Traditionsverein

 Der Traditionsverein gründete sich 2003 mit dem Ziel, die 300 Jahrfeier für 2005 zu organisieren und durchzuführen. Eine weitere Aufgabe bestand darin, eine Chronik zu erstellen, von der Entstehung des Ortes Kripp 1705 bis zum Jubiläumsjahr 2005.

Es wurde vereinbart, dass die Erlöse des Vereins dem Ort wieder zur Verfügung gestellt werden. Der Traditionsverein hat eine Glocke für die Friedhofskapelle gießen lassen, die auf dem Ortsmittenplatz eingesegnet wurde. Des weiteren wurde in Eigenarbeit ein Weinfass erstellt, welches am Ende der Weinbergstrasse an eine Zeit erinnern soll, wo man in den Höhen des Badenackers noch Weintrauben erntete.

                                                                                                    Der Boule Platz

Kripper Bouleplatz wurde im August 2011 offiziell eingeweiht

Ein Treffpunkt für Bürger und Gäste

Areal ist ein weiteres Projekt aus dem Erlös der 300-Jahr-Feier vom Traditionsverein

Bei strahlendem Sonnenschein wurde am vergangenen Samstag der neue Bouleplatz in Kripp, an der Ecke Quellenstraße/Standstraße offiziell eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. „Der Bouleplatz ist ein weiteres Projekt, das wir aus dem Erlös der 300-Jahr-Feier vor sechs Jahren nun fertigstellen konnten“, betonte Jürgen Blüher im Namen des Traditionsvereins, der zur Einweihung eingeladen hatte. Nach der Anschaffung der Friedhofsglocke, dem Neubau des Buswartehäuschens an der Mittelstraße, der Aufstellung des Weinfasses in der Weinbergstraße und der Anlage des Grillplatzes in der Rheinwiese sei es nun gelungen, ein neues Objekt heute seiner Bestimmung zu übergeben, so Blüher.



Dieser Bouleplatz, der eine Spielfeldabmessung von sechsmal zehn Metern hat, wurde genau wie die anderen Projekte, von einem losen Zusammenschluss von Bürgern aus Kripp errichtet. Besonders erfreut es mich, dass sich immer Menschen finden, die gerne zur Realisierung eines Vorhabens beitragen. Dies zeugt von einem guten Zusammenhalt und lässt uns auch hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Nochmals meinen herzlichen Dank an alle, dies uns bei der Realisierung dieses Bauvorhabens geholfen beziehungsweise uns unterstützt haben“, betonte Blüher.



Zuvor hatte er zahlreiche Kripper Bürger begrüßt sowie einige Ehrengäste. Unter den Ehrengästen galt sein Gruß Staatssekretärin Beate Reich, dem Beigeordneten Joachim Titz, dem Stadtrat und dem Ortsvorsteher von Remagen, Walter Köbbing, Pastor Alfred Becker und natürlich dem Kripper Ortvorsteher, Heinz-Peter Hammer. Besonders erfreut zeigte sich Blüher über das Kommen zahlreicher Vertreter der örtlichen Vereine sowie über die Anwesenheit der Vertreter des Boulevereins aus Bad Breisig.




In kurzen Ausführungen ging Jürgen Blüher auf das Boulespiel ein. Er sei bei seiner Recherche im Internet erstaunt gewesen, feststellen zu müssen, dass bereits 460 vor Christus eine Empfehlung griechischer Ärzte gewesen sei, das Spiel mit Steinkugeln zu betreiben. Im zweiten Jahrhundert nach Christus habe Julius Pollux ein Spiel beschrieben, bei dem Kugeln auf einen Ziegelstein geworfen wurden. Der Verlierer des Spiels habe den Sieger auf den Schultern tragen müssen. „Boccia und Boule haben ihre gemeinsamen Wurzeln in diesem im Römischen Reich verbreiteten Spiel. Die Wurzeln von Boule lassen sich bis ins London des 12. und 13. Jahrhunderts zurückverfolgen. Ab dem Mittelalter ist Boule in Frankreich vor allem durch Verbote nachweisbar. Im 19. Jahrhundert waren Spiele dieser Art in Italien, Großbritannien und Frankreich als Volkssportarten mit regional unterschiedlicher Beliebtheit und mit lokal variierenden Regeln anzutreffen. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts begannen sie dann größere Bedeutung zu gewinnen, da es Wettbewerbe gab, Clubs oder Vereine sich gründeten und einheitliche Spielregeln aufgestellt wurden“, so Blüher. „Bevor wir nun diesen Platz, der für Einheimische und Gäste jederzeit geöffnet ist, innerhalb eines Boule-Turniers seiner Bestimmung übergeben, muss ich entgegen unserer sonstigen Gepflogenheit einem Mann besonders danken. Dieter Breuer hat von der Planung über die Organisation und die örtlichen Arbeiten an allem entscheidend mitgewirkt und eine Vielzahl von Stunden seiner Freizeit geopfert. Lieber Dieter, dir und deiner Familie, den herzlichsten Dank dafür“, hob Blüher besonders hervor.



