Kirchenchor

 
Kirchenchor Kripp feierte Cäcilienfest
Hohe Ehrungen für 40- und 60-jährige Treue

Zum Cäcilienfest trafen sich die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores Cäcilia um Vorsitzenden Oswald Illigen und Chorleiterin Jutta Wendel im Saal des Gasthauses Rhein-Ahr. Neben dem geselligen Beisammensein, dem gemeinsamen Singen und einem leckeren Mittagessen galt es vor allem einige hohe Ehrungen auszusprechen. Dies übernahm Präses Dechant Dr. Johannes Meyer. Mit einem Schreiben vom Trierer Bischof Stefan Ackermann ehrte Meyer Marianne Bauer für 60 Jahre Chorsingen. Für 40-jähriges aktives Chorsingen wurden Inge Hoellen und Anneliese Grams mit einer Urkunde und einer Brosche ausgezeichnet.



Meyer betonte, dass das Cäcilienfest zu den großen Festen des Kirchenchores im Jahresverlauf zähle. Beim Cäcilienfestes gelte es den aktiven Sängerinnen und Sängern zu danken. Der Chor lebe von der Beständigkeit seiner Mitglieder, die zur großen Ehre Gottes singen würden. Der Chor singe nicht nur zur großen Freude aller, die zuhören, sondern er singe auch zur eigenen Freude.

Der Kirchenchor Cäcilia Kripp hat als Aufgaben die musikalische Mitgestaltung von Gottesdiensten und Andachten. Gesungen werden unter anderem Missen namhafter Komponisten, Motetten und Chorsätze. Zur Zeit haben sich 30 Sängerinnen und Sänger mit Chorleiterin Jutta Wendel ein anspruchsvolles Pensum vorgenommen. Über weitere Sängerinnen und vor allem Sänger in allen Stimmbereichen würde der Chor sich freuen. Dabei sind im Zeichen der Ökumene auch evangelische Mitchristen gerne gesehen. Eine fundierte Gesangsausbildung ist nicht erforderlich. Allerdings sind Freude am Singen, möglichst regelmäßiger Probenbesuch und die Bereitschaft, sich in die Gemeinschaft einzufügen, Voraussetzung. Nach dem Motto „Gib deine Stimme dem, der sie dir gab“ kann jederzeit unverbindlich an einer Chorprobe teilgenommen werden. Auch die Geselligkeit kommt bei den Proben nicht zu kurz. Seit seiner Gründung 1889 leistet der Chor auch Beiträge im kulturellen Ortsgeschehen. Anlässlich der 100-Jahrfeier im Jahr 1989 wurde der Chor für sein Engagement für die Kirchenmusik mit der Palestina-Medaille und der Zelter-Plakette ausgezeichnet. Wer mitsingen möchte, kann einfach mal bei den Proben donnerstags um 19 Uhr im katholischen Pfarrheim Kripp vorbeikommen.

 Patronatsfest 2006

Zum diesjährigen Patronatsfest des Katholischen Kirchenchores "Cäcilia" Kripp waren die aktiven Sängerinnen mit ihren Angehörigen und die Inaktiven und Freunde des Chores eingeladen. Eingeleitet wurde der Festtag mit dem von Prof. Dr.Bitter zelebrierten Festhochamt. Chorleiterin Jutta Wendel hatte mit dem Chor die deutschsprachige "Südtiroler Singmesse" des Komponisten Konrad Plaickner einstudiert und die Kantate 142 von Bach.



Nach dem Hochamt begann die weltliche Feier des Tages mit einem gemütlichen Frühschoppen im katholischen Pfarrheim Kripp.
Für 25 Jahre aktives Chorsingen erhielten Christel Boes und Hilde Schäfer Urkunde und Silberbrosche, Vera Blumenstein und Marlene Fuchs für jeweils 40 Jahre Urkunde und Goldbrosche.
Im Verlauf des Nachmittags, bei reichlicher Kaffee- und Kuchentafel, gaben die Aktiven Frau Seuren, Herr Ueberbach, Guenther Mommertz und Oswald Illigen musikalische und literaische Unterhaltung. Ein Medley führte zum offenen Singen, womit dann der schöne Ausklang des Festes.

Vivaldi Messe anlässlich der 300 Jahrfeier 2006

Premiere in der Pfarrkirche St. Nepomuk in Remagen-Kripp: Zum ersten Mal seit mindestens 20 Jahren wurde dort ein geistliches Festkonzert mit Solisten, Chor und Orchester aufgeführt. Anlass für den organisatorischen wie finanziellen Kraftakt bot das 300-jährige Bestehen des heutigen Fährenorts.



Treibende Kraft war die neue Kirchenmusikerin der kleinen Gemeinde, Jutta Wendel. Neben dem "unermüdlichen Engagement und der hartnäckigen Probenarbeit" seiner Chorleiterin lobte Chorvorsitzender Oswald Illigen auch die übrigen Mitwirkenden, denen auch hier unbedingt die Ehre vollständiger Erwähnung gebühren muss: Paul Becker spielte klangsicher die "Sonate g-moll" von Jean Baptiste Loeillet, der aus Kripp stammende Tenor Horst Schäfer sang andachtsvoll das "Domine Deus" von Franz von Suppé sowie das "Santa Maria" von Pietro Mascagni. Kerstin Hövel, ein "Kripper Mädchen", das inzwischen Musik auf Lehramt in Köln studiert, sang - neben ihren Messe-Soli mit Chor und Orchester - mit schmelzendem Sopran das "Christkind" von Peter Cornelius sowie das "Ave Maria" von César Franck. Diese beiden Klassiker der romantischen Weihnachtsgesänge wurden ebenso wie die übrigen Instrumentalbeiträge von Michael Schmitz am Klavier sicher und sensibel begleitet.

Hauptstück des Konzerts in der übervollen Pfarrkirche war jedoch eine D-Dur-Messe von Antonio Vivaldi, die in einer von Friedrich Limbacher eingerichteten Fassung zur Aufführung gelangte. Ein strahlendes Kyrie, untermalt von temperamentvollen Streicherfiguren des "Bonner Bachorchesters", wirkte als gesungener Jubel mit dem Untertext: "Endlich ist es soweit, und wir führen unser so lange geprobtes Stück auf".

Der Kirchenchor Kripp war für dieses Konzert durch Unterstützung aus zwei weiteren von Jutta Wendel geleiteten Chören auf eine stattliche Zahl von Sängerinnen und Sängern angewachsen: Deutlich mehr als siebzig Mitwirkende boten einen bemerkenswert ausgewogenen Gesamtklang, wobei es den Gastsängern vom Apollinarischor und vom Jungen Chor Remagen zugute kam, dass sie die Vivaldi-Messe sowie "Psalm 150" von César Franck bereits in Remagen aufgeführt hatten.

Kerstin Hövels Solo "Agnus Dei" wurde von Claudia Bergmann, Flöte, und Stephan Harffen, Cembalo, begleitet. Ein heiteres, fast übermütiges "Gloria", das zwei Mal in verschiedener Form eingebettete "Agnus Dei", das dialogische "Sanctus" sowie der hymnische "Psalm 150" vollendeten eine erstaunliche Chor- und Instrumentalleistung, die man in einem kleinen Ort wie Kripp nicht erwartet hätte. Die begeisterten Besucher bedankten sich für das erhebende Konzerterlebnis mit minutenlangen stehenden Ovationen und bekamen als Zugabe eine Wiederholung des Vivaldi-"Gloria" mit auf den Heimweg.