Evangelische Gemeinde

Lebenslauf

Die evangelische Kirchengemeinde Remagen – Sinzig ist in zwei Pfarrbezirke unterteilt. Der Pfarrbezirk I umfasst Remagen und Kripp. Die Gemeinde in Remagen ist im Jahre 1585 das erste Mal erwähnt. Bezüglich der Entwicklung in Kripp ist in der Chronik der evangelischen Kirchengemeinde und in den Gemeindebriefen zu lesen:

1950 Zuzüge aus den deutschen Ostgebieten und aus dem Gebiet der DDR lassen die Zahl der evangelischen Gemeindeglieder in Kripp erheblich ansteigen. Pfarrer der Gemeinde ist seit September Walter Hentze.

1951 Ab Ostern finden 14-tägig regelmäßige Gottesdienste und Kindergottesdienste in Kripp statt und es wird eine Frauenhilfe gegründet. Gottesdienst und Versammlungen finden in Privathäusern statt.

1960 In Kripp wird ein Grundstück von Herrn Dannemann und Frau Hess erworben, auf dem ein Gemeindehaus errichtet werden soll.

1963 Kirchenbau in Kripp wird beschlossen; erster Spatenstich erfolgt.

1964 Am Reformationsfest erfolgt die Grundsteinlegung in Kripp.

1965 Im Mai findet das Richtfest am Kripper Gemeindezentrum statt

1965 Am 3. Advent Einweihung durch Landeskirchenrat Dr. Seeger. Das Haus trägt den Namen Martin-Luther-Haus.



1966 Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Hentze im Oktober. Der Hilfsprediger Pastor Mielke wird in die Gemeinde eingewiesen. In seiner Dienstzeit werden Jugendnachmittage in Kripp zusammen mit Herrn König (Diakon der Gemeinde) eingerichtet. Der Glockenturm in Kripp wird am 30. Oktober eingeweiht.

1968 Im Januar wird Pfarrer Wolfgang Rehbein eingeführt

1971 Ziel der Arbeit in der Gemeinde ist, durch einen qualifizierten Mitarbeiterkreis auch in den Außenbezirken zu wirken.

1973 Der langjährigre Organist Ernst Barthel (wohnhaft in Kripp) scheidet im Dezember aus dem Dienst aus.

1976 Pfarrer Schnapp wird am 13. Juni als Inhaber der 2.Pfarrstelle in Sinzig eingeführt.

1977 Gottesdienstzeiten werden geändert: Am 1. und 3. Samstag Gottesdienst in Kripp, am 2. und 4. Samstag in Bodendorf; sonn- und feiertags 9:30 Uhr in Sinzig, 10:30 Uhr in Remagen.

1978 Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Wolfgang Rehbein (im August). Pfarrerin Erdmute Wittmann wird im September auf die 3. Pfarrstelle (Schulpfarrstelle) eingeführt.

1979 Im August: Einführung von Pfarrer Udo Grub

1980 Bei der Presbyterwahl tritt Frau Christa Wellpott an die Stelle von Arthur Grams. Die Gemeindeversammlung bei der Visitation im September bringt eine intensive Besprechung der Lage der evangelischen Kirchengemeinde, besonders im Gemeindeteil Kripp.

1981 Ein Miniclub für Mutter und Kind wird gegründet und ein Abendkreis für jüngere Frauen hat sich zusammengefunden. Die Frauenhilfe wird in einen Seniorenclub für Männer und Frauen umgewandelt.

1983 Abschied von Familie Schnapp

1984 Pfarrerin Erdmute Wittmann wird als Gemeindepfarrerin in die 2. Pfarrstelle eingeführt. Die altkatholische Kirchengemeinde Koblenz wird einmal im Monat einen Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche in Kripp feiern. Frau Mollbach wird als Presbyterin für Kripp eingeführt, Wolfgang Schwindt als Schulpfarrer.

1985 Am 15.06.1985 findet in Kripp eine Gemeindeversammlung statt. Schwerpunktthema ist die Zukunft des Gemeindezentrums in Kripp. Im Juli wird der Aktionskreis Kripp ins Leben gerufen. Im Gemeindebrief heißt es hierzu:
„Ziel des Aktionskreises ist die Erhaltung des Gemeindezentrums Kripp; d.h. sowohl die Aktivierung des Gemeindelebens als auch eine positive Gestaltung der Kosten. Wir wollen beitragen zu einer für alle Beteiligten positiven Gesamtentwicklung. Hierfür bitten wir um Gottes Hilfe und um seinen Segen.“

Am 14.12.1985 wird gemeinsam mit den altkatholischen Mitchristen und Pfr. Schlenzig das 20 jährige Jubiläum des Martin-Luther Hauses in Kripp gefeiert. Der Festgottesdienst wurde durch den Kirchenchor mitgestaltet. Im Gemeindebrief ist zu lesen: Zwanzig Jahre Gemeindezentrum Kripp – das ist eine Grund, zurückzuschauen, sich zu besinnen und nachzudenken über den Weg unserer Gemeinde auch in Kripp. Antworten, überzeugende Antworten, sind noch nicht gefunden. Doch wir sind unterwegs. Möglicherweise finden wir eine für die Zukunft des Gemeindezentrums in Kripp befriedigende Aufgabe. Wir wollen es hoffen – auch in Zusammenarbeit mit dem Aktionskreis Kripp.

1986 Auf 5 Jahre kann der Verband Christlicher Pfadfinder Siedlung Albert Schweitzer zurückblicken.

1989 Frau Annemarie Behrendt wird Pfingsten in einem festlichen Gottesdienst nach 24 jähriger Dienstzeit aus ihrem Dienst als Küsterin und Hausmeisterin des Martin-Luther Zentrums verabschiedet. Am 15. Juli übernimmt Frau Renee Kniel die Küster- und Hausmeisterstelle in Kripp.

1994 Infolge des Baumschulenweg-Ausbaus wird der Zugang zum Martin-Luther-Zentrum behindertengerecht eingerichtet. Die Parkplätze und Außenanlagen werden neu gestaltet. Unter der fachmännischen ehrenamtlichen Bauleitung von Ullrich Heym (Sinziger Gemeindeglied) wurden in Zusammenarbeit mit dem Aktionskreis Kripp umfangreiche Baumaßnahmen in Eigenleistung durchgeführt. Rund 30 Helfer aus Sinzig, Remagen und Kripp sorgten für eine neue Dachverkleidung in Naturschiefer und nutzten das stehende Gerüst für einen hellen Außenanstrich.



1995 Das bewährte Team der ehrenamtlichen Helfer erstellt unter der Leitung von U. Heym den Vorbau zum Eingangsbereich in Eigenleistung. Werner Töpel verschönt die Vorderfront des Martin-Luther-Zentrums durch eine in Naturschiefer gestaltete Luther-Rose.

1997 Der Kindergottesdienst in Kripp wird „wiederbelebt“. Am 1. Sonntag im Monat findet er von 10:00 bis 11:00 Uhr statt. Das Kindergottesdienst-Helferteam umfasst einige „junge Mütter“ und wird von Bettina Eisele (ehemalige Jugendmitarbeiterin) unterstützt. Familiengottesdienste in Kripp werden durch das Kindergottesdienstteam mitgestaltet.

1998 Sanierung des Glockenturms wird durchgeführt.

2003 Frau Renee Kniel wird verabschiedet; Frau Elke Geil tritt ihren Dienst als Hausmeisterin im Martin-Luther-Zentrum an. Der Küsterdienst wird im Hinblick auf die finanzielle Gesamtsituation der Kirchengemeinde von den Kripper Lektorinnen ehrenamtlich übernommen.

2004 Die ehemalige Hausmeisterwohnung wird renoviert und Frau Sokoliss (hauptamtliche Mitarbeiterin für Kinder- und Jugendarbeit) als Jugendräume zur Verfügung gestellt.Die katholischen Pfarrgemeinden St. Peter und Paul Remagen und St. Nepomuk Kripp und die evangelische Kirchengemeinde Remagen-Sinzig unterzeichnen eine ökumenische Partnerschaftsvereinbarung.


Presbyterinnen und Presbyter für Kripp waren: Herr Völker, Herr Ernst Barthel, Herr March, Herr Arthur Grahms, Frau Christa Wellpott, Frau Ursula Mollbach, Frau Annemarie Behrendt, Frau Bärbel Hildebrandt. Heute vertreten den Ortsteil Kripp Frau Bettina Eisele und Frau Heidemarie Falkenberg.

Die räumliche Nähe hat dazu geführt, dass sich eine gute Nachbarschaft zum städtischen Kindergarten Pusteblume entwickelt hat. Insbesondere ist hier der Besuch und die Darbietungen der Kinder in der Seniorengruppe/Frauenhilfe hervorzuheben.

Wir freuen uns über unsere junge engagierte Küsterin und hoffen, dass die Einrichtung der Jugendräume im Martin-Luther-Zentrum Früchte trägt.

Am 1. Advent 2005 findet ein Festgottesdienst zum 40 jährigen Bestehen des Martin-Luther-Zentrums statt. Gleichzeitig haben wir Grund zu danken für „20 Jahre Aktionskreis Kripp“. Die Vorbereitungen für dieses Jubiläum werden Ende Januar aufgenommen.



 Aktionskreis Kripp

Der Aktionskreis Kripp (AKK) wurde 1985 ins Leben gerufen. Ausgangsbasis waren „heiße Diskussionen“ im Presbyterium und auf der Gemeindeversammlung um die Zukunft des Kripper Gemeindezentrums.

Ziel des AKK ist die Erhaltung des Gemeindezentrums Kripp. Hierzu soll durch die Aktivierung des Gemeindelebens und durch einen Kostenbeitrag für die Ausstattung und die Instandsetzung beigetragen werden.

In den vergangenen 19 Jahren konnte das Gemeindeleben in Kripp etwas „aktiviert“ werden, sowohl durch regelmäßige Veranstaltungen als auch durch Sonderveranstaltungen. Auch die finanzielle Entwicklung ist erfreulich.

Als jüngere „Aktivierungsimpulse“ sind beispielhaft zu nennen:

  der nach 12 Jahren Pause wieder aufgelebte Kindergottesdienst in Kripp.
  im Zeitraum 1994 bis 2002 wurden 7 Familienfreizeiten in Selbstversorgungshäusern durchgeführt

  gemeinsam mit der Frauenhilfe Kripp wurden 3 einwöchige Seniorinnen-Freizeiten
durchgeführt. Zwei davon als „Urlaub ohne Koffer“ in Kripp und Umgebung, eine auf  der Elsenburg in Kaub am Rhein.



Herausragende Ereignisse waren die Renovierung des Daches, der neue Außenanstrich und der Vorbau, die in Eigenleistung durchgeführt wurden. Ein besonderer Dank gilt dem Bauleiter Herrn Ullrich Heym sowie den rund 30 ehrenamtlichen Helfern aus Sinzig, Kripp und Remagen. Gleichzeitig sei auch allen gedankt, die durch ihre Spende zur Sanierung des Glockenturmes beigetragen haben.

In seinem 19jährigen Bestehen konnte der Aktionskreis über 35.000,-- EUR aufbringen, die in die Ausstattung und Erhaltung des Kripper Gemeindezentrums und in gemeinsam beschlossene Projekte zurückgeflossen sind.

Im Jahr 2005 wollen wir das 40 jährige Jubiläum des Martin-Luther-Zentrums vorbereiten und am 1. Advent ausrichten und gleichzeitig für 20 Jahre Aktionskreis Kripp danken.

Inhaltlich werden wir uns verstärkt mit der Thematik „Besuchsdienst“ beschäftigen

Ein herzliches DANKESCHÖN für alle bisherige Unterstützung durch Gebet, tatkräftige Hilfe und Spenden! Wenn Sie mehr über den Aktionskreis wissen wollen oder Anregungen weiter geben wollen, steht Ihnen Heidemarie Falkenberg, Quellenstrasse 55, 53424 Remagen-Kripp, Tel. 02642 / 98 06 41 als Ansprechpartnerin zur Verfügung.