Blüher übergab den Bouleplatz an die Bürgerinnen und Bürger und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Platz gut angenommen werde und das angestrebte Ziel nach Belebung, sportlicher Betätigung und innerörtlicher Kommunikation erreicht werde, sich viele Gruppierungen bilden würden, die an den Sommerabenden oder nach dem Kirchgang am Sonntagvormittag auf dem Boulepatz einer schönen Freizeitbeschäftigung nachgehen mögen. Dieter Breuer und Heinz Weinberg erläuterten im Anschluss die Spielregeln. Der Erlös der Einweihungsfeier ist für die Anschaffung einer Sitzgarnitur am Kopf des Spielfelds vorgesehen.

Wie Dieter Breuer der Presse erläuterte, wurden für den neuen Bouleplatz 4800 Euro an Maschinenstunden eingesetzt. Der Rest sei komplett in Eigenleistung erbracht worden. Schon seit Karfreitag sei der Platz bespielbar und werde gut genutzt. Zur Eröffnung des Turniers spielte das Fanfarenkorps der Kripper Fente, unterstützt den von den Musikern des Unkelbacher Tambour- und Fanfarenkorps. Für die kulinarischen Genüsse waren spanische und türkische Spezialitäten gestiftet worden, und ein Getränkewagen mit gut gekühlten Getränken stand bei strahlendem Sonnenschein für die durstigen Gäste bereit. Im geselligen Teil begeisterte die Band „Cover Street“, junggebliebene Musiker aus Kripp und Umgebung, mit Rockversionen querbeet. Bis in den späteren Abend wurde ausgiebig gefeiert.


                                                                                                    Friedhofsglocke

2007 Kripper Friedhofsglocke eingesegnet

Dechant Dr. Johannes Meyer und Presbyterin Heidemarie Falkenberg segneten die Kripper Friedhofsglocke.


Vor zwei Jahren feierte der Hafenort Kripp sein 300 jähriges Bestehen. Wer würde sich nicht gerne an dieses tolle Fest erinnern? Zahlreiche Gäste konnten in Kripp begrüßt werden. Das Fest warf einen schönen Überschuss ab. Der sollte natürlich wieder in den Heimatort investiert werden.

Die beteiligten Ortsvereine beschlossen, mit dem Geld der Friedhofskapelle eine Glocke zu spendieren. In einer Feierstunde auf dem Ortsmittenplatz segnete Dechant Dr. Johannes Meyer und die Presbyterin Heidemarie Falkenberg das 40 Kg schwere Bronzestück ein, musikalisch umrahmt vom Fanfarenzug der Kripper Fente.


Die Glocke wurde am 16.Dezember 2006 im Beisein einiger Kripper in der Eifeler Glockengießerei in Brockscheid, wo die Familie von Hans August Mark seit 1620 Glocken herstellt. Die Glocke trägt auf der einen Seite das Kripper Wappen, und auf der anderen Seite die Inschrift "Friedhof Kripp 2006".


                                                                                                   Kripper Weinfass




                                                                                                                                                                                                          Foto Sander

Die Südseite von Kripp, da, wo am höchsten Punkt des Ortes unser Wahrzeichen, der Wasserturm, steht, wurde vor hunderten Jahren schon angefangen, Wein anzubauen. Aus diesem Grunde heißt die schmale Straße, die von der Quellenstraße zu dem damaligen Weinberg führte, Weinbergstraße. Am Ende dieser Weinbergstraße erstellt der Traditionsverein ein großes Weinfass aus Holz, welches uns an diese Zeit erinnert.



                                                                                                                                                                                         Foto Sander



                                                                                               Stand Januar 2009

Der Platz ist zwar mit Kopfsteinplaster angelegt, jedoch fehlt noch das Podest , welches noch mit Ziegelsteinen aufgemauert wird. Das Weinfaß selbst steht noch bei Möbel Boes und wird dort von Fred Hoffmann angestrichen.

Hier 2 Bilder aus Oktober 2008:



Fundamentarbeiten durch Wolfgang






 Engagierte Kripper Bürger gestalten einen Rastplatz (August 2009)

Von vielen fast schon vergessen, kann der Remagener Ortsteil Kripp auf eine zurückliegende Weinbautradition blicken. Auch wenn die roten und weißen Trauben heute nur noch in einigen wenigen Gärten angepflanzt sind, gehörte der Weinbau doch im vorigen Jahrhundert zur Tradition im Fährort. Bis in die Ahrwiesen hinein erstreckten sich die Weinstöcke, die erst mit dem Befall der Reblaus entfernt und später nicht mehr angepflanzt wurden.



An die Kripper Weinbautradition erinnert seit einigen Wochen ein in liebevoller eingerichteter Rastplatz, gleich neben dem alten Wasserturm, einem Wahrzeichen des Ortes. "Viele Hände, schnelles Ende", lautete daher auch das Arbeitsmotto einiger engagierter Bürger, die jedoch nicht unbedingt namentlich genannt werden wollen.
"Der Einsatz für den Ort kennt viele Gesichter und ebenso viele Helfer. Wichtig ist uns in erster Linie, einen Ruheplatz für die Bürger des Ortes zu schaffen", sind sich die Helfer einig. Nachdem dann auch die Fläche begradigt und mit alten Basaltsteinen gepflastert war, galt es, das schwere Betonfudament für das große Holzfass zu gießen. Parallel dazu wurde eine Infotafel bemalt, auf der ein Teil der Kripper Weinbaugeschichte wiedergegeben wird.
Dank der Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr, konnte das schwere Fass an Ort und Stelle geschafft werden und lädt nun mit der gemütlichen Bank zum Verweilen ein.


     


       



   Juli 2006 Kripper Traditionsverein überreicht Spende

Groß war die Freude vor wenigen Tagen im Katholischen Pfarrheim in Kripp über großzügige Spenden des Kripper Traditionsvereins um Vorsitzenden Jürgen Blüher an die Kindergärten in Kripp und die Katholische Altenbegegnung. Vor rund einem Jahr war von der Bevölkerung unter der Beteiligung von allen Vereinen das 300-jährige Bestehen des Ortes Kripp mit einem riesigen mehrtägigen Fest in der Ortsmitte und dem einzigartigen Treideln mit zwei Pferden am Rheinufer gefeiert worden




Die Festlichkeiten waren von Michael Funk, Markus Rüben und Heinz-Herbert Rüben gefilmt und anschließend zu einem fertigen Film zusammen geschnitten worden.
Weiterhin hatte Herbert Franzen die vielen damals aufgenommenen Fotografien geordnet und eine einzigartige Bildersammlung erstellt. Diese und auch den Film hat er auf je einer CD gebrannt. Diese wurde dann anschließend unter der Organisation von Dieter Breuer und Ingo Wolf mit der Unterstützung des Geschäftes "Presse am Turm" an interessierte Bürgerinnen und Bürger verkauft.
Da alle Beteiligten an der DVD die Arbeiten kostenlos erbracht hatten, konnte ein Verkaufserlös von 810 Euro erzielt werden. Dieser Erlös wurde dann vom Traditionsverein Kripp auf 900 Euro aufgestockt. Ziel war es von vornherein, mit dem Verkaufserlös soziale Einrichtungen in Kripp zu unterstützen. Der Vorstand des Traditionsvereins hat von daher beschlossen, den jüngsten und ältesten Bewohnern des Heimatortes eine Freude zu machen. Im katholischen Pfarrheim konnten somit Jürgen Blüher und Dieter Breuer an die Leiterinnen der Kindergärten Sankt Johannes Nepomuk und Pusteblume, Hubertine Klein und Brunhilde Franke und an Helma Laux von der katholischen Altenbewegung jeweils 300 Euro als Spende übergeben. "Wir wissen, dass sie das Geld gut gebrauchen können", betonte Blüher. Der Dank der Kinder und Senioren ist dem Traditionsverein für diese großzügige Spende sicher.