Staatssekretärin Beate Reiche, dem Kreistags= abgeordneten Horst Gries, den Schönstätter Marienschwestern um Provinzoberin Helrike Arend, Bürgermeister Herbert Georgi und Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer. Sein Dank galt den Sponsoren, Kreissparkasse Ahrweiler, vertreten durch Marktbereichsleiter Michael Weltken und dem Kripper Geschäftsstellenleiter Frank Kremer, der VoBa Rhein-Ahr-Eifel, vertreten durch Sascha Monschauer und Mirco Staut, der Bürgerstiftung vertreten durch Bürgermeister Georgi und Christel Vendel, dem Kreis Ahrweiler, vertreten durch Horst Gies, der Katholischen Frauengemeinschaft Kripp, sowie den vielen privaten Spendern, die nicht genannt werden wollen. Sein Dank galt aber auch den musikalischen Gestaltern der Festmesse, sowie vor allem Christa Laux, die eine tolle Laudatio auf die beiden Schwestern gehalten hatte., die so manche Erinnerung weckte, und vor allem auch unter die Haut ging.
"Heute ist für mich und uns alle ein besonderer Tag, denn unsere beiden Schönstattschwes= tern Bonvita und Eleonora, die uns im Jahre 1987 verlassen mussten, sind auf dem Kirchenvorplatz als bleibendes lebensgroßes Denkmal aus Basaltlava zurückgekehrt. Sie sollen nun für alle Zeit hier zur Erinnerung an ihr soziales wirken in unserem Ort unter uns stehen", betonte Harry Sander in seiner Ansprache. Sein Dank galt dem Künstler und Bildhauer Dieter Heuft, der die beiden Statuen in liebevoller Arbeit aus zwei großen Basaltlavasteinen herausgemeißelt und nachgebildet hat.



"Sie haben uns überrascht mit einem festlichen Gottesdienst mit Lob und Dank an die Schwestern und mit den lebendgroßen Schwestern in Basalt. Mit der Laudatio hat Christa Laux sicher vielen Kripper aus dem Herzen gesprochen. Die beiden Schwester waren und sind ein Segen für die Gemeinde geblieben. Die Verantwortung für die Gemeinde haben die beiden mit ihrem Ableben nicht abgegeben", betonte Provinzoberin Helrike Arend. "Die beiden Statuen mögen sie daran erinnern, dass die Schwestern ein Segen waren, sind und bleiben", so die Provinzoberin, die aber nicht verhehlte, dass diese Würdigung durch die Gemeinde den beiden bescheidenen Schwestern zu Lebzeiten eher peinlich gewesen sei. Horst Gies lobte das Wirken der beiden Schwester, die sowohl im seelischen als auch im medizinischen Bereich die Ansprechpartner für die Kripper Gemeinde gewesen seien. Bürgermeister Georgi hob hervor, dass es gut sei, dass das Denkmal zu einer Zeit gesetzt werde, in der sich die Kripper noch lebhaft an die beiden Schwestern erinnern würden. Das Denkmal schaffe Identität und Zusam=
mengehörigkeit. Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer hob hervor, dass die beiden Schwestern mit ihrem segensreichen Wirken, wie auch die Schwestern vor ihnen, die Dorfgemeinschaft in Krankheit, Trauer und Freude bereicherten und förderten. "Freuen wir uns, dass sie wieder da sind, die damals ein Segen für das weniger bodenständige und ruppige Kripper Völkchen waren", zitierte Hammer aus einer älteren Schrift. Die evangelische Pfarrerin Lisa Reuter beglückwünschte die Gemeinde und dankte für die ausführlichen Informationen über die beiden Schwestern. Sie dankte aber auch den beiden Schwestern für ihr segensreiches und diakonisches wirken, mahnte aber auch:" Wir sind alle berufen, das, was Jesus an uns getan hat, weiter zu geben. Wir sind alle dazu berufen, ein solches Wirkrn, wie die Scwestern es getan haben, an unseren Mitmenschen zu tun."

Im Anschluss an den Segen enthüllten die Schönstattschwestern vor den Toren der Pfarrkirche das Denkmal und die Geistlichen segneten es ein. Das Schlusswort an die Einsegnung sprach für den bescheidenen Künstler Dieter Heuft, seine ehefrau, bevor die Kinder des Kindergartens St.Johannes Nepomuk eine kleine Darbietung vor großem Publikum präsentierten. Den Abschluss der Feier bildete eine Begegnung im Katholischen Pfarrheim. Die Schönstattschwester Bonvita Gerhold war von 1948 bis 1952 und von 1954 bis 1986 als Krankenschwester in Kripp tätig. Nach Schwester Bonvita wurde in Kripp bereits der Bonvitaweg benannt. Schwester Eleonore Fuchs war von 1934 bis 1935 und von 1942 bis 1987 in Kripp als Leiterin des Katholischen Kindergartens und später der Sakristei von Sankt Johannes Nepomuk aktiv.


3. Oktober 2009 Enthüllung der beiden Skulpturen Eleonore und Bonvita

Am 3. Oktober war es soweit. Mitten im Herzen von Kripp - vor der katholischen Pfarrkirche St. Johannes-Nepomuk - erhielten die Bewohner des Ortes ein neues Denkmal. Es handelt sich um die lebensgroßen Skulpturen der Schönstattschwestern Eleonore und Bonvita. Jahrzehntelang waren sie unermüdlich in Kripp tätig, waren aktiv als Krankenschwester, Kindergärtnerin und Küsterin. In diesen Funktionen prägten sie den Ort und seine Bewohner wie kaum ein anderer.

So war es nicht verwunderlich, dass irgendwann die Idee eines Denkmals geboren war. Dabei ging es gleichermaßen um die Ehrung der Personen als auch um die Bewahrung der örtlichen Geschichte. Der Kripper Bürger- und Heimatverein unter dem Vorsitz von Harry Sander griff den Gedanken auf und verfolgte ihn hartnäckig über lange Zeit.

Der Aufwand wurde am Samstag vom Erfolg gekrönt. Der Festakt der Denkmalsenthüllung begann mit einer feierlichen Messe in der Pfarrkirche, die von Dechant Dr. Johannes Meyer und vielen ehemaligen Kripper Seelsorgern zelebriert wurde. Unter der Leitung von Jutta Wendel trugen der Kripper Bläserchor und die Schönstattschwestern werden zu der musikalischen Gestaltung bei. Christa Laux hielt die Laudatio.

Nach der Messe fand die Enthüllung des Denkmals durch den Orden der Schönstatt Schwestern statt. Zu diesem Anlass hatten die Kinder des katholischen Kindergartens eine kleine Aufführung einstudiert. Anschließend sprach der Bildhauer Dieter Heuft aus Mendig, Schöpfer des Kunstwerkes, einige erklärende Worte. Grußworte sprachen Schwester Helrike-Arend, Provinzoberin, der Kreisbeigeordnete Horst Gies, Bürgermeister Herbert Georgi und Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer.

Harry Sander, begrüßte die zahlreichen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und dem Vereinsleben, die sich zur Enthüllung in der Kripper Ortsmitte eingefunden hatten. Es sei ein ganz besonderer Tag, an dem die Schönstattschwestern Bomvita und Elkeonoire "auf den Kirchenvorplatz als lebensgroßes Denkmal aus Basaltlava zurückgekehrt" seien. Sander dankte ausdrücklich allen, die die Denkmalaufstellung ermöglicht hatten.

Im Anschluss an die Enthüllung wurde im Pfarrheim des Fährortes ein kleiner Imbiss gereicht, und. der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass die neue Skulpturengruppe den Kripper Bürgern ein Stück Identität und viel Freude bringt.





Laudatio von Christa Laux bei der Festmesse in der Pfarrkirche St. Johannes-Nepomuk:

Liebe Mit-Christinnen und Mit-Christen,
als ich gebeten wurde, hier und heute ein paar Sätze über unsere Schwestern Eleonore und Bonvita zu sagen, habe ich gleich und gerne zugestimmt.
Durch unsere beiden Schwestern Eleonore und Bonvita fand die frische Spiritualität nach Pater Kentenich mit seiner Schönstatt-Bewegung auch in unserer Kripper Gemeinde bald viele Freunde.
Mit unseren Schwestern, sie wurden fast ausschließlich "unsere Schwestern" genannt, ganz selten hieß es die Marien- oder Schönstatt-Schwestern, haben wir Kripper eine geistliche Begleitung durch viele Generationen erfahren. Schon als Kind durfte ich mit vielen anderen die Glaubensfreude und Herzlichkeit der Schwester Eleonore erfahren, denn sie war die für uns zuständige Kindergarten-Schwester.
Gerne erinnere ich mich an die Theater-Nachmittage in der Weihnachtszeit. Nie wurde dieser Nachmittag zur Routine. Aufregung und Hektik hielten bei Schwester Eleonore so lange an, bis der letzte Vorhang fiel. Und was für wunderbare Sachen gab es da auf der Bühne zu sehen! Alle waren begeistert.
Aber nicht nur in der Kindergartenzeit wurden wir von Schwester Eleonore begleitet, nein, sie verlor uns nie aus den Augen. Sie kümmerte sich um Jeden, niemand fiel aus dem Netz ihrer lächelnden Liebe heraus.
Laien in der Vorbereitung zur Erstkommunion waren in meiner Kindheit noch kein Thema. Aber auf die Hilfe von Schwester Eleonore griff unser damaliger Pastor gerne zurück, denn sie kannte die Herzen der Kinder und freute sich mit ihnen auf ihren "Weißen Sonntag". Niemand anders als sie schmückte die Kommunionskerzen, eine wie die andere. Und auch als Jugendliche waren wir bei Schwester Eleonore willkommen. So gab es jede Woche eine Gruppenstunde, von uns einfach kurz "Stündchen" genannt. Hierzu traf sich die Kripper Jugend am frühen Abend zu Spielen und Gesprächen. Auch fröhliche Lieder fehlten bei diesen Treffen natürlich nicht. Wir waren immer eine lustige und zugleich eine ernste Runde. Besonders gerne erinnere ich mich an unsere Wallfahrten nach Schönstatt. Die Lichterpro=
zessionen mit ihren Gebeten und Gesängen haben stets einen tiefen Eindruck hinterlassen, bei mir und vielen anderen.
Zu dieser Arbeit im Kindergarten und mit den Jugendlichen, war ihr Sakristeidienst hier in unserer Kirche für Schwester Eleonore eine Selbstverständlichkeit. Bevor sie morgens ihren Dienst im Kindergarten begann, hatte sie bereits die anfallenden Arbeiten für mindestens eine Messe, oft eine zweite am Seitenaltar, hinter sich. Und wieviel Arbeit, besonders an hohen Feiertagen, in der Kirche anfällt, weiß ich heute wohl aus eigener Erfahrung zu sagen.
Nun zu Schwester Bonvita.
Da das Schwesternhaus gleich neben den alten Schulgebäuden und somit auch am alten Schulhof lag, wurden alle beim Laufen und Spielen aufgeschlagene Knie oder andere Blessuren gleich vor Ort behandelt; Rivanol, Pflaster und Binden waren bei Schwester Bonvita immer vorhanden.
Für viele Wehwehchen hatte sie ein Mittel, ganz egal bei welcher Krankheit. Die Leute gingen zuerst mal zur Schwester, bevor sie einen Arzt aufsuchten. Ein Arztbesuch war zu der damaligen noch eine größere Aktion, denn hier in Kripp war noch kein Arzt ansässig.
Schwester Bonvita hat auch als Krankenschwester schon in einer Zeit "Hospiz-Arbeit" geleistet, als dieses Wort im Fachjargon der Mediziner und Theologen noch selten war.

Unzähligen Kranken in unserer Gemeinde reichte sie den Trinkbecher und die fälligen Pillen zur Linderung der Schmerzen. Schwester Bonvita sprach den Angehörigen Mut und Trost zu, wenn es mit dem Kranken zu Ende ging und zwar mit einer Hoffnung, die nur ein tief gläubiger Mensch verschenken kann. Nicht nur für die körperlichen Gebrechen war Schwester Bonvita zuständig. Mit allen seelischen Ängsten und Nöten gingen Menschen zu ihr. Für alle hatte sie ein offenes Ohr, ein hilfreiches Wort, ein tröstendes Lächeln.

Nachdem die Schwesternstation in Kripp aufgelöst wurde, fanden die Schwestern in der Wildburg in Vallendar ein neues Zuhause. Der Kontakt zu Schwester Eleonore und Schwester Bonvita blieb bestehen. Es gab immer wieder Besuch von Mitgliedern unserer Gemeinde, die in der Wildburg stets willkommen waren. In einer gemütlichen Kaffeestunde wurde dann gefragt und erzählt, was in der Zwischenzeit in Kripp geschehen war. Bis zuletzt waren ihre Gedanken in unserer Gemeinde und unserem Ort.

Ich spreche sicher für viele Kripper das aus, was sie damals erlebt und empfunden haben, denn unsere beiden Schwestern, derer wir heute mit der Enthüllung des Denkmals gedenken, waren einfach ein Teil unseres alltäglichen Lebens. Und ganz gewiss haben sie unsere ganz persönlichen Glaubenswege geprägt.

Christa Laux, 3.Oktober 2009.


Ansprache der Oberin der Schönstattschestern Schwester Helrike-Arend in der Kripper Pfarrkirche

Sehr geehrte Festgäste, liebe Gemeinde Kripp mit dem Bürger- und Heimatverein.

Sie haben uns überrascht! Überrascht mit der festlich gestalteten Messfeier, überrascht mit den Worten des Lobes und der Anerkennung für unsere Schwestern, überrascht vor allem durch die Art und Weise, wie sie unsere beiden Schwestern in ihrer Gemeinde in Erinnerung halten wollen, durch zwei aus Basalt gefertigte Marienschwestern.

Was hat sie bewegt zu dieser ausdruckstarken und hochkarätigen Darstellung, die sonst doch nur ganz hohen Persönlichkeiten zuteil wird und die den beiden schlichten Schwestern im Himmel eher peinlich ist?
Sie haben eben gedankt für das segensreiche Wirken unserer Schwestern in ihrer Gemeinde durch 40 Jahre hindurch. Wir haben die Laudatio von Frau Laux gehört, sie hat sicher vielen von ihnen, die unsere Schwestern noch gekannt oder erlebt haben, aus dem Herzen gesprochen.

Ja, unsere Schwestern waren für die Gemeinde ein Segen in der Zeit, als sie hier tätig waren.
Fragen wir:
wo lag die Quelle dieses Segens für unsere Schwestern? Znächst war es ihre tiefe Verwurzelung in unserer Schwesterngemeinschaft und damit in der Übernatur, in der Liebe zu Gott und zur Gottesmutter. Es drängte sie, diese Liebe weiterzugeben an die Kinder, an die Kranken, an die Familien. Die beiden Schwestern waren sowohl in ihrem religiösen Leben, wie auch in ihrem sozialen Einsatz für die Menschen sehr eifrig und strebsam, sodass unser Gründer, Pater Josef Kentenich, ihr Tun und Wirken in ihrer Gemeinde in einem Vortrag für uns Schwestern einmal eigens lobend erwähnt hat.
Ermutigung und Halt fanden sie auch in ihren Mitschwestern und Vorgesetzten; so war es ihnen eine ganz große Freude, dass Schwester M.Emilie, die sie sehr schätzten, sie einmal hier in Kripp besucht hat.

Die beiden Schwestern waren aber auch fest verwurzelt in ihrer Gemeinde. Hier wussten sich die beiden gebraucht, geschätzt, gewertet und geliebt. Dieses Bewusstsein weckte Freude und Kraft zum Einsatz und half über Schweres hinweg. Die Gemeinde sorgte sich um die Unterkunft der Schwestern so gut, wie es in der jeweiligen Situation möglich war. Jährlich haben sie, gemeinsam mit den Schwestern, eine Bus-Wallfahrt nach Schönstatt gemacht, um ebenfalls aus diesem Gnadenquell im Heiligtum für ihr Glaubensleben zu schöpfen. Auch das hat die Schwestern froh und zuversichtlich gemacht, denn es gab ihnen die Gewissheit, dass ihr Einsatz in Kripp "Langzeitwirkung" haben wird.

So kann ich den Dank und das Lob auf Schwester M. Eleonore und M.Bonvita, das sie eben gesungen haben, zum großen Teil an Sie selbst zurückgeben. Die Schwestern waren nicht nur ein Segen für ihre Gemeinde, sie sind ein Segen geblieben. Ich selbst habe die beiden Schwestern in ihrem Wirkungskreis in Kripp nie erleben können; tiefer kennen gelernt habe ich sie, als sie ab 1987 in der Wildburg lebten. Es war für mich beeindruckend, mit welcher Bereitwilligkeit und Tapferkeit, wenn auch mit blutendem Herzen, sie ihr JA zum Willen Gottes in dieser neuen Lebenssituation sprachen. Selbstlos, zufrieden und dankbar meisterten sie ihre neue Situation. So wurden sie zum Segen für unsere Gemeinschaft, vor allem aber auch für "ihre Gemeinde" Kripp, der sie durch Gebet und Opfer fest verbunden blieben.

Die beiden Schwestern werden auch vom Himmel aus ein Segen für sie bleiben. Sie kennen sicher das schöne Wort von St.Exupery:
"Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast".
Schwester M. Eleonore und Schwester M. Bonvita haben sich die Gemeinde Kripp vertraut gemacht und wussten sich zeitlebens für sie verantwortlich. Mit unserem Gründer, Pater Kentenich, bin ich wohl der Überzeugung, dass sie diese Verantwortung mit dem Ende ihres irdischen Lebens nicht bgegeben haben. Er sagte einmal:
"Wir halten gläubig fest, dass unsere Lebensaufgabe den vollen Abschluss nicht hier auf Erden, sondern im Jenseits findet. Wofür ich mich hier auf Erden verzehrt, wofür ich meine ganze Kraft hergegeben, dass will in erhöhter und vertiefter Weise die ganze Ewigkeit hindurch der Gegenstand meiner lieben Sorge, meines warmen Interesses sein." (25.3.1935)

Die beiden Statuen in ihrer Gemeinde mögen sie daran erinnern, dass die Schwestern für sie ein Segen sind und ein Segen bleiben werden. Sie rufen ihnen immer wieder zu:
"Auch ihr könnt zum Segen für viele werden, so oft ihr aus der Kraft des Glaubens Zeugen der Gottesliebe und Nächstenliebe seid!"

Ihnen allen ein herzliches Dankeschön und vergelts Gott.

Provinz Oberin Helrike-Arend


Grußwort von Herrn Ersten Kreisbeigeordneten Horst Gies

anlässlich der Festmesse und Einweihung der Schönstattskulpturen vor der kath.Pfarrkirche St. Johannes-Nepomuk Kripp am 03.10.2009 in Remagen-Kripp.


Sehr geehrter Herr Dechant Dr.Meyer, sehr geehrte Frau Pfarrerin Reuter-Dymke, liebe Schwester Oberin, liebe Schwestern, sehr geehrter Herr Bürgermeister Georgi, sehr geehrter Herr Ortsvorsteher Hammer, sehr geehrter Herr Vereinsvorsitzender Sander, sehr geehrte Damen und Herren,

für die Einladung zum Fest der Einweihung der Skulpturen der beiden Schönstattschwestern hier vor der Pfarrkirche St. Johannes-Nepomuk in Kripp, bedanke ich mich von Herzen. Landrat Dr. Pföhler ist heute leider wegen anderer terminlicher Verpflichtungen verhindert. Er hat mich gebeten, ihnen allen seine besten Grüße und Glückwünsche auszurichten. Seinen guten Wünschen schließe ich mich auch persönlich an.
Verehrte Festgäste, dem engagierten Wirken ehrenamtlich tätiger Personen zum Wohl der Dorfgemeinschaft, hat sich der Kreis Ahrweiler immer sehr verbunden gefühlt. Es ist der begrüßenswerten Initiative des Bürger- und Heimatvereins Kripp zu verdanken, dass hier und heute zwei außergewöhnlich wirkende Menschen gewürdigt werden, die sich mit ganz besonderem Engagement der Pflege und Seelsorge vieler Menschen und Kinder in Kripp verdient gemacht haben. Die Schönstattschwestern Bonvita und Eleonore haben sich insbesondere in den Nachkriegsjahren in die Herzen vieler Kinder und Hilfsbeürftiger gelebt und deren Leben entscheidend mitgeprägt.
Schwester Bonvita Gerhold war fast 4 Jahrzehnte in Kripp als Krankenschwester tätig. Schwester Eleonore Fuchs war insgesamt 46 Jahre hier als Leiterin des kath. Kindergartens und später der Sakristei von St.Johannes Nepomuk vorbildlich engagiert. Die beiden beliebten Schwestern aus dem Schwesternhaus in der Mittelstraße haben sich in besonderer Weise um das soziale Leben in Kripp verdient gemacht, sei es, dass den Kripper Bürgern in seelischen Nöten als Ansprechpartner Hilfestellung oder im medizinischen Bereich Beistand geleistet wurde. Sie waren in hohem Alter die letzten in Kripp tätigen Schwestern. Ihr segensreiches Wirken ist noch immer bei den älteren Kripper Bürgerinnen und Bürgern in lebendiger Erinnerung geblieben.
Der 'Heimat- und Bürgerverein Kripp hat es sich zum Anliegen gemacht, am Ort ihrer Wirkungsstätte ein Denkmal zur Wahrung dieser dörflichen Heimatgeschichte und zur Erhaltung der Dorfkultur zu errichten. Zum einen mit lebensgroßen Denkmälern aus Basalt, zum anderen mit einer Bronzetafel, um auf das Wirken der beiden Schwestern hinzuweisen.
Zu danken ist dem Mendiger Steinmetz und Bildhauer Heuft, dem es gelungen ist, die beiden Schwestern sozusagen wieder lebendig werden zu lassen. Zu danken ist den privaten Spendern und Sponsoren, die ihren Beitrag zur Finanzierung geleistet haben.

Auch dem Kreis Ahrweiler war es ein wichtiges Anliegen, dieses Projekt aus dem Förderpogramm Ländlicher Raum mit 3000 Euro zu unterstützen und damit das bürgerschaftliche Engagement zum Wohl der Dorfgemeinschaft und zur Wahrung der Heimatgeschichte anzuerkennen und zu fördern. Landrat Dr. Pföhler hatte den entsprechenden Bewilligungsbescheid persönlich dem Bürger- und Heimatverein hier vor Ort überreicht.

Die beiden Skulpturen an diesem, mit Sorgfalt und Bedacht gewählten Platz führen uns vor Augen, welch hohes Ansehen die beiden Schwestern Eleonore und Bonvita in ihrem, zur Heimat gewordenen Ort Kripp gehabt haben und immer noch haben. Diese Denkmäler sind auch ein Ausdruck dafür, dass sie alle deren Leben und Wirken zum Wohl aller Mitmenschen in Kripp in würdiger Erinnerung und damit auch in ehrenvollem Andenken in der Gegenwart und für die Zukunft lebendig halten möchten. Die ist auch Ausdruck dieser zeremoniellen und festlichen Messfeier. Wann immer sie künftig den Kirchenvorplatz betreten, werden sie gleichzeitig immer ein Auge auf die beiden Schönstattschwestern richten und ihr beispielhaftes Wirken in Erinnerung halten.

Meine Damen und Herren, ich gratuliere ihnen allen, auch im Namen des Landrats, zu dieser schönen Skulpturengruppe und wünsche ihnen für die Zukunft, dass von der Erinnerung an die beiden liebenswürdigen Schönstattschwestern Bonvita und Eleonore viele positive und anregende Impulse für das segensreiche Wirken zum Wohle der Mitmenschen und Dorfgemeinschaft ausgehen.

Horst Gies


Ansprache des Ortsvorstehers Heinz Peter Hammer in der Kripper Pfarrkirche

Sehr geehrter Herr Dechant Dr.Meyer, sehr geehrte Frau Pfarrerin Reuter-Dymke, liebe Schwester Oberin, liebe Schwestern, sehr geehrter Herr Bürgermeister Georgi, sehr geehrter Herr Ortsvorsteher Hammer, sehr geehrter Herr Vereinsvorsitzender Sander und alle Kripper Bürger und Bürgerinnen,

Ich möchte beginnen mit einem Archivauszug über das Dorf Kripp:
" .. mit deren Auftritt begann ab 1916 für Kripp die segensreiche Wirksamkeit, die bis in die jüngste Vergangenheit währt. Sei es, dass man die Kripper Bürger in seelichen Nöten als Ansprechpartner Hilfestellung oder im medizinischen Bereich Beistand leistete. Das damals wenig Bodenständige aufruppige Kripper Völkchen benötigte zu dieser Zeit dringend eine intensive Fürsorge."

So kam es, dass 1916 die ersten Ordensschwestern und ab 1934 die Schönstattschwestern sich um Kripp kümmerten. Für eine ganze Reihe von Ordensschwestern, die in Kripp waren, stehen für uns stellvertretend Schwester Bonvita und Schwester Eleonore, die für uns immer noch in guter Erinnerung sind. Durch ihre gutmütige und hilfsbereite Art, haben sie ihre Spuren in Kripp hinterlassen. Viele von uns, die wir heute hier sind, sind bei ihnen in den Kindergarten gegangen, und vielen ist bei Krankheit von Schwester Bonvita mit Rat und Tat geholfen worden. So war es zum Beispiel, wenn ein Kind Husten hatte, man ging zu den Schwestern, und wenn sie nicht direkt helfen konnten, so wussten sie, welches Kind zuerst krank war und dort auch noch Hustensaft war. So wurde man von ihnen dort hingeschickt, und man bekam den Saft. Man war ja von den Schwestern geschickt worden. So bereicherten und förderten beide die Dorfgemeinschaft in Krankheit , Trauer oder der Freude über zum Beispiel Geburt oder bei der Unterstützung zur heiligen Kommunion und ihrer Hilfe in der Kirche. Unterstützt wurden sie dabei eine Zeit lang noch von der Schwester Lucina, die aber nicht so lange in Kripp blieb.
Stellvertretend für die insgesamt 16 Ordensschwestern, die in Kripp ihren Dienst in der Kirche und am Menschen verrichteten, werden wir heute die Skulpturen von Schwester Bonvita und Schwester Eleonore enthüllen.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Heimat- und Bürgerverein für die Verwirklichung ihrer Idee. Freuen wir uns, dass die Schwestern wieder in Kripp sind.

Heinz-Peter Hammer

Anspraches des Vorsitzenden des Bürger- und Heimatvereins Herr Sander

Sehr geehrte Festgäste. liebe Kripper Gemeinde,
als 1. Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins e.V Kripp, begrüße ich sie alle auf das Herzlichste. Ich freue mich, dass sie so zahlreich zu unserem Festgottesdienst und zur anschließenden Einsegnung erschienen sind. Besonders gilt mein Gruß stellvertretend für den Landrat erschienen Kreistagsabgeordneten Herrn Horst Gies, dem Bürgermeister unserer Stadt Herrn Herbert Georgi nebst Gattin, unseren Ortsvorsteher Herrn Heinz Peter Hammer, Herrn Dechant Dr.Johannes Georg Meyer, Herrn Kooperators Pfarrer Alfred Becker. Ich freue mich besonders die Geistlichen begrüßen zu können, die in der Zeit des wirkens der beiden Schwestern, Vikare in unserer Gemeinde waren, Herrn Dechant Clemens Hammbach, Herrn Pfarrer Hermann engel, Herrn Religionslehrer i.R Hermann Holl.

Von der evangelischen Gemeinde möchte ich begrüßen Frau Pfarrerin Reuter-Dynke. auch die Schönstätter Marienschwestern sind zu meiner Freude heute hier zahlreich erschienen mit ihrer Provinzoberin Schwester Helrike Arend. ihnen gilt auch mein besonderer Gruß, und ein Gruß den Vertretern der Presse.

Heute ist für mich und uns allen ein besonderer Tag, denn unsere beiden Schwestern Bonvita und Eleonore, die Kripp im Jahre 1987 verlassen mussten, sind auf dem Kirchenvorplatz als bleibendes lebensgroßes Denkmal aus Basaltlava zurückgekehrt.
Nach der gleich folgenden Enthüllung sollen sie nun für alle Zeit hier zur Erinnerung an ihr soziales Wirken in unserem Ort unter uns stehen. Dank unserem Künstler und Bildhauer Herrn dieter Heuft, der die beiden Statuen in liebevoller Arbeit aus 2 großen Basaltlavasteinen herausgemeißelt und nachgebildet hat.
Wir haben, denke ich, mit dieser Festmesse einen würdigen Rahmen für die heutige Einsegnung der beiden Skulpturen geschaffen.

Ich möchte mich von hier aus nochmals bei allen herzlich bedanken, die uns bei diesem Projekt finanziell unterstützt haben, denn ohne sie wäre ein so schönes Vorhaben für unseren Ort schlecht möglich gewesen.

Einen großen Dank:
der KSK Ahrweiler, vertreten durch Marktbereichsleiter GS Remagen Herrn Michael Weltken, den Geschäftsstellenleiter GS Kripp Herrn Frank Kremer und Herrn Direktor i.R. Herbert Breuer VBA Rhein Ahr Eifel. Die Bürgerstiftung Remagen vertreten durch Herrn Bürgermeister Herbert Georgi, der Kreis AW für den ländlichen Raum vertreten durch Kreistagsabgeordneten Horst Gies, die katholische Frauengemeinschaft Kripp und den privaten spendern, die namentlich nicht genannt werden wollen. Ein großer Dank auch unseren Kripper Bläsern, die unsere Festmesse so wunderbar begleitet haben und noch werden, unter der Leitung von unserer lieben Frau Jutta Wendel. Ein großer Dank auch unserer Christa Laux für die tolle Laudatio. ebenfalls einen lieben Dank an die Marienschwestern für ihren musikalischen Beitrag



Einladung an die Kripper Bevölkerung

Bürger – und Heimatverein e.V. holt die Schönstattschwestern nach Kripp zurück. Alle Kripper Bürger sind zur Einweihung des Denkmals eingeladen


Am 3. Oktober ist es soweit. Mitten im Herzen von Kripp vor der katholischen Pfarrkirche St. Nepomuk erhalten die Bewohner des Ortes ein neues Denkmal. Es handelt sich um die lebensgroßen Skulpturen der Schönstattschwestern Eleonore und Bonvita. Jahrzehntelang waren sie unermüdlich in Kripp tätig, waren aktiv als Krankenschwester, Kindergärtnerin und Küsterin. In diesen Funktionen prägten sie den Ort und seine Bewohner wie kaum ein anderer.

So ist es nicht verwunderlich, dass irgendwann die Idee eines Denkmales geboren war. Dabei geht es gleichermaßen um die Ehrung der Personen als auch um die Bewahrung der kommunalen Geschichte. Der Kripper Bürger- und Heimatverein unter dem Vorsitz von Harry Sander griff den Gedanken auf und verfolgte ihn hartnäckig über lange Zeit. Der Aufwand ist vom Erfolg gekrönt. Am nächsten Samstag, den 3. Okt wird die feierliche Enthüllung stattfinden. Dazu lädt der Vereinsvorstand ganz herzlich alle Kripper Bürger ein.

Beginnen wird der Festakt mit einer feierlichen Messe um 10:00 h in der Pfarrkirche. Die Messe wird zelebriert von Dechant Dr. Johannes Meyer, und vielen ehemaligen Kripper Seelsorgern. Unter der Leitung von Jutta Wendel werden zu der musikalischen Gestaltung der Kripper Bläserchor und die Schönstattschwestern beitragen. Frau Christa Laux wird eine Laudatio halten.

Nach der Messe findet die Enthüllung des Denkmals durch die engagierten Damen des Vorstandes statt. Zu diesem Anlass haben die Kinder des katholischen Kindergartens eine kleine Aufführung einstudiert. Anschließend wird der Künstler und Bildhauer Dieter Heuft aus Mendig, Erschaffer des Kunstwerkes, einige erklärende Worte sprechen. Im Anschluss an die Enthüllung wird im Pfarrheim in der Voßstraße ein kleiner Imbiss gereicht, zu dem auch wieder alle Anwesenden eingeladen sind. Die Initiatoren des Kunstwerkes hoffen, dass es den Kripper Bürgern ein Stück Identität und viel Freude bringt.

Bürger- und Heimatverein Kripp

September 2009 Bildhauer Heuft hat die Werke fast vollendet

Am 3. Oktober 2009 sollen die beiden Denkmäler aus Basaltlava auf dem Kirchenvorplatz enthüllt werden. Ein letztes mal besuchte eine Abordnung des Bürger- und Heimatvereins Kripp die Werkstatt des Bildhauers, um den Fortschritt zu dokumentieren.

                                

Februar 2009 Denkmal der Schönstattschwestern für Kripp nimmt langsam Formen an

Der Bildhauer Herr Dieter Heuft aus Mendig ist mit den Arbeiten an den Standbildern der 2 Schönstattschwestern, die der Bürger - und Heimatverein e.V. Kripp für den Standort vor der Kripper Kirche St. Johannes – Nepomuk in Auftrag gegeben hat, weitergekommen. Die Vorarbeiten an den hierfür eigens hergestellten Tonmodellen, wonach dann die endgültigen Basaltlava – Figuren abgeleitet und hergestellt werden, ist schon bald vollendet.



Die KSK-Ahrweiler hat sich an den für dieses historische Projekt anfallende Kosten mit einem großzügigen Spendenbetrag von 750,- € beteiligt, welcher von dem Marktbereichsleiter der Rheinschiene Michael Weltken und dem Geschäftsstellenleiter Kripp Herrn Frank Kremer an den 1. Vorsitzenden des Bürger – u. Heimatvereins e. V. Harry Sander übergeben wurde.

Für diese wohlwollende Unterstützung möchten wir uns im Namen des Vereins ganz herzlich bedanken. In diesem Sinne möchten wir nochmals an die Bürger von Kripp mit der Bitte heran
treten, sich auch an diesem geschichtsträchtigen Projekt, welches ja für alle Zukunft an
die hier in unserem Ort sozialtätigen Schönstattschwestern erinnern soll, sich durch einen
Spendenbeitrag zu beteiligen. Für Ihre uns zukommende Großherzigkeit sagen wir im vor inein einen ganz herzlichen Dank im Namen aller Kripper.
Spenden bitte an den Bürger- und Heimatverein e.V. Kripp bei der KSK – Ahrweiler auf das Konto 4600961, BLZ 577 513 10 .

Oktober 2008 Bericht über Dieter Heuft, den Bildhauer, der die Schönstadtschwestern für die Kripper Bevölkerung meißelt


........... derzeit arbeitet Heuft, dessen Vorfahren als Steinmetze am Kölner Dom arbeiteten, an einer sogenannten Zeitsäule. Außerdem stehen für den Winter ein Wegekreuz für eine Matthiasbruderschaft, zwei kleinere Plastiken aus Basalt und ein 1.60m großes Denkmal aus Basaltlava für zwei Schönstätter Nonnen auf seinem Programm. Heuft erklärt, dass es in Kripp am Rhein einen Bürgerverein gibt. dessen Mitglieder Geld gesammelt haben, um zwei Nonnen, die dort ein Klösterchen betrieben haben, ein Denkmal zu setzen.
"Das ist ein größeres Objekt, dass in Kripp mitten vor der Kirche seinen Platz finden wird", ergänzt er.
(Sein Studium absolvierte Heuft an der Kölner Werkschule mit anschließendem Staatsexamen für Bildhauerei und Bauplastik)


Zur Erinnerung zwei Presseberichte aus den 80er und 90er Jahre

Schwester Eleonore wurde am 7.August 1901 in Mannheim geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in ihrer Heimatstadt, versuchte sie zunächst in den schwierigen Jahren des ersten Weltkrieges eine Berufsausbildung im Bürokunde und Hauswirtschaft.
Am 14.April 1929 trat sie in die Genossenschaft der schönstätter-Marienschwestern ein. 1930 wurde Schwester Eleonore als Schwester im Kindergarten Freudenburg/Saar eingesetzt und kam im November 1934 erstmals nach Kripp und übernahm ihren Dienst im Kindergarten der Pfarrei, der damals im späteren Sanatorium Dr.Karsten unterhalten wurde.
In den Jahren 1935 bis 1941 war Schwester Eleonore in der Schönstatt-Station Brotdorf/Saar tätig, wo sie auch Oberin einer größeren filiale wurde. Im Jahre 1942 zog es sie wieder nach Kripp, wo sie dann ununterbrochen Leiterin des Kindergarten bis 1975 blieb. 1947 legte die Ordensschwester ihr Examens als Kindergärtnerin ab.
In den Jahren 1975 bis 1984 engagierte sich Schwester Eleonore trotz hohen Alters noch in der Pfarrei. Sie besorgte den Küsterdienst und kümmerte sich um die Meßdiener. Von Schwester eleonore weiß man, dass sie sich aufopfernd nach dem Zweiten Weltkrieg um die hungernden deutschen Soldaten im Gefangenenlager "Goldene Meile" kümmerte.
Die langjährige Kripper Ordensschwester wird am Donnerstag, 19.Oktober in koblenz-Metternich zur letzten Ruhe gebettet. Zur Beisetzung wird von Kripp ein Bus eingesetzt. Er fährt um 13 Uhr ab Pfarrkirche.
Anmeldungen zur Mitfahrt sind bis heute Mittwoch 14 Uhr an das Möbelhaus Ockenfels zu richten. Rufnummer 02642-44370.

Dieser Artikel erschien bei Beendigung ihrer sozialen Tätigkeit in Kripp und der Danksagung durch die Kripper Bevölkerung.

Schwester Eleonore verstarb 1989 und Schwester Bonvita 1996

                                     

Unvergessen für Kripp sind die Schönstatt-Ordensschwestern. Im November 1934 kamen sie nach Kripp. Über 50 Jahre waren sie im sozial- und Kindergartendienst tätig. Die Schwestern waren beliebt und allseits geschätzt. Sie haben ein Stück Ortsgeschichte geprägt Eine von den langjährigen Kripper Ordensfrauen ist Schwester Eleonore, die dieser Tage im Alter von 88 Jahren starb. Seit Januar 1987 lebte Schwester eleonore im wohlverdienten Ruhestand im Mutterhaus der Schönstatt-Schwestern im Koblenz-Metternich.

Ein Denkmal den Kripper Schönstattschwestern

Ein neues großes Projekt hat sich der Bürger- und Heimatverein vorgenommen. Mit einem Denkmal möchte der Verein an die Schönstattschwestern Bonvita Gerhold, die von 1948 bis 1952 und von 1954 bis 1986 als Krankenschwester in Kripp tätig war, erinnern. Nach Schwester Bonvita wurde in Kripp bereits der Bonvitaweg benannt. "Mit der Zeit wird sich aber kaum jemand mehr daran erinnern, warum der Bonvitaweg so heißt", erzählt Vorsitzender Sander. Ebenso soll das Denkmal, für das in der Kripper Ortsmitte ein passender Standort gefunden werden soll, an Schwester Eleonore Fuchs erinnern, die von 1934 bis 1935 und von 1942 bis 1987 in Kripp als Leiterin des katholischen Kindergartens und später der Sakristei von Sankt Johannes Nepomuk gewesen ist.

Die Idee, den beiden rührigen Schwestern ein Denkmal zu setzen, entstand Ende des vergangenen Jahres. Auf Antrag des Bürger- und Heimatvereins soll der Künstler Dieter Heult aus Mendig eine Skulptur aus Basaltlava kreieren, die die beiden Schönstattschwestern Bonvita und Eleonore zeigen.
Die Skulptur aus Basaltlava wird rund 9000 Euro kosten. Zusätzlich zur Skulptur soll eine Bronzetafel auf das Wirken der Schwestern Bonvita und Eleonore hinweisen. Der Bürger- und Heimatverein bittet für dieses ehrgeizige Projekt herzlich um Spenden. Unter dem Stichwort "Schönstattschwestern" werden Spenden auf das Konto des Bürger- und Heimatvereins Kripp bei der Kreissparkasse Ahrweiler unter der Kontonummer 4600961, Blz 57751310, entgegen genommen.
Eine kaum zu überschätzende Lebendigkeit stellte für den Ort Kripp die Ansiedlung von Ordensleuten dar. Mit deren Antritt begann für Kripp eine segensreiche Wirksamkeit., die bis in die jüngste Vergangenheit währte. Sei es, dass den Kripper Bürgern in seelischen Nöten als Ansprechpartner Hilfestellung oder im medizinischen Bereich Beistand geleistet wurde. Eine hervorragende Vorarbeit leisteten die Schwestern vom Heiligen Herzen Jesu aus dem Kripper Frauenkloster, die in einem Haus auf dem Kripper Batterieweg, dem späteren Sanatorium, untergebracht waren. Nach deren Fortgang 1925 folgten die Franziskanerinnen aus dem badischen Erlenbad. Erst waren es drei, nachher vier Schwestern, die neben ihrer Fürsorgearbeit 1930 auch noch das Haus am Batterieweg umbauten. Erst 1934 war das Haus im Eigentum der Marienschwestern des Apostolischen Bundes von Schönstatt.
Am 18.November 1934 begannen die Schönstattschwetern mit ihrer Sozialarbeit und der seelsorgerischen Betreuung. Zu den Schwestern der ersten Stunde gehörte gehörte die beliebte Schwester Eleonore, sowie die Schwestern Johannita und Fabiola als Kranken= schwestern. Die Schwestern betrieben neben der fürsorglichen Arbeit noch eine ambulante Krankenbetreuung und -pflege, richteten eine Nähschule ein und erstmals in Krip eine Kinder=
verwahranstalt im Johannessaal.
Ihre erste Bleibe fanden die 'Schwestern im Haus des Pfarrers Brückert auf dem Batterieweg, zeitweise bis zur Bombadierung in der Villa Nagel, im Pfarrhaus hinter der Kirche und später im alten Jugendheim auf dem Batterieweg. 1951 zog die Schwesterngemeinschaft endgültig in das Schwesternhaus in der Mittelstraße 4, unmittelbar an der ehemaligen Volksschule. Das Haus wurde im Zuge der Ortsmittenplanung 1987 abgerissen.
Als besonderes organisatorisches Talent erwies sich Schwester Eleonore, in dem sie Veranstaltungen mit Kindern im damaligen Johannessaal aufführte und mit dem Erlös Bauvorhaben im alten Kindergarten durchführte. Außerdem unterhielten die Schwestern eine Einrichtung zur Bildung der weiblichen Jugend.

Das Jugendheim diente den Schwestern als Bleibe und Schwesternstation mit Kindergarten. 1948 kamen die Schwestern Luzina und Bonvita nach Kripp. Schwester Eleonore verließ 1935 für einige Jahre Kripp, um das Amt einer Oberin in Brodorf an der Saar zu übernehmen. 1942 kehrte sie wieder nach Kripp zurück.

Die letzten in Kripp tätigen Schwestern waren waren Bonvita und Eleonora. Trotz ihren hohen Alters ließen bei beiden die Energie, die Nächstenliebe und die Opferbereitschaft nie nach. Ihre beeindruckende, charismatische Persönlichkeit, verankert in tiefer Gottgläubigkeit und gepaart mit viel Güte und Menschlichkeit, war Vorbild all derjenigen, die jemals mit ihnen in Kontakt waren.

Ganz besonders Schwester Bonvita besaß das Charisma, eine Atmosphäre stillen Friedens und warmer Herzlichkeit um sich zu verbreiten. Ihre menschliche Wärme war für viele Hoffnung auf dem Weg der Gesundung, oder sie spendete den Sterbenden in der letzten Stunde Trost. Schwester Bonvita, die sich die Fürsorge der Kranken zum Ziel gesetzt hatte, widmete sich als hämopathische Krankenschwester über 37 Jahre der Not und der Krankheit, besonders der Hauspflege älterer, gebrechlicher Kripper Bürger, in grenzen- und selbstloser Nächstenliebe. Sie war über Kripp hinaus für ihr hämopathischen Fähigkeiten bekannt. Sie lernte durch ihre Hausbesuche die soziale Situation der Kripper in ihrer zeit genaustens kennen. Mit schier unerschöpflichen Vorrat an Güte und Geduld verzehrte sie sich in selbstloser Nächstenliebe als "Schwester aller Kranken und Leidenden"

Für viele Kripper ist das erzieherische Wirken von schwester Eleonore, die über drei Generationen im Kindergarten besonders die Akzente in der Vor- und Früherziehung setzte, auch heute noch unauslöschlich im Gedenken rthalten geblieben. Ihre Aufgabe bestand in der offenen Erziehungs- und Sozialarbeit außerhalb des Klostergemäuers.

Die bis 1975 tätige Kindergartenschwester Eleonora, die sich ab dieser Zeit als Küsterin für die Belange der Kirche einsetzte, war bis zu ihrem Abschied aus Kripp noch aktiv, obwohl sie seit 1984 eigentlich im Ruhestand leben sollte. In Folge des hohen Alters und akuten Nachwuchsmangels sah sich das Mutterhaus gezwungen, ihre Kripper Schwestern 1986 auf das Altenteil nach Wildburg bei Vallendar zurückzubeordern, um ihnen dort den wohl verdienten Ruhestand zu bieten.

Hier verstarb 1989 Schwester Eleonora und am 11. Januar 1996 Schwester Bonvita. Unter großer Anteilnahme der Kripper Bevölkerung wurde sie dort beigesetzt.


 Skulptur "Treidelpfad"

18.November 2010 Am Ende warten die Treidelpferde

Das Remagener Skulpturenufer hat viele Freunde gefunden

13 Kilometer Rheinfront hat Remagen zu bieten - von Rolandswerth bis Kripp. Entlang der Uferpromenaden, so haben es Kunstfreunde, Politik, Tourismusfachleute gemeinsam mit dem Arp-Museum beschlossen, sollen Skulpturen und Kunstwerke Gäste zum Verweilen und diskutieren anlocken. Neun Kunstwerke sind zur Zeit schon entlang des Rheines zu bewundern, angefangen von den „Geheimen Gärten“ in Rolandswerth bis zu den „Treidelpferden“ in Kripp. Das Kunstwerk von Johannes Brus am Kripper Rheinufer hat in den ersten Wochen seines Daseins im Jahre 2008 nicht nur Freunde im südlichsten Ort von Remagen gefunden. Kunst soll polarisieren, Kunst soll zur Diskussion anregen. Das hat das Kunstwerk getan, für das der alte Blumenkahn, den die Kripper jahrzehntelang pflegen, weichen musste.



Jetzt erfreuen sich Touristen an den Pferden, die symbolhaft in dem Betonkahn Ruhe ausstrahlen - ein willkommenes Fotoobjekt. Kripp war über Jahrhunderte eine bedeutende Treidelstation am Rhein, der Name weist schon darauf hin. Pferde zogen kleinere Lastkähne flussaufwärts über den sogenannten Treidelpfad. Diesen wollte Brus ein Denkmal setzen. Er kehrte die damaligen Arbeitsverhältnisse um, befreite die Pferde aus Bronze von jeglicher Last und ließ sie auf dem Betonboot in Ruhe verweilen. Das Kripper Rheinufer hat dadurch eine enorme Aufwertung erfahren, die noch dadurch unterstützt wird, dass die Kripper Bürgerschaft ihre Promenade mit Symbolen, die einst zur Schifffahrt gehörten, schmückte


8.Oktober 2008 PS durch Dampfkraft ersetzt.


Mit dem Objekt "Treidelpfad" von Johannes Brus hat das Arp Museum Remagen sein 2001 begonnenes Projekt "Skulpturenufer" bereichert. Diese beiden bronzenen Pferdchen stehen jetzt am Rheinufer in Kripp. Sie sollen nicht nur an die Geschichte des Ortes, sondern auch an die lange Treideltradition auf dem Rhein erinnern.



Kripp war eine bedeutende Treidelstation zwischen Köln und Koblenz, bevor ab 1860 die traditionellen, mit Pferden stromaufwärts gezogenen Treidelschiffe zusehends durch Dampfschiffe endgültig abgelöst wurden.


7.Oktober 2008 Skulpturendarstellung auf der neuen Ansichtskarte von Kripp



Auf der Rückseite der Karte steht: Bürger- und Heimatverein auf www.Kripp.de, Skulptur "Treidelpfad", Johannes Brus © VG Bild-Kunst, Bonn 2008, Springbrunnen, Rheinufer, Halfenaufstand.

.

27.September 2008 Darstellung des Künstlerrebellen Klausens

Auf der Homepage des Künstlers Klausens findet sich eine Aufarbeitung der Einweihung der Skulptur "Treidelpfad" am Kripper Rheinufer. Sein Seriello zeigt die Skulptur in 24 Aufnahmen. So, wie eine Umdrehung der Erde innerhalb 24 Stunden, so dreht Klausens mit seinen 24 Fotos die Skulptur um ihre eigene Achse. Des weiteren hat Klausens bei der Einweihung der Skulptur neun Spontangedichte erarbeitet, die die andere Seite des Denkens nähren.



In einem Einleitungstext schreibt Klausens:
Am 11.9.2008 versammelten sich für den Zeitpunkt 19.00 Uhr die Menschen am Ufer des Rheines, und zwar in Kripp (eingemeindet zu Remagen), ja, also unweit der Stelle, wo die Fähre LINZ - REMAGEN-KRIPP anzulegen pflegt, ... um ein Kunstwerk zu enthüllen. Dieses Kunstwerk sind zwei Pferde aus Bronze, die auf einem Boot stehen, welches aus Beton ist, welches wiederum auf der Wiese steht, direkt am Rhein, da wo man früher treidelte, damals, als man mit Pferden Lasten zog, und nun steht da dieses Kunstwerk "Treidelpfad" von Johannes Brus und erweckt die Welt der Geschichte.

Dabei kehrt Johannes Brus die Fakten ironisch um: Die Pferde dürfen nun selber auf dem Boot fahren. Jedoch tragen sie immer noch Spuren der Last ihres Lebens als Treidelpferd. Gebeugt sind sie, etwas angespannt, auch traurig, müde.



KLAU/SENS hat in seiner größlichen Blöße als Künstler allen Schaffens diese Einweihung der Kunst ehrlich begleitet, mit einem seiner berührenden SERIELLOs ... und die Welt mit seinen LIVE-GEDICHTEN zudem anders noch abgegossen. (Siehe dazu vielleicht oder vielleicht auch nicht: http://www.klausens.com/klausens_live_dichten_theorie.htm) [Das SERIELLO entstand VOR der offiziellen Zeremonie, als (u.a.) der Künstler noch sein eigenes Werk beschaute. Dabei geht der Fotograf namens KLAU?S?ENS um das Objekt. Es entstehen so 24 Aufnahmen, die das SERIELLO formen. - Und es entstanden 9 LIVE-Gedichte bei der Einweihung.]

Quelle: http://www.klausens.com/seriello_johannes_brus.htm


25. September Skulptur “Treidelpfad" errang die Gunst der Kripper

                                Auch der Ortsteil Kripp ist nun ins „Skulpturenufer Remagen“ eingebunden.

 Der „Treidelpfad“, wie Bildhauer Johannes Brus seine, unter Mitwirkung von Christian Pettersen, entstandene Skulptur nennt, wurde am Donnerstag eingeweiht. Ansprachen hießen den Neuzugang willkommen und gingen auf seine Vorgeschichte ein.

Beim Fähranleger nach Linz stehen sie auf einem Kahn: zwei Pferde, eines rheinauf, eines stromabwärts blickend. Mit den schweren Kaltblütern aus Bronze und ihrem Gefährt aus Beton erinnert der Künstler an die Geschichten des Ortes. Über Jahrhunderte wurden die Schiffe durch Pferde flussaufwärts gezogen. Kripp war eine bedeutende Treidelstation zwischen Köln und Koblenz. Bevor ab 1860 Dampfschiffe die traditionellen Treidelschiffe ablösten. Der Ort Kripp verdankt der so betriebenen Schifffahrt vermutlich seine Existenz, denn lange bevor die Kripper da waren, gab es am dortigen Rheinufer eine Treidelstation zum Füttern (Krippe) und zum austauschen der Pferde. Erst in den beiden Jahrhzehnten des 18.Jahrhundert begann sich in Kripp allmählich zu besiedeln. Remagens Bürgermeister Herbert Georgi unterstrich die Besonderheit des Skulpturenufer-Vertrages: „Künstler und Gemeinde müssen sich verständigen. Anfangs gab es lautstarke Auseinandersetzungen.“

Die führten zu Kompromissen, „guten“, wie Georgi hervorhob und mit dem Beispiel des umgestaltenen Hentzenpark in Rolandswerth belegte. Humorvoll kommentierte der Stadtchef die neue Kunst am Rhein:“Für mich ist das ein korrektes Bild meiner Vorstellung von Pferden, die haben bei mir nie getan, was sie sollten“. Wieder ernst meinte er, “die Skulptur passt zum Strom, sie greift die Vergangenheit auf, wenn auch nicht eins zu eins.“

Froh über den „Treidelpfad“ ist auch ARP Museum Direktor Klaus Gallwitz, der Johannes Brus als ausführenden Künstler vorschlug. Sein Dank galt dem Vorsitzenden des Bürger- und Heimatvereins Harry Sander:“ Er hat dazu beigetragen, dass dieser Doppelkopf hier zu stehen kommt.“

Eine Fülle von Danksagungen sprach Jutta Mattern, Kuratorin des ARP Museums, als Leiterin des Projektes aus. Sie richteten sich an Gallwitz, Ortsvorsteher Heinz Peter Hammer so wie an die Düsseldorfer Gießerei Kayser und viele andere mehr. Mattern erinnerte daran, dass der Rat der Stadt Remagen und das ARP Museum mit Konzept und Organisation des Kunstprojektes Skulpturenufer betraute:“ Beabsichtigt ist, das Rheinufer mit einer Skulptur pro Rheinkilometer innerhalb der Stadtgrenzen Remagens von der Landesgrenze Nordrhein-Westfalens über den Bahnhof Rolandseck mit dem ARP Museum, den Hafenort Oberwinter, die Rheinpromenade der Römerstadt, die ehemalige Brücke von Remagen bis hin zur Ahrmündung in Kripp zu einem Skulpturenufer zu binden.“

An realisierten Arbeiten führten sie auf: Thrown Ropes (Peter Hutchinson), Bauschilder (Thomas Huber), Regenfänger (Eberhard Bosslet), alle 2001, geheime Gärten Rolandswerth (Bittermann&Duka 2002-2004), seven paces (Hamish Fulton 2003), bewegtes Tanzgeschmeide (Hans Arp, 1960/70) and Arp heliport (Res Ingold, 2004).

Was Kripp anging, wurde Mattern gewarnt. Die Bewohner hätten den Ruf einer eingeschworenen wehrhaften Gemeinde. Mattern:“ Sie geboten 1848 den Betreibern der Dampfschifffahrt Einhalt bei dem Versuch die Treidelschifffahrt aufzugeben. Das war unzweifelhaft eine existenziell wirtschaftliche Bedrohung der Treidelschiffer, gegen die man mit Kanonendonner zu Felde zog.“

Abgewehrt haben die Kripper auch diverse Entwürfe für ihren Anteil am Skulpturenufer. Weder der Unterwasserraum „Rheingold die Schatzkammer“ von Wolfgang Robbe, noch Tita Gieses Bepflanzungsidee „Riviera am Rhein“, noch Sonja Althäusers Treidelbrunnen fanden Anklang. Erst Brus’ Pferde machten das Rennen. Einst mussten die Zugpferde Kräfte zehrende Dienste verrichten, worauf sie ihr Augenlicht und die Beweglichkeit einbüßten. Durch Sonnenreflexe im Wasser erblindeten sie auf dem linken Auge und wurden durch den beständigen seitlichen Zug kreuzlahm. „Johannes Brus kehrt nun mit seiner Skulptur die Arbeitsverhältnisse um, seine Pferde befinden sich auf dem Schiffsdeck und genießen, von jeglicher Last befreit, die Rheinfahrt“, sagte Jutta Mattern. Sie erklärte, die Kripper Historie biete auf das Vorzüglichste den Nährboden für Johannes Brus künstlerisches Interesse, sein lieb gewordenes Sujet, nämlich das des Pferdes, erneut Skulptur werden zu lassen. Ortsvorsteher Heinz Peter Hammer ließ die Einweihungsgäste wissen, der Ortsbeirat habe es sich mit seiner Entscheidung nicht leicht gemacht. Im Bürger- und Heimatverein gab es sogar Austritte. Hammer selbst bewertet die Skulptur „Treidelpfad“ ausgesprochen positiv:“ Damit hat Kripp die Chance zum Arp Museum beizutragen und das Arp Museum mehr zu einem Teil von Kripp zu machen. Ich freue mich über ein neues Highlight in Kripp.“


11. September Einweihungstag der Skulptur "Treidelpfad"

Skulpturenufer in Kripp vollendet (Rheinzeitung).

Nach Diskussionen und Räumarbeiten steht jetzt das Kunstwerk

Auch der Süden des Remagener Skulpturenufers ist nun um ein Kunstwerk reicher. Am Donnerstag wurde es feierlich vorgestellt. Zwei Pferde aus Bronze stehen dicht an dicht, das eine flussabwärts schauend, das andere den Rhein hinauf, auf einer Barke aus Beton, die sich kaum für eine Fahrt übers Wasser eignet. Dafür ist das Werk des Künstlers Johannes Brus, der durch seine Ausstellung im Arp Museum hierzulande an Bekanntheit gewonnen hat, als weiterer Baustein des Skulpturenufers in Kripp installiert worden.

Das Skulpturenufer wurde 2001 im Norden von Remagen begonnen. Jetzt wurde dieser Teil der Kripper Rheinpromenade unter Beteiligung einiger Verantwortlicher eingeweiht. Brus Skulptur "Treidelpfad" erinnert gemeinsam mit einer Schiffsschraube, einer Bronzetafel und einem Anker vom Bürger- und Heimatverein an das Ende eines Geschichtsabschnitts des Ortes: den Aufstand der Rheinhalfen 1848, die mit Pferden bis zur Ära der Dampfschifffahrt ihre Waren auf Kähnen den Fluss entlang "treidelten" (zogen).

"Die Kripper haben den Ruf, eine eingeschworene und wehrhafte Gemeinschaft zu sein, die mit aller Hartnäckigkeit verteidigt, was ihr lieb und teuer ist. Das hat sich bis heute gehalten", erinnerte Jutta Mattern, Kuratorin des Arp-Museums an die schwierigen Verhandlungen bei der Auswahl eines adäquaten Kunstwerks.

Die vergangenen Diskussionen hatten sogar zu Austritten aus dem Bürger- und Heimatverein geführt. Pferde seien ein lieb gewonnenes Sujet des Künstlers, und die Geschichte des Ortes habe ihm hier einen guten Nährboden gegeben.

"Es wird immer notorische Nörgler geben - aber das Arp-Museum hat auch durch die Installation gezeigt, dass es ein Teil von Remagen ist und kein Inseldasein führt", äußerte sich Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer.

Remagens Bürgermeister Herbert Georgi betonte noch einmal, wie außergewöhnlich es ist, wenn eine Gemeinde mit einem Museum und mehreren Künstlern einen Vertrag über zu schaffende Kunstwerke abschließt, wie dies 2003 geschehen sei. Der Künstler, Johannes Brus, selbst freute sich über die zuletzt gefundene Lösung. "Ich hoffe einfach, dass es ihnen gefällt", wünschte er sich und den Kripper Bürgern.

9. September Einige Tage vor der Einweihung der Skulptur am Kripper Rheinufer







Bericht aus der Rheinzeitung: Kripper Skulpturenufer erinnert an Treideltradition

Die Rheinfront in Kripp bekommt mit der Ausdehnung des Skulpturenufers, in Zusammenarbeit mit dem ARP Museum, ein verändertes Bild. Fast zwei Jahre wurde im Kripper Ortsbeirat diskutiert. Vorschlägen, wie eine "Riviera am Rhein" - die nun bald auf der Remagener Rheinpromenade entsteht-, ein abstrakter Brunnen, ein "Unterwasserzimmer" oder gar eine Essigbaumbepflanzung wurden letzlich verworfen. Der Bürger- und Heimatverein hatte den Künstler Johannes Brus dafür gewinnen können, eine abstrahierte Skulptur mit dem titel "Treidelpfad" zu installieren, die an die Treideltradition des Ortes erinnert. Der fünf Tonnen schwere Betonkahn, auf den zwei entgegengesetzte Bronzepferde einmal flussauf- und flussabwärts ausgerichtet sind, hat nun seinen Platz gefunden. Im Vorfeld mussten die Exponate des Bürger- und Heimatvereins versetzt werden. Der Anker, die Schiffsschraube und die Bronzetafel mit dem Böller erinnern an den aufstand der Treidelschiffer (Rheinhalfen) angesichts der aufkommenden Dampfschifffahrt. Dies ist mit Unterstützung durch den städtischen Bauhof bereits vor der Sommerbepflanzung geschehen.
Der alte Blumenkahn liegt nun nach der Sanierung und neuem anstrich in Basaltsteinen eingebettet vor dem Lindenhof. "Um ein einheitliches bild zu schaffen, wurden auch der anker und die schiffsschraube, die ebenso wie der Schiffsmast einen neuen anstrich erhielten, neu geordnet", erläutert Harry Sander, Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins. Die einzelnen Ausstellungsstücke erhielten eine in Schiffsform angeordnete Verbindung mit alten Kripper Rotbrandsteinen. So entsteht der Eindruck, der davor stehende Böller schieße auf ein Dampfschiff - zur erinnerung an den Halfenaufstand, der 1884 von den Bonner Husaren niedergeschlagen wurde.
"Wir sind froh, dass wir in Johannes Brus einen Künstler gefunden haben, der uns in allen Dingen gut beraten hat", äu3ert sich Sander und hofft, wie auch Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer, dass viele Gäste und Besucher sich von dem neuen Umfeld begeistern lassen. Die neu gestaltete Uferzeile wird am Donnerstag, 11. September 2008, um 19 Uhr in einer Feierstunde eingeweiht.

1. September 2008






Ein gewaltiger Kran fuhr am Freitag durch Kripp hinunter zum Rhein. In seinem Gefolge ein Teil der Skultur "Treidelpfad", das Boot aus Beton. Die Bilder zeigen das Aufstellen des Kahns am Rheinufer, wo später die beiden Pferde aus Bronze gegossen werden.

28.August 2008

Artikel von Jutta Matern

Kuratorin ARP Museum


Am 11. September 2008, um 19:00 Uhr wird das in 2001 begonnene Projekt Skulpturenufer Remagen mit der Arbeit “Treidelpfad” von Johannes Brus, am Rheinufer in Kripp, nahe des Fähranlegers nach Linz, fortgesetzt.



Mit seiner Skulptur “Treidelpfad”, einem Boot aus Beton und zwei Pferden aus Bronze, bezieht sich nun Johannes Brus auf die Geschichte dieses Ortes. Kripp war eine bedeutende Treidelstation zwischen Köln und Koblenz, bevor die Dampfschiffe ab 1860 die traditionellen Treidelschiffe ablösten. Seit Jahrhunderten wurden die Schiffe flussaufwärts mit Hilfe von Pferden gezogen. Das Treideln bedeutete eine große Anstrengung für die Pferde, die zudem aufgrund der Reflexion der Sonne im Wasser häufig auf dem linken Auge erblindeten und durch den beständigen seitlichen Zug des Seiles kreuzlahm wurden.

Johannes Brus kehrt nun mit seiner Skulptur die Arbeitsverhältnisse um. Seine Pferde befinden sich – eines flussaufwärts platziert – auf dem Schiffsdeck und genießen nun, von jeglicher Last befreit, die Rheinfahrt.

Die Treidelgeschichte von Kripp war der vorzüglichste Nährboden für Johannes Brus, sein lieb gewonnenes Sujets, nämlich das des Pferdes, erneut Skulptur warden zu lassen..

April 2008

Am Kripper Rheinufer entsteht dieses Kunstobjekt eines Künstlers unter der Leitung des ARP Museums Remagen. Einzelheiten über den Fortschritt der Arbeiten folgen.

Die Zeichnung oben zeigt die Treidelskulptur in einer Vorlage mit der Darstellung eines Schiffes gezogen von 2 bronzenen Pferden. Die Anschauung des Treidelns ist auch im Kripper Ortswappen verewigt